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„ALLE FÜR EINEN, EINER FÜR ALLE!“ DAS IST DER SOLIDARISCHE GRUNDSATZ DER DEVK VERSICHERUNGEN. BAHN MANAGER IM GESPRÄCH MIT DEM VORSTANDSVORSITZENDEN GOTTFRIED RÜßMANN.

bahn manager Magazin: Was verbindet die DEVK mit dem Verkehrsmarkt?

Die DEVK wurde 1886 von Eisenbahnern für Eisenbahner gegründet und ist bis heute eng mit dem Verkehrsmarkt verbunden. Das spiegelt sich auch in unserem Produktportfolio wider. Die enge Verbindung zum Verkehrsmarkt ist ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Die Mitarbeiter und Unternehmen des Verkehrsmarkts sind bei uns VIP-Kunden und gleichzeitig Partner in der Unternehmens- und Produktentwicklung.

Welche Lösungen bzw. Vorteile bieten Sie Unternehmen und Beschäftigten im Schienensektor?

Die engen Kontakte zu den Beschäftigten und den Unternehmen helfen uns bei der Entwicklung von Produkten, die speziell auf die Risiken im Schienensektor zugeschnitten sind. So können wir Arbeitnehmern und Arbeitgebern auf ihr Arbeitsumfeld abgestimmte Lösungen anbieten. Ein besonders wichtiger Bereich ist die Altersvorsorge. Wir bieten den Unternehmen des SPNV bzw. ÖPNV ein Altersversorgungssystem an, das dem Arbeitnehmer auch bei einem Unternehmenswechsel eine ununterbrochene Altersversorgung sichert – immerhin wechselt ein Arbeitnehmer im SPNV in seinem Berufsleben durchschnittlich viermal seinen Arbeitgeber. Unternehmen, die in die Altersversorgung ihrer Angestellten investieren, sind für Fachkräfte attraktiver und können diese länger binden. Darüber hinaus bieten wir auch Branchenlösungen zu den Themen Berufsunfähigkeit, Berufshaftpflicht, Zeitwertkonten und zur betrieblichen Krankenversicherung an. Wir informieren und beraten nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Unternehmen – zum Beispiel rund um das Thema Versorgungsrecht.

Welche Verkehrsunternehmen und Zielgruppen sprechen Sie an?

Als anerkannte betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn sind wir seit vielen Jahren enger Partner der DB. Wir sehen unseren Schwerpunkt aber auch bei den privaten Bahnen sowie im ÖPNV. Die Verkehrsbranche beschäftigt sich immer mehr mit Nachhaltigkeit.

Was tut die DEVK in diesem Bereich?

Wirtschaftlich und sozial nachhaltig zu handeln, hatte für uns schon Priorität, als noch niemand von Nachhaltigkeitsstrategien und „Corporate Social Responsibility“ gesprochen hat. Im Fokus stehen soziale und ökonomische Aspekte. Als Schwerpunktthemen haben wir die wirtschaftliche Leistung identifiziert, Beschäftigungsverhältnisse, die Einhaltung datenschutzrechtlicher Bestimmungen, Nachhaltigkeit in den Kapitalanlagen, Marktpräsenz, indirekte ökonomische Wirkungen, die Einhaltung sonstiger sozioökonomischer Vorschriften sowie Aus- und Weiterbildung. Der Solidaritätsgedanke hat damals zur Gründung geführt und ist bis heute das, was uns als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit antreibt. Als Mitgründer des Forums für Verkehr und Logistik e. V. leisten wir außerdem einen Beitrag zu technischen Themen wie Elektromobilität.

Vor welchen Herausforderungen stehen Versicherer wie die DEVK zukünftig?

Die gesamte Wirtschaft befindet sich in einer technischen Revolution. Digitalisierung und Industrie 4.0 werden die Unternehmensund Arbeitsbedingungen nachhaltig verändern. Für Versicherer bedeutet das auch, dass bestehende Risiken sich verändern und neue entstehen. Auf diese Veränderungen richtig zu reagieren, ist eine der großen Herausforderungen in der Zukunft. Die Themen Automatisierung und Digitalisierung betreffen uns auch direkt. Viele Prozesse werden effektiver gestaltet und automatisiert. Das dadurch entlastete Personal kann uns dann dabei helfen, unsere Servicequalität noch weiter zu steigern.

Das Interview führte Dennis Peizert.

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