ÖBB SCHAFFEN NEUES LOKOMOTIV-SERVICECENTRUM FÜR DEN GROSSRAUM WIEN

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Die ÖBB-Technische Services GmbH (ÖBB TS), LTE Logistics & Transport Europe (LTE) und ELL European Locomotive Leasing (ELL) errichten im Großraum Wien einen gemeinsamen Servicestützpunkt für Lokomotiven.

Von Hermann Schmidtendorf, Chefredakteur bahn manager

Zu diesem Zweck bildeten die beteiligten Gesellschaften die Joint Venture ETL Lokservice GmbH, welche das neue Servicezentrum auch betreiben wird. Der neue Stützpunkt liegt strategisch günstig am Schnittpunkt internationaler Schienengüterverkehrskorridore. Ab dem Herbst 2021 sollen dort moderne Lokomotiven instandgehalten werden. Die drei Partner bringen unterschiedliche Kompetenzen ein: LTE und ELL ihre modernen Lokflotten, ÖBB TS ihr langjähriges Knowhow als etablierter und professioneller Instandhalter von Schienenfahrzeugen. Dem Projekt kommt zugute, dass alle beteiligten Unternehmen sich auf den Betrieb von Siemens-Vectron-Lokomotiven konzentrieren. Auf der letzten INNOTRANS war eine Vectron-Lokomotive ausgestellt mit der Aufschrift „500th LOCO FROM SIEMENS TO ÖBB“.

„Nach langen Jahren der Planung und einem weiteren Jahr Verhandlungen mit der Wettbewerbsbehörde in Brüssel geht das Projekt nun in die nächste Phase“,

freuten sich bei der Gründung der neuen Joint Venture Michael Benda und Andreas Mandl, CFO und CEO von LTE. „Mit der Errichtung der Werkstätte am Standort Gramatneusiedl sichern wir uns einen strategisch günstig gelegenen Standort im Großraum Wien und schaffen zudem neue Arbeitsplätze in der Region“, sagt Sandra Gott-Karlbauer, Geschäftsführerin ÖBB TS. „In einer Halle mit einer Fläche von ca. 1.000 m² und mit vier Arbeitsständen werden wir voraussichtlich ab Herbst 2021 mit State-of-the-art-Equipment alle interessierten Unternehmen betreuen können“, erläutert Christoph Katzensteiner, CEO ELL.

Die LTE-Group zählt im 20. Jahr ihres Bestehens zu den großen privaten Schienenverkehrs-Unternehmen Europas und betreut das Netz mit neun Tochterunternehmen und zwei Schwesterfirmen in Zentral- und Osteuropa. Der Umsatz betrug 2019 rund 150 Mio. Euro, knapp 500 MitarbeiterInnen bewirtschaften 80 Triebfahrzeuge. Die ELL mit Sitz in Wien und Büros in Deutschland least Lokomotiven für den internationalen grenzüberschreitenden Bahnverkehr. Der aktuelle Lokomotivbestand umfasst 152 hochmoderne Siemens Vectron Lokomotiven für Güter- und Personenverkehre in Europa.

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