ÖPNV: VDV fordert 15-Milliarden-Euro-Sonderprogramm

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Der VDV fordert von der neuen Bundesregierung ein Sonderprogramm für den Ausbau und für die Modernisierung des kommunalen Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Deutschland. Das teilte der Verband gestern mit.

„Deutschland droht seine Klimaschutzziele deutlich zu verfehlen“, sagt Jürgen Fense, VDV-Präsident und Vorstandsvorsitzender der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB). „Im Verkehrssektor steigen die Schadstoffemissionen seit Jahren immer weiter statt zu sinken. Ein moderner, leistungsstarker und ökologischer ÖPNV kann gerade in den Großstädten und Ballungsräumen wesentlich dazu beitragen, die Probleme bei Luftreinhaltung und Schadstoffbelastung nachhaltig zu lösen. Doch dafür muss mehr in den ÖPNV investiert werden.“

Damit der ÖPNV die künftigen Herausforderungen bewältigen kann, sind zusätzliche Investitionen nötig: Laut einer Umfrage benötigen die VDV-Mitglieder 15 Milliarden Euro, um den Nahverkehr flächendeckend so zu modernisieren und auszubauen, dass Busse und Bahnen zum zentralen Baustein für die nötige Verkehrswende werden. Hinzu kommen 5 Milliarden Euro, um den bereits seit Jahren wachsenden Sanierungsstau im kommunalen ÖPNV abzubauen.

„Wir fordern die Bundesregierung auf, ein Sonderprogramm in Höhe von 15 Milliarden Euro über zehn Jahre aufzulegen, um die dringend notwendigen Investitionen in den kommunalen Nahverkehr zu ermöglichen und damit die Verkehrswende in Deutschland entscheidend voranzubringen. Die Länder sollten dieses Programm durch weitere 5 Milliarden Euro über die Laufzeit mitfinanzieren“, so Fenske.  (red/VDV)

Foto: Thomas Hassel (Flickr)

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