Über 150 SBB-Flirts rollen umweltfreundlicher

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Die SBB setzt im Regionalverkehr neue Flirt-Züge ein, welche für die Kühlung der Transformatoren kein Öl benötigen. Die von Stadler und ABB entwickelten Flirts mit so genannten Trockentransformatoren sparen im Durchschnitt etwa 8 Prozent des gesamten Energieverbrauchs eines solchen Zuges. Weitere geplante Massnahmen an der Flirt-Flotte sorgen für Energieeinsparungen in der Grös-senordnung von 2500 Haushalten. 

Auf Zügen sorgten bislang zumeist ölgekühlte Transformatoren für die richtige Spannung der Antriebsenergie. Seit rund einem Jahr setzt die SBB nun bei den neuen Regionalzügen des Typs Flirt so genannte Trockentransformatoren ein. Diese wur-den von ABB und Stadler gemeinsam entwickelt und benötigen für die Kühlung kein Öl mehr. Durch den damit verbundenen Wegfall von 600 bis 700 Liter Öl pro Zug können mehr Kupfermaterialien verwendet werden, wodurch wiederum die Energie-verluste minimiert werden. Bis Ende 2017 werden schweizweit zwölf solcher Flirt-Kompositionen auf den Schienen unterwegs sein, acht davon betreibt die SBB.

Eine erste Bilanz zeigt, dass dank dieser weiterentwickelten Technik ein Flirt-Zug jährlich etwa 8 Prozent seines gesamten Energieverbrauchs einspart. Durch den Wegfall des Öls wird die Instandhaltung des Fahrzeugs auch einfacher und kostengünstiger.

Neben dem neuen Trockentransformator führen bei der Flirt-Flotte weitere Verbesse-rungen zu geringerem Energieverbrauch: In Zusammenarbeit mit Stadler und geför-dert durch das BAV hat die SBB für die bestehende Flotte ein Energiesparpaket geschnürt, mit dem jährlich über 10 GWh Energie gespart werden kann. Dies entspricht in etwa dem Verbrauch von 2500 Haushalten. Als Vorbild dienen Massnahmen, die auf ähnlichen Fahrzeugen in Norwegen oder Finnland bereits erfolgreich umgesetzt wurden. Dazu zählen unter anderem Verbesserungen an der Antriebssoftware, an der Fahrzeugbedienung durch den Lokführer sowie bei der Fahrzeugabstellung. Geplant ist, insgesamt 148 Flirt-Kompositionen auf diese Weise umzurüsten. Der Pro-bebetrieb ist für das erste Halbjahr 2018 vorgesehen. Die SBB investiert insgesamt über 5 Millionen Franken in die Energiesparmassnahmen, diese Investition wiederum wird jedoch durch die eingesparten Energiekosten amortisiert.

Auf dem Blog der SBB-Medienstelle unter >> KLICK << / finden Sie einen kurzen Video-Clip zu den Flirt-Energiesparmassnahmen. (red/SBB)

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