15 Jahre mofair: Schon viel erreicht – noch viel mehr vor!

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Heute ist die Broschüre zum 15-jährigen Bestehen von mofair, dem Verband der Wettbewerbsbahnen im Schienenpersonenverkehr, erschienen.

Sie bietet einen Überblick über Geschichte und Entwicklung des Verbandes, zeichnet ein aktuelles Bild des Marktes im Schienenpersonenverkehr und beschreibt die wichtigsten Herausforderungen für die kommenden Jahre. Interviews und Interventionen wichtiger Partner und Begleiter des Verbandes runden das Bild ab. Sie ist unter www.mofair.de abrufbar.

„Gerade die Debatte um Corona-Hilfen für ‚die Bahn‘ zeigt, wie wichtig die Arbeit von mofair ist und bleiben wird,“

betont mofair-Präsident Christian Schreyer. Er fährt fort: „Wir wollen eine diskriminierungsfreie Unterstützung nach klaren Kriterien für alle Marktteilnehmer. Eine einseitige Unterstützung per Eigenkapitalerhöhung exklusiv für die Deutsche Bahn AG gefährdet den Wettbewerb massiv.“

mofair wurde vor nunmehr 15 Jahren gegründet. Der Verband ist das Bündnis der Wettbewerbsbahnen im Schienenpersonenverkehr. Er wirbt für faire Wettbewerbsbedingungen für die Schiene – intermodal gegenüber Straße und Luftverkehr, aber vor allem auch auf der Schiene. Während wettbewerbliche Vergaben im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) den Anteil der Wettbewerbsbahnen mittlerweile auf 40 Prozent geschraubt haben, ist im Fernverkehr (SPFV) noch viel zu tun. Und noch immer sind im integrierten Konzern Deutsche Bahn AG Quersubventionen der Transporttöchter DB Regio, DB Fernverkehr und DB Cargo durch die regulierten Monopolbereiche (Gleisnetz, Stationen und Bahnstromnetz) nicht wirksam ausgeschlossen.

Zwar wird die Corona-Krise vorübergehen und nimmt daher nur einen kleinen Teil der Broschüre ein. Aber durch die Art und Weise, wie die Bundespolitik in diesen Tagen dem öffentlichen Verkehr zu helfen versucht, kann sie die Erfolge vieler Jahre entweder nachhaltig stützen – wie durch den Rettungsschirm für den gemeinwirtschaftlichen Verkehr, an dem sich der Bund mit 2,5 Milliarden Euro beteiligen will. Oder sie kann die Erfolge zunichtemachen – durch die geplante neuerliche Eigenkapitalerhöhung von 5 Milliarden Euro für den integrierten Konzern Deutsche Bahn AG. Weder ist klar, ob die Bedarfe wirklich mit der Corona-Krise zu tun haben, noch welche Mittel auf welche Konzernteile entfallen sollen. Der Bundesrechnungshof hat hierzu die richtigen Fragen gestellt – und dies wird auch die EU-Kommission tun. mofair wird sie dabei unterstützen, sollte der Bundestag eine solche einseitige Entscheidung zulasten des Wettbewerbs tatsächlich fällen.

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