Monatsarchiv

Juni 2017

ÖBB steigert Kapazitäten der Rollenden Landstraße

in Bahnmarkt Europa von

Ab diesem Montag, 3. Juli, wird Rail Cargo Operator der Österreichischen Bundesbahnen ÖBB die Relation Wörgl – Brennersee mit der Rollenden Landstraße (RoLa) pro Tag mit 18 anstatt bisher 16 Zugpaaren bedienen. Dadurch wird der Brennershuttle zukünftig Platz für 648 Lkw bieten – ein Plus von 12,5 Prozent beziehungsweise 72 Lkw täglich. Seit Anfang Mai 2017 greift das sektorale Fahrverbot des Bundeslands Tirol, welches den Transport bestimmter Güter durch Schwerfahrzeuge auf einem Teilabschnitt der Tiroler Inntal-Autobahn verbietet. Die Auslastung des ÖBB-Brennershuttles stieg von zuvor 81,8 auf 93 Prozent. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres verzeichnete die RoLa der Rail Cargo Group einen Anstieg der Auslastung um 70,6 Prozent.

 Kunden der RoLa überbrücken Fahrerruhezeiten im Begleitwagen der Züge, der zusätzlich zu den Liegeabteilen einen Aufenthaltsbereich mit Küche sowie Verpflegung anbietet. Rail Cargo Operator hält als Koordinator aller beteiligten Bereiche Niederflurgüterwagen für den Transport von LKW verschiedener Typen vor.

 Hermann Schmidtendorf, Fachjournalist, Berlin

Bombardier streicht bis zu 2200 Stellen – aber erhält die Standorte

in Personal & Management von

Schlechte Nachrichten für die Belegschaft: Bombardier Transportation wird in den nächsten Jahren in Deutschland bis zu 2200 seiner insgesamt 8500 Arbeitsplätze abbauen. Betriebsbedingte Kündigungen soll es laut dem Zughersteller nicht geben.

Alle sieben Produktionsstandorte sollen erhalten bleiben. Der Personalabbau verteile sich über alle Werke. Mehrheitlich seien jedoch Görlitz in Sachsen und Hennigsdorf (im Bild) in Brandenburg betroffen, heißt es laut Medienberichten.

Fohrer: „Wir müssen uns neu aufstellen“

Geplant sei der Stellenabbau bis 2020. Die genaue Zahl hänge von der Marktentwicklung und dem Auftragseingang ab, hieß es. Unter den bis zu betroffenen 2200 Arbeitsplätzen seien etwa 700 Leiharbeiter.

„Wir müssen uns neu aufstellen“, sagte Deutschlandchef Michael Fohrer. „Mit dieser Aufstellung werden wir Innovationen fördern und uns fit für die Zukunft machen.“ Ziel sei es, die Standorte stärker zu spezialisieren. Aufsichtsratschef Wolfgang Tölsner betonte, die Eckpunkte für den Umbau seien in dem Kontrollgremium einvernehmlich beschlossen worden. (red/Spiegel/FAZ/dpa)

Mofair: EuGH kritisiert Rechnungsführung des DB-Konzerns

in Politik & Recht von

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in einem Urteil deutlich gemacht, dass die vorgegebene Trennung von Rechnungen zwischen den Infrastruktur- und den Verkehrssparten innerhalb der DB-Konzerns deutlich transparenter werden muss.

„Wenn es schon keine vollständige gesellschaftsrechtliche Trennung von Netz und Betrieb gibt, muss wenigstens strikt jeder Anschein von Quersubventionierung ausgeschlossen werden. Das erfordert ein hohes Maß an Transparenz, was offensichtlich heute nicht gegeben ist“, so mofair-Präsident Stephan Krenz zur richterlichen Entscheidung.

Hat die DB Finanzmittel zweckentfremdet?

Die EU-Kommission hat laut dem Branchenverband mehrere Punkte moniert, die aus dem einem Geflecht aus Gewinnabführungsverträgen zwischen den Gesellschaften des DB-Konzerns resultieren – so werde vermutet, dass Gewinne aus Trasseneinnahmen zur Subventionierung von Verkehrsleistungen zweckentfremdet werden. Auch sei gerügt worden, dass öffentliche Mittel, zweckgebunden für den Aufbau und Erhalt der Infrastruktur, ebenfalls zur Finanzierung von Verkehrsleistung verwendet werden.

Entscheidend aber sei, so mofair weiter, dass das Gericht der grundlegenden Rüge stattgegeben habe, dass die Rechnungsführung nicht für ausreichende Transparenz sorg. (red/mofair)

 

Siemens: 500. elektrische Vectron-Lok geht an ELL

in Märkte & Player von

European Locomotive Leasing (ELL) hat bei Siemens acht weitere Vectron-Lokomotiven bestellt – mit dieser Bestellung hat Siemens den 500. elektrischen Vectron verkauft. Insgesamt ist die Vectron-Lok bei 31 Kunden in 14 Ländern im Einsatz.

Der Anbieter von Komplettlösungen für das Leasing von Lokomotiven ELL ist damit derzeit der größte Vectron-Kunde. Die Mehrsystem-Loks haben eine Leistung von maximal 6,4 MW und sind für eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h ausgelegt. ELL vermietet die Lokomotiven an die tschechischen Bahnen České Dráhy für den Einsatz im Personenverkehr auf der Strecke Prag – Berlin. Insgesamt wurden nun 507 Fahrzeuge der Elektrolok bestellt.

 31 Vectron-Kunden in 14 Ländern

„Das Jubiläum steht für die Erfolgsgeschichte und den zuverlässigen Einsatz unserer Vectron-Lokomotiven in ganz Europa. Mit unserer flexiblen Plattform und passgenauen Ausstattungspaketen haben wir bereits 31 Kunden in 14 Ländern überzeugt“, sagt Jochen Eickholt, Chef des Bahngeschäfts von Siemens.

Mit ETCS oder nationalen Lösungen

Die Lokomotiven von Siemens werden sowohl im Güter- als auch im Personenverkehr eingesetzt. Der erste Vectron wurde im Jahr 2012 ausgeliefert. Die Lokomotiven können neben den gewünschten nationalen Zugsicherungssystemen auch mit dem neuesten europäischen Zugsicherungssystem (ETCS) ausgestattet werden. Die Produktion erfolgt bei Siemens in München. (red/Siemens

Grube zum neuen HHL-Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt

in Personal & Management von

Rüdiger Grube hat gestern offiziell seine neue Tätigkeit bei der HHLA aufgenommen: Der Aufsichtsrat der Hamburger Hafen und Logistik AG hat den Ex-DB-Chef zum neuen Vorsitzenden ernannt – auch für die Aktionäre gab es gute Nachrichten.

Auf seiner konstituierenden Sitzung am 21. Juni hat der Aufsichtsrat der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) Rüdiger Grube zum neuen Vorsitzenden des Gremiums gewählt. Grube folgt damit auf  Peer Witten, der altersbedingt aus dem Aufsichtsrat ausschied. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wählte das Gremium Berthold Bose, Leiter ver.di-Landesbezirk Hamburg.

Von 2009 bis zu seinem durchaus überraschenden Rücktritt im Januar 2017 war Grube Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG.

HHLA schüttet erneut Dividende aus

Die Hauptversammlung der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat heute beschlossen, eine Dividende in Höhe von 59 Cent je börsennotierter A-Aktie zu zahlen. Damit schüttet die HHLA für 2016 erneut wie schon für 2015 41,3 Millionen Euro an die Aktionäre des Teilkonzerns Hafenlogistik aus.

„Die HHLA steht auf einem soliden Fundament und hat sich eine stabile Nachfrage gesichert, die uns für das laufende Geschäftsjahr 2017 Planungssicherheit verschafft“, sagte HHLA- Chefin Angela Titzrath. „Um die Zukunftsfähigkeit der HHLA dauerhaft zu stärken, ist es jetzt das Ziel, strategische Handlungsoptionen für das Geschäft von morgen zu erarbeiten. Dazu gehört auch unser Anspruch, Motor des digitalen Wandels im Hamburger Hafen zu sein.“ (red/HHLA)

nach oben gehen