Achat Infrastruktur Berlin: E-Mobility, Schiene und mehr

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Mit der Errichtung einer hochmodernen Waschstraße für die Züge der S-Bahn Berlin gab die Firma Achat Infrastruktur GmbH 2016 ihren fulminanten Einstand auf dem deutschen Markt. Jetzt befördert die Berliner Filiale des polnischen Bauunternehmens Agat Koluszki AG auch die E-Mobility.

Von Hermann Schmidtendorf, Redaktion bahn manager

Auf zwei fünf Kilometer langen Abschnitten der Autobahn A5 Richtung Frankfurt/M. und Darmstadt begann im Frühjahr 2018 der Bau der bundesweit ersten Teststrecke für Lastwagen mit Strom aus Oberleitungen. Generalunternehmer des Vertrags ist der SIEMENS-Konzern, doch Unterauftragnehmer für die Montage der Oberleitungselemente wurde das Berliner Unternehmen Achat Infrastruktur GmbH. Dazu gehören unter anderem die Montage von Erdseilstützpunkten, elastischer Stützpunkte einschließlich Befestigung, blanker Leiter an Brücken und des Berührschutzes, des Erdseilzugs und von Mastschaltern sowie die Verlegung von 0,4 kV-Kabeln am Erdseil.
“Unser Mutterunternehmen bietet seit vielen Jahren Ingenieursdienstleistungen für Planung und Ausführung bei der Energieversorgung, der Telekommunikation, dem Umweltschutz und der Automatisierung”, erklärte Geschäftsführer Przemysław Bresch gegenüber bahn manager auf der Bahnmesse Innotrans.

“Wir arbeiten für den Schienenverkehr – aber auch für die Branchen Erdöl, Energie und Städtische Infrastruktur”, so Bresch. “Das Referenzobjekt der ‘elektrischen Autobahn’ bewegt sich also voll im Spektrum unserer Aktivitäten. Deshalb freut uns natürlich außerordentlich, dass gerade wir als Unterauftragnehmer dieses Pilotprojekts mit SIEMENS zusammenarbeiten durften.”

Bei komplexen Projekten tritt oft Achat Infrastruktur selbst als Generalunternehmer auf. “Wir besitzen ein großes Ingenieurpotential und Spezialgeräte und sind für die Erfüllung aufwendiger Investitionsprojekte bestens gerüstet”, ist sich Geschäftsführer Bresch sicher. “Bei Bedarf holen wir auch externen Sachverstand dazu, arbeiten mit
Spezialherstellern zusammen. Für unsere Kunden ist wichtig: Sie bekommen das fertige Objekt schlüsselfertig aus einer Hand. Und wir überwachen scharf den Zeitrahmen jeder Realisierung, damit vereinbarte Termine eingehalten werden.”

Projektierungen nach dem EPC-System sind gängige Praxis, BIM ist kein Fremdwort. So verwundert es nicht, dass Agat in Łódź/Lodsch die Waschstraße in einem neuen Werkstattkomplex errichtete, in welchem der Schweizer Fahrzeugbauer Stadler Züge der dortigen Regionalbahn unterhält.

Andere Prestigeobjekte der Firma, bei denen sie spezialisierte Gewerke durchführte, sind das Nationalstadion, die Metro und der F.-Chopin-Flughafen in Warschau, die zweigleisige elektrifizierte Bahnstrecke Skierniewice-Lódź Widzew, Tanklager in Gdańsk und Wrocław, eine Bahn-Tankstelle in Ostrów, ein Windpark bei Puck, eine Pipeline zum Marinehafen Gdynia, eine Kläranlage bei Płock… Bezeichnend für die Auftraggeber von Agat/Achat scheint, dass es sich oft um öffentliche Institutionen sowie Privatunternehmen in strategisch wichtigen Branchen handelt. Dort sind solide Ausführung und Termineinhaltung besonders wichtig.

“Wir nehmen gerne Aufträge beispielsweise von privaten Mobilitäts-Dienstleistern an”, erklärt Achat-Geschäftsführer Bresch. “Jeder Auftrag wird gewissenhaft bearbeitet unabhängig vom Umfang. Stark sind wir geworden durch komplexe Infrastrukturprojekte. Dort wird es schnell teuer, weil verschiedene Gewerke und Firmen zu koordinieren sind, die Logistik der Komponenten-Anlieferung eine Herausforderung ist. Dann zeigen wir, dass trotz allem eine termingerechte Ausführung möglich ist. Mit zahlreichen Zertifizierungen arbeiten wir auf europäischem Niveau, und das bei konkurrenzfähigen Preisen.”

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