Vor der Siemens-Fusion: Alstom verkauft Energie-JVs mit GE

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Der französische Bahnindustriekonzern Alstom bereitet sich auf die Fusion mit Siemens vor. Mehrere milliardenschwere Firmen, die Alstom gemeinsam mit dem amerikanischen Elektrokonzern GE führt, sollen abgestoßen werden.

Alstom will sich vor der Allianz mit Siemens von Anteilen an mehreren Gemeinschaftsunternehmen mit General Electric (GE) trennen. „Es ist richtig, dass die alten Energie-Aktivitäten von Alstom keinen Platz in diesem Geschäft haben“, sagte Alstom-Chef Henri Poupart-Lafarge vor Abgeordneten in Paris.

Der US-Konzern GE hatte 2015 um 9,7 Milliarden Euro das Energiegeschäft von Alstom übernommen. Im Zuge des Geschäfts wurden drei Joint Ventures gebildet: im Netzgeschäft, bei erneuerbaren Energien sowie für Dienstleistungen und Ausrüstungen für Atomkraftwerke.

Poupart-Lafarge sagte, dass Alstom seine Verkaufsoptionen nutzen wolle, die im September 2018 fällig seien. Die bisherigen Joint Ventures würden dann vollständig GE gehören, „mit einer Nuance beim nuklearen Teil“, wo die Sache etwas komplizierter sei.

Alstom soll bis Ende 2018 mit der Siemens-Zugsparte zusammengelegt werden, die Unternehmen hatten den Deal im September angekündigt. Damit wollen sie vor allem der Konkurrenz aus China die Stirn bieten. Der deutsche Siemens-Konzern übernimmt die Mehrheit an dem neuen Branchenschwergewicht. (red/Industriemagazin;dpa)

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