Andreas Scheuer wird Verkehrsminister

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Die CSU schickt neben Parteichef Horst Seehofer ihren bisherigen Generalsekretär Andreas Scheuer als Verkehrsminister nach Berlin. Entwicklungsminister bleibt Gerd Müller. Staatsministerin im Kanzleramt für Digitalisierung soll Dorothee Bär werden.

Der noch amtierende CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer ist kein unbekannter in der Verkehrspolitik. Von 2009 bis 2013 war er Parlamentarischer Staatssekretär im damaligen Ministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung unter Peter Ramsauer und Koordinator der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik.

Der 43-jährige aus Niederbayern ist seit Ende 2013 CSU-Generalsekretär. Er studierte zunächst Geschichte und Sozialkunde auf Lehramt für Realschulen. Nach einem Praktikum und einjähriger Mitarbeit beim damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber entschloss er sich, Politikwissenschaft, Wirtschaft und Soziologie an der Universität Passau zu studieren. Seine Promotion erwarb er an der Karlsuniversität Prag. Den Doktortitel durfte er aber nur in Bayern und Berlin tragen. Nach Plagiatsvorwürfen, die sich später als haltlos erwiesen, legte er seinen Doktortitel 2014 freiwillig ab.

Seine politische Karriere in der CSU begann Scheuer 1994 in der Jungen Union (JU) und machte anschließend die Ochsentour durch Gremien als JU-Vorsitzender, als Bezirksvorstand in Niederbayern und als Kreisvorstand in Passau-Stadt. 2002 wurde er in den Passauer Stadtrat gewählt. Im selben Jahr gewann er sein erstes Bundestagsmandat für seinen Wahlkreis Passau. Von 2005 war Scheuer Mitglied im Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Zudem war er Obmann seiner Fraktion im Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung. Andreas Scheuer ist verheiratet und hat eine Tochter. (red/div. Medien)

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