Brenner-Gipfel: Konkrete Schritte für Güterverlagerung vereinbart

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Gestern fand in München der Brenner-Gipfel statt. Deutschland, Österreich und Italien einigten sich auf konkrete Schritte, um mehr Güter auf die Schiene zu verlagern. Die Lkw-Blockabfertigung wird es dagegen zum Ärger von Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann weiterhin geben.

Noch in diesem Jahr sollen deutlich mehr Güter im Brennertransitverkehr von der Straße auf die Schiene verlagert werden. Bis zu einem weiteren Verkehrsgipfel im Mai in Innsbruck sollen dafür konkrete Maßnahmen erarbeitet und anschließend rasch umgesetzt werden. „Wir haben uns darauf verständigt, kurzfristig mehr Güter auf die Schiene zu bringen, um den Brenner-Straßentransit zu entlasten“, sagte Verkehrsminister Herrmann (rechts im Bild).

Schon jetzt könne die Brenner-Zulaufstrecke auf bayerischer Seite doppelt so viele Güterzüge pro Tag aufnehmen als die etwa 100 Züge derzeit. Herrmann begrüßte außerdem auch den vom BMVI zusammen mit der Güterverkehrsbranche erstellten Maßnahmenkatalog. Dabei sollen vor allem auch die Trassen-Preise im Schienengüterverkehr möglichst zeitnah und möglichst rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres wirksam abgesenkt werden.

Große Meinungsverschiedenheiten gibt es laut Herrmann beim Thema Blockabfertigung: „Ich halte die Blockabfertigung für inakzeptabel, sie verlagert das Problem anstatt es zu lösen. Es verschlimmert die Belastungen für die Menschen und die Umwelt auf der bayerischen Seite.“ Für die bayerischen Speditionen und Logistikunternehmen sei dies nicht von Vorteil. (red/STMI Bayern)

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