CMS: Mobility Cleaning Circle wichtige Dialogplattform

in Werkstatt & Service von

Bei der zweiten Ausgabe des Mobility Cleaning Circle trafen gestern auf der CMS Berlin 2019 – Cleaning.Management.Services (24.-27.9.) über 80 hochrangige Vertreter aus der Reinigungsindustrie und der Mobilitätsbranche aufeinander.

Ziel des exklusiven Networkingevents sei es, Synergien beider Branchen gemeinsam im Dialog zu erörtern, um unter anderem Passagieren ein sauberes und angenehmes Reisen zu ermöglichen, sagte Matthias Steckmann, Direktor des Geschäftsbereichs Mobility & Services der Messe Berlin, und betonte, dass bei der diesjährigen Veranstaltung der Fokus noch stärker auf den praktischen Lösungen läge.

Die CMS Berlin ist für die Hersteller von Reinigungsmaschinen und Reinigungsmitteln sowie für die Dienstleister im Mobilitätsbereich die wichtigste Fachmesse und die zentrale Einkaufsplattform in Europa. Die Messe Berlin bündelt mit dem Mobility Cleaning Circle ihr Branchen-Know how von der InnoTrans – Internationale Leitmesse für Verkehrstechnik – und der Internationalen Reinigungsfachmesse CMS Berlin zum Thema „Reinigung im Mobilitätsbereich“.

Bei einer Podiumsdiskussion über die aktuellen Herausforderungen der Branche betonte Dr. Christine Sasse, Vorstand der Dr. Sasse AG, dass aufgrund des Klimawandels die Anzahl der Bahn-Passagiere in den nächsten Jahren rasant zunehmen werde. Der Klimawandel alleine, so Dr. Sasse, werde die Bevölkerung jedoch nicht zu einem Verzicht des Individualverkehrs bewegen. Der öffentliche Nahverkehr müsse mit sauberen Zügen und Bahnhöfen seinen Anteil daran leisten, dass sich der Passagier wohl und sicher fühle. Um ein optimales Reinigungsergebnis zu bieten, müssten die Verkehrsunternehmen nicht immer nach billigeren Angeboten verlangen.

„Man bekomme stets das, was man auch bezahlt und Sauberkeit hat seinen Preis“,

so Dr. Sasse.

Uwe Schwier, Leiter Beschaffung Betriebs- und Werkstoffe der Deutschen Bahn, betonte in diesem Zusammenhang den Wohlfühlfaktor, den ein Bahnhof oder Zug den Reisenden bieten müsse. Die Deutsche Bahn achte deshalb sorgfältig darauf, die Sauberkeit von Zügen, Bussen und Bahnhöfen stetig zu optimieren. Schwier betonte, dass man den Mobility Cleaning Circle dafür nutzen wolle, nach neuen innovativen Partnern zu suchen. Er verwies auf die neuen Möglichkeiten, die die Digitalisierung und Automatisierung von Reinigungsprozessen bereits heute biete. Das, was man heute nicht habe, könne man auch morgen nicht haben, wenn man nicht klar nach konkreten Lösungen suche. Dies wolle die Bahn gemeinsam mit den Reinigungsunternehmen in einem intensiven Dialog tun und dafür den Mobility Cleaning Circle nutzen.

Eine effiziente Nutzung der Digitalisierung forderte Anton Sørensen von dem dänischen Marktführer Nilfisk. Er zeigte das Potenzial von Daten auf, die es ermöglichen könnten, Reinigungsprozesse besser zu planen beziehungsweise diese in Zukunft nach Bedarfszyklen vorauszusagen. Außerdem betonte er den gestiegen Anspruch der Kunden nach nachhaltiger Sauberkeit.

Dies bestätigte auch István Schwartz. Der stellvertretende CEO von MÁV-Start betonte den hohen Stellenwert für die Sauberkeit des öffentlichen Nahverkehrs für den ungarischen Staat: „In Ungarn gelten strenge Anforderungen an die Reinheit von Personenkraftwagen. Um dies zu erreichen, bemüht sich unser Unternehmen kontinuierlich. Daher ist es wichtig, dass wir unsere Erfahrungen mit Eisenbahnunternehmen in den umliegenden Ländern austauschen.“

Wie nutzbringend der Dialog im Rahmen des Mobility Cleaning Circles ist, brachte beispielsweise Su Tai Lee vom koreanischen Airport Incheon zum Ausdruckt: „Unseren Flughafen frequentieren Millionen Passagiere Jahr für Jahr. Denen wollen wir als Flughafengesellschaft den besten Komfort bieten. Für diesen Komfort brauchen wir einen hohen Reinigungsstandard. Der Mobility Cleaning Circle zeigt spannende neue Lösungen. Wir sind besonders an ökologisch nachhaltigen Reinigungsmitteln interessiert, die die Gesundheit der Passagiere nicht belasten.“

Nach einem Networking-Lunch konnten sich die Vertreter der Mobilitätsbranche auf der CMS Berlin 2019 von den Innovationen der Reinigungsindustrie überzeugen. Gabriela Redmann von der Hamburger Hochbahn verwies auf diese Notwendigkeit: „Um unsere U-Bahnen und Busse in einem ständig ansprechenden Erscheinungsbild zu präsentieren, ist es notwendig, schon bei der Planung von neuen Fahrzeugen nicht nur moderne Technik und Innenausstattung optimal zu konstruieren, sondern diese auch über die gesamte Lebensdauer hinweg unter wirtschaftlichen Aspekten instand zu halten und zu reinigen. Dem Zusammenspiel von Planung, Ingenieurbau, Instandhaltung und Reinigung kommt aus unserer Sicht eine große Bedeutung zu.” (red/Messe Berlin)

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