DAHUA: MIT THERMALKAMERAS GEGEN AUSBREITUNG VON EPIDEMIEN

in Forschung & Entwicklung von

Das chinesische IoT-Unternehmen Dahua Technologies bietet Wuhan-erprobte Technologie an, die im Sofortverfahren die Temperaturen großer Menschengruppen scannt und so zur Prävention und Bekämpfung von Epidemien beiträgt.

Von Hermann Schmidtendorf, Chefredakteur bahn manager

Ähnlich einem Flughafen-Metalldetektor scannen Kameras mit angeschlossener Auswertungseinheit eintretende Personen. Das System soll verhindern, dass fiebrige Erkrankte in einen Büro-, Wohn- oder Werkskomplex gelangen und vielleicht dort weitere Personen anstecken. Die Temperatur von 5.000 Menschen zu messen, dauert mit einem Stirnthermometer etwa 4,2 Stunden. Mit Dahuas thermischer Lösung, die drei Personen pro Sekunde misst, dauert es nur 30 Minuten. Sie bietet zudem eine hohe Genauigkeit mit einer Abweichung von lediglich minus/plus 0,3 °C.

Am 24. Januar erreichte die erste Lieferung an Wärmekameras die am stärksten durch den neuen Corona-Virus in Mitleidenschaft gezogene Gegend um Wuhan. Danach wurde Dahuas thermische Lösung an Tausenden von Standorten in China eingesetzt, vor allem in Transportknotenpunkten, Handelskomplexen und Banken. Auch in Hongkong und anderen asiatischen Ländern sind die Kameras im Einsatz. Große Unternehmen wie die Paul Y. Engineering Group Limited setzen an ihrem Hauptsitz auf Dahuas thermische Lösung, heißt es bei dem Hersteller. Dadurch sei eine sichere und reibungslose Wiederaufnahme der Arbeit ermöglicht worden, die Sicherheit am Arbeitsplatz wurde verbessert.

Hauke Kerl, Pre-Sales Support Technical Engineer bei der Dahua Technology GmhH in Düsseldorf, ist überzeugt: Dieses System kann maßgeblich helfen, damit bei einer Lockerung der Ausgangsregeln Wirtschaft und gesellschaftliches Leben wieder anlaufen können, ohne ein erneutes hohes Ansteigen der Corona-Ansteckungskurven zu bewirken. Das sei auch beispielsweise auf Bahnhöfen und Flughäfen hilfreich, bei Küchen und
Kindergärten.

„Direkt zu Beginn des Corona-Ausbruchs wurden unsere Ressourcen priorisiert zu diesen Lösungen hin allokiert“, berichtet Kerl dem bahn manager. „Dadurch konnte nahezu sofort der „lokale“ Markt abgedeckt werden, jetzt kommt der globale. Als Unternehmen haben wir bereits mit SARS und MERS entsprechende Erfahrungen gemacht und können in solchen Fällen nun schnell umschalten. Übrigens, die Produkte sind vom TÜV-Rheinland gemäß der IoT-Sicherheitsrichtlinie zertifiziert!“

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