DB: British Steel erhält den Zuschlag

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Dank einer siebenstelligen Investition in seine Produktionsanlagen konnte sich das Unternehmen British Steel nun einen großen Auftrag der Deutschen Bahn sichern. Laut Vertrag wird das Unternehmen jährlich rund 20.000 Tonnen Schienen mit einer Länge von 120m nach Deutschland liefern. Auftraggeber ist die Deutsche Bahn, Europas größter Abnehmer von Eisenbahnschienen.

Das Unternehmen ist nur deshalb in der Lage, einen so großen Auftrag zu fertigen, da zuvor eine Million Pfund in die Walzstraßen im Werk von Scunthorpe investiert wurde. Hier können nun auch Schienen in der geforderten Überlänge gefertigt werden.

Durch das neue Abkommen mit der Deutschen Bahn und die neuen Produktionsmöglichkeiten wird das Unternehmen British Steel europaweit noch wettbewerbsfähiger.
Peter Smith, Geschäftsführer bei British Steel und zuständig für die Eisenbahnsparte, erklärt: „Die Tatsache, dass wir eine große Eisenbahngesellschaft wie die Deutsche Bahn mit einem völlig neuen Produkt beliefern können, belegt, welche große Rolle Innovationen in unserem Unternehmen spielen. Dies gilt sowohl für unsere Produkte, als auch für unsere Dienstleistungen.“

„Durch die Erweiterung unserer Produktpalette können wir ganz neue Märkte erschließen. Die Zusammenarbeit mit unseren Kunden verbessert sich und unser Unternehmen wird zu einem wichtigen Partner in der Wertschöpfungskette.“

„Zwar haben wir auch in der Vergangenheit bereits mit der Deutschen Bahn zusammengearbeitet. Doch ist dies der erste Auftrag, der direkt an British Steel vergeben wurde. Wir hoffen, dass wir damit den Grundstein für langfristige und nachhaltige Geschäftsbeziehungen zwischen den beiden Unternehmen gelegt haben.“

Vor der Investition war die längste Schiene, die bei British Steel gefertigt werden konnte, 108 Meter lang. In Großbritannien ist dies ein Standardmaß. Auf dem europäischen Festland kommen hingegen meist Schienen mit einer Länge von 60 oder 120 m zum Einsatz.

Einige europäische Kunden beziehen 60m lange Schienen und verschweißen anschließend je zwei Schienenprofile dieser Länge zu einer 120m-Schiene. Die meisten Kunden bestellen jedoch gleich Schienen mit einer Walzlänge von 120m, da sich so die Zahl der Schweißnähte reduzieren lässt.

Peter führt weiter aus: „Unsere Produkte sind sehr langlebig. Dadurch sinken die Gleiswartungs- und -Erneuerungskosten. Und davon profitieren letztlich unsere Kunden.“
„Die Deutsche Bahn ist der mit Abstand größte Abnehmer von Schienen in Europa. Daher ist es für uns von großer strategischer Bedeutung, uns in diesem wichtigen Markt zu positionieren. Wir hoffen auf eine lange und gute Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn.“

„Durch die Investition zählen wir zu den wichtigsten Langprodukteherstellern und fördern so den Export von langen Schienen auf das europäische Festland.“
Von den Walzwerken in Scunthorpe und Hayange beliefert British Steel weltweit Kunden mit Schienen. Im norditalienischen Lecco hat das Unternehmen zudem ein Logistikzentrum für Eisenbahnschienen aufgebaut.

Der erste Vertrag hat eine Laufzeit von 21 Monaten. Die neuen 120 Meter langen Schienen sollen durch den Eurotunnel auf das europäische Festland gelangen. Nach wie vor können in beiden Werken des Unternehmens jedoch auch noch kürzere Schienen, wie z. B. die 60m-Schienen gefertigt werden. Die ersten 120m-Schienen sollen im März geliefert werden. Peter betont: „Unsere Konstruktions- und Entwicklungsabteilungen haben wirklich ganze Arbeit geleistet. Wir haben unsere Fertigungsstraßen so ausgebaut, dass wir unsere Produkte nun immer genau an die Streckenverhältnisse, die Trassentypen, die Umgebungsbedingungen sowie zahlreiche andere Faktoren anpassen können.“

„So ist sichergestellt, dass jede von uns gelieferte Schiene über ihre gesamte Lebensdauer hinweg optimale Leistung erbringt und unsere Kunden sowie deren Kunden bestmögliche Beratung und Unterstützung erhalten.“ (red/Pressebox)

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