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DB über S21-Architekt: Ingenhoven „weiß nicht, wovon er redet“

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Es wird nicht leiser um den geplanten Stuttgarter Tiefbahnhof: Nun sorgt Stuttgart-21-Architekt Christoph Ingenhoven mit einem Interview für Wirbel, in dem er die bereits entstandenen Kosten für das Projekt auf zehn Milliarden Euro beziffert.

Die Deutsche Bahn weist – erwartungsgemäß – die Behauptungen entschieden zurück. Die Schärfe, mit der die DB dies tut, ist dann doch einigermaßen ungewöhnlich: „Herr Ingenhoven verfügt nicht ansatzweise über die notwendigen Informationen, um eine seriöse Kostenermittlung vornehmen zu können. Er weiß nicht, wovon er redet“, erklärte ein Bahnsprecher.

Wörtlich hatte Ingenhoven in dem Spiegel-Online-Interview erklärt: „Zehn Milliarden Euro sind es doch längst, wenn Sie alle Bahnstrecken hinzunehmen.“ Und eine endgültige Prognose sei schwer, immer noch: „Sie können keine Garantie übernehmen, das hätten Sie auch nicht bei den Kosten für die Wiedervereinigung gekonnt.“ Zudem habe der Düsseldorfer Architekt mit Blick auf die  Kosten gesagt: S 21 sei „der Gag bei ­jeder Party“. Stuttgart sei „so unattraktiv, dafür sorgt seit Jahrzehnten die Politik“.

Erst vor wenigen wurde bekannt, dass die Kosten für Deutschlands umstrittendstes Bauprojekt mit 7,6 Milliarden Euro eine Milliarde Euro mehr kosten als ursprünglich geplant. (red/SpOn)

Bild: Rüdiger Grube im Jahr 2010, der damalige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG bei einer Demonstration für Stuttgart 21 in Stuttgart

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