Dieselgipfel: Neuer Mobilitätsfonds – auch für Schienenprojekte

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Die radikale Verkehrswende beim Dieselgipfel in Berlin blieb aus. Immerhin wird die Automobilindustrie dazu verpflichtet, stärker als bisher in nachhaltige Mobilität zu investieren. Das kommt auch der Bahn zu Gute.

Von Lasse Hinrichs, Redaktion bahn manager Magazin

Bei aller Enttäuschung und Kritik am Dieselgipfel gestern (2. August) im Bundesinnenministerium in Berlin, ist dies eine der wenigen positiven Nachrichten: Die Bundesregierung und Automobilindustrie setzen einen mit insgesamt 500 Millionen Euro dotierten „Fonds: Nachhaltige Mobilität für die Stadt“ auf, der Kommunen zu Gute kommen soll. Das Ziel: für jede der 28 von der EU-Kommission benannten, von besonders hohen Stickoxid-Belastungen betroffenen Regionen einen individuellen Masterplan („green-city-Plan“) entwickeln und umzusetzen. Einzelne Förderprogramme sollen dabei wichtige Impulse zur Reduzierung von Schadstoffemissionen setzen.

Digital-Tickets und Hybdrid-Antriebe

Von dieser Förderung  soll auch der Schienensektor profitieren: „Gemeinsam mit den Öffentlichen Verkehrsanbietern und den Ländern arbeitet die Bundesregierung unter anderem am Roll-Out für das deutschlandweit einheitliche Digital-Ticket“, heißt es in der Bund-Länder-Erklärung. Die Bundesregierung werde „in das eTicketing und die digitale Vernetzung im ÖPV gezielt weiter investieren“. Zudem werde „die bestehende Förderung von im Vergleich zu reinen Dieselantrieben deutlich emissionsärmeren Hybrid-Zügen beziehungsweise Zügen mit Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“ ausweitet. (red/BMVI)

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