Rheintalstrecke wieder freigegeben

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In der Nacht auf Montag ist der erste Güterzug über die nun wieder offene Rheintalstrecke bei Rastatt gefahren. Sein Ziel: Der Rangierbahnhof in Basel.

Für die Wirtschaft war die Sperrung der Rheintalstrecke zwischen Rastatt und Baden-Baden eine große Herausforderung: Die Logistik musste umgestellt werden. Der Güterverkehr musste entweder auf der Schiene weite Umwege fahren oder gleich ganz auf den Rhein oder die Straße verlagert werden. Experten gehen allerdings davon aus, dass sich der Güterzugverkehr erst allmählich normalisieren wird. Für die Wirtschaft war die Sperrung der Rheintalstrecke zwischen Rastatt und Baden-Baden eine große Herausforderung: Die Logistik musste umgestellt werden. Der Güterverkehr musste entweder auf der Schiene weite Umwege fahren oder gleich ganz auf den Rhein oder die Straße verlagert werden. Experten gehen allerdings davon aus, dass sich der Güterzugverkehr erst allmählich normalisieren wird.

Bei der Firma Contargo, die Güter auf der Schiene, dem Rhein und der Straße transportiert, wollen Marc Hunziker und seine Kollegen vom Standort in Basel noch eine Woche warten, bis sie ihre Züge wieder auf der Rheintalstrecke fahren lassen: “Weil wir uns auch bewusst sind, dass die Reaktivierung solcher Netze auch mit Problemen behaftet sein kann. Wir wollten für unsere Kunden kein Risiko eingehen und haben gesagt, diese Woche stehen wir jetzt auch noch durch.”

Contargo hat die Sperrung bei Rastatt hart getroffen, sagt auch Marc Hunziker. Glücklicherweise spielte in den vergangenen Wochen der Rheinpegel mit: “Wir hatten immer genügend Wasser und haben damit das Volumen einigermaßen halten können. Wir sind uns aber bewusst, dass diese Streckensperrung massive Kosten verursacht hat. Darunter werden wir noch leiden in den nächsten Wochen und Monaten, das heißt, wir müssen beweisen, dass die Züge auch wieder pünktlich sind und dass wir da ein gutes alternatives Produkt haben.”

Für diesen Mittwoch sind bei der Deutschen Bahn bereits wieder 175 Güterzüge auf der Rheintalstrecke angemeldet, 200 waren es täglich vor der Sperrung. Während einer seiner Schweizer Kollegen kaum an spürbar höhere Verbraucherpreise wegen der Sperrung glaubt, sieht das Stefan Leijdekkers in Weil am Rhein anders: “Das hat natürlich alles seinen Preis und das werden wir spüren. Das glaube ich schon.” (red/SWR)

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