EUROPÄISCHE KONFERENZ ZUR NEUEN SEIDENSTRAßE IN VENLO. RUSSLAND STELLT DIGITALES ZOLLSIEGEL VOR

in Bahnmarkt Europa von

International tätige Güterbahn-Unternehmen, Lieferanten und Spediteure sollten unbedingt am 26./27.11.2019 in die niederländische Stadt Venlo fahren: zum “European Silk Road Summit”.

Hermann Schmidtendorf, Chefredakteur bahn manager

Die in englischer Sprache abgehaltene Konferenz wird durch die ProMedia Group veranstaltet. In sonst nie zu findender Komplexität und thematischer Breite werden die Teilnehmer den aktuellen Stand und die Entwicklungsperspektiven des Handels EU-China entlang der verschiedenen Wege der “Neuen Seidenstraße” erfahren. Informationen und Registrierungsmöglichkeit gibt der LINK: https://events.railfreight.com/new-silk-road-conference/programme/.

Die zweitägige Veranstaltung wird Blöcke zu folgenden Themen bieten: Silk Road becomes mainstream, Route development, Middle corridor for Europe, Connecting the ports, E-commerce, Transit through Russia und Subsidies and investments. Die Organisatoren des Gipfels gehen davon aus, dass an der Konferenz rund 250 Logistikspezialisten teilnehmen werden, darunter Transportfachleute aus China, die der Veranstaltung zusätzlichen Wert verleihen werden. “Sie werden Logistikdienstleister, Betreiber, Verlader und Spediteure aus den Niederlanden und anderen beteiligten Ländern treffen”, erklärt Majorie van Leijen, Chefredakteurin der Online-Plattform RailFreight.com. “Sie lernen die neuesten Entwicklungen kennen, kennen die Routen und Zusammenhänge und wissen, wie Sie die aktuellen Geschäftsmöglichkeiten nutzen können.” Die Vorträge umfassen Themen wie Routen, Volumen und Kapazität, europäische und chinesische Drehkreuze, chinesische Investitionen und Ambitionen, neue Verbindungen Westeuropa, der mittlere Korridor, Hindernisse und Herausforderungen, temperaturgesteuerter Transport, Logistiklösungen.

Venlo ist ein wichtiger Logistikknotenpunkt, der mit dem neuen Bahnterminal in der Region wachsen wird. Von Venlo fahren erstmals Züge aus den Niederlanden über Aserbaidschan. Teil der Konferenz ist ein Besuch des Nunner-Lagers und des Kontrollturms Caroz. bahn manager ist einziger deutschsprachiger Medienpartner und wird ausführlich berichten.

Ein voller Erfolg wurde bereits das Webinar von RailFreight.com zu neuen russischen Zollregelungen, welche den Bahntransport zwischen Europa und China deutlich verbessern werden. Derzeit gehen etwa 20 Prozent der nach Europa geschickten Container leer nach China zurück, hieß es auf dem Webinar. Jetzt könnten diese Container mit bisher durch Russland mit Bann belegten EU-Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Produkten gefüllt werden. Für den Transit erlaubt hat Russland ab sofort frisches und gefrorenes Schweine- und Rindfleisch, Geflügelfleisch und Nebenerzeugnisse, Schmalz und Fett von anderen Fleischsorten, lebende Fische und Schalentiere, Milch und Milchprodukte, Gemüse, Hackfrüchte und Knollen, Obst und Nüsse, Würste, Salz sowie “andere Lebensmittel”. Zur Sicherheit sollten Lieferanten und Spediteure die zum Transit vorgesehenen Waren zuvor entsprechend der russischen Nomenklatur der Warengruppen überprüfen, hieß es auf dem Webinar. Unklarheiten herrschen noch über die Frage, wer die notwendigen “Elektronischen Zollsiegel” mit GLONASS-Tracking-Technologie, dem russischen Gegenstück von GPS, produzieren und vertreiben darf.

Der stellvertretende russische Ministerpräsident Maxim Akimov erklärte bei einer Präsentation des Zollsiegels, die entsprechende Gesetzgebung werde bis Ende Juli 2019 abgeschlossen sein. Derzeit ist Entwickler und Lieferant der elektronischen Überwachungs-Siegel eine Tochtergesellschaft des staatlichen multifunktionalen Technologiekonzerns Rostec, RT Invest. „Siegel für den Warentransit durch Russland können eine unbegrenzte Anzahl von Unternehmen liefern, sie müssen aber bestimmte Anforderungen erfüllen“, erklärte dazu ein Assistent Akimovs der Nachrichtenagentur Interfax.

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