Flixtrain verheißt “Mobilität für alle”

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Unter dem Label “Flixtrain” startet das Fernbus-Unternehmen Flixbus am 23. März den ersten Fernzug auf der Strecke Hamburg-Osnabrück-Essen-Düsseldorf-Köln. Die Züge werden grüne Farbgebung entsprechend den Bussen tragen, ab April werden auch die Züge der Relation Stuttgart – Frankfurt – Hannover – Berlin dieses Farbbild übernehmen.

von Hermann Schmidtendorf, Redaktion Berlin

Die beiden Nord-Süd-Verbindungen bewegen sich in den Fahrplänen, welche bislang durch die Privatunternehmen HKX sowie Locomore ausgefüllt wurden. Nachdem diese derzeit einzigen neben der Deutschen Bahn agierenden privaten Fernzuganbieter in finanzielle Turbulenzen gerieten, will Flixbus durch Integrierung in sein modernes Marketing- und Vertriebskonzept die Zugangebote mit seinem Busverkehr koordinieren und so intermodale Synergien schaffen.

Dabei treten als Betreiber des Zugbetriebs die EVUs Leo Express (Prag/Berlin) sowie Bahn Touristik Express GmbH (Nürnberg) auf. BTE hatte sich bislang als Anbieter von Bahnsonderfahrten und seit 2017 durch den Auto-Reisezug Hamburg-Lörrach einen Namen gemacht.

Getreu der Corporate Identity der Flixbusse verspricht das Unternehmen eine deutliche Anhebung des Komforts an Bord der Züge. Kostenloser Zugang zum WLAN soll ohne zeitliche Begrenzung gewährt werden, laut Webseite www.flixtrain.de “so schnell wie möglich in unserer gewohnten LTE-Geschwindigkeit”. Wo nicht vorhanden, werden in den Reisezugwagen in den kommenden Monaten Steckdosen nachgerüstet. Zunächst können bei den Zugbegleitern mobile Powerbanks ausgeliehen werden. Tickets werden auf allen Strecken ab 9,99 Euro kosten, wobei das Unternehmen eine “hohe Verfügbarkeit an Spartickets” verspricht. FlixMobility-Geschäftsführer André Schwämmlein legt noch einen drauf: Die neuen Bahnverbindungen seien “genauso schnell wie mit dem ICE“.

Damit die gewünschte Vernetzung von Zug- und Busangeboten optimal möglich ist, hält beispielsweise der Zug statt am Hannoveraner Hauptbahnhof in Hannover Messe – Laatzen. Dort entstand eine zusätzliche Bushaltestelle. In der Hannoveraner Innenstadt war ein direktes Wechseln zwischen Bus und Zug nicht möglich, da der Zentrale Omnibusbahnhof zu weit vom Hauptbahnhof entfernt liegt, erfuhr bahn manager von Flixbus-Repräsentanten auf der Tourismusmesse ITB in Berlin.  (hfs)

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