Großer Erfolg für Branche: Deutsche Güterwagenhalter zu 99% auf leisen Sohlen unterwegs

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Für den Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 sind bereits 99 Prozent der deutschen Güterwagen auf leise Sohlen umgerüstet. Diese Umrüstungen konnten trotz der Corona-Pandemie stattfinden. Das hat das Bonner Datenunternehmen RailWatch durch Messungen an den deutschen Schienengüterverkehrskorridoren herausgefunden.

„Ein toller Erfolg für deutsche Güterwagenhalter“, freut sich Michael Breuer, geschäftsführender Gesellschafter von RailWatch. Die deutschen Güterwagenhalter sind auf der Zielgerade und haben einen großen Aufwand betrieben, um die Verkehrsverlagerung auf die Schiene für die Bevölkerung annehmbar zu machen. „Probleme machen leider die ausländischen Güterwagenhalter. Ein Großteil der Wagen, die in Deutschland fahren, sind noch nicht umgerüstet“, so Breuer weiter.

Die vom Unternehmen RailWatch selbst entwickelten Messstationen sammeln Zustandsdaten an Güterwagen und Lokomotiven. Feinste Sensoren und Kameras scannen die Güterzüge bei voller Fahrt. Die Ergebnisse werden in einem Internetportal aufbereitet – seit November 2020 auch mit dem neuen Feature: die wagengenaue Erkennung der Bremssohlentypen KK/L- und Grauguss. In Echtzeit erkennen die Kunden den Zustand ihrer Flotte. Zu den Kunden gehören Eisenbahnverkehrsunternehmen, Güterwagenhalter und Industriebetriebe.

Zwei Millionen Messungen an elf eigenen Messstationen hat das Unternehmen in diesem Jahr bereits durchgeführt. Dabei wurden 200.000 verschiedene Güterwagen und damit ¼ des Gesamtgüterwagenbestands in ganz Europa erfasst. Das liegt mitunter daran, weil die Erkennungsrate der Güterwagennummern (sog. UIC-Nummernerkennung) bei RailWatch sehr hoch ist:

„Wir liegen bei 99% aller vorbeifahrenden Güterwagen. Das ist ein Spitzenwert in der Branche“,

so Breuer. Noch vor Ende 2020 plant das Unternehmen den weiteren Ausbau an der Grenze mit Bad Schandau und Emmerich. Die Grenzorte Aachen, Passau, Rosenheim sowie neuerdings Kaldenkirchen sind bereits abgedeckt. Und es geht noch weiter. Der Roll-out Plan für das Jahr 2021 steht: 20 neue Messstationen werden europaweit eröffnet.

Breuer: „Mit unserer digitalen Lösung unterstützen wir nicht nur die Sicherheit im Schienengüterverkehr, sondern fördern auch durch eine vorausschauende Instandhaltung die Effizienzsteigerung von Güterwagen und stärken somit das ökologische Ziel einer Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene!“ (red/RailWatch)

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