Klimawandel: So passt die DB ihr Vegetationskonzept an

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Das Sturmtief Xavier sorgte im Oktober für Chaos im Eisenbahnverkehr – als Reaktion auf die zunehmenden Extremwetterereignisse stellt die Deutsche Bahn AG nun ihr Vegetationskonzept auf den Prüfstand und optimiert es. Das geht aus der Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen im Bundestag hervor.

Laut Bundesregierung hat es in den 2015, 2016 und 2017 insgesamt 830 „meldepflichtige gefährlichen Ereignissen im Eisenbahnverkehr durch Zugkollisionen mit Aufprall auf Gehölz, bei denen es zu Personenschäden oder Schäden mit Eisenbahnfahrzeugen kam“. Gefragt nach Optimierungsbedarf im Bereich der Vegetationspflege schreibt die Bundesregierung, es werde ein verkehrsträgerübergreifendes Forschungsvorhaben zu Sturmgefahren durchgeführt, das federführend vom Eisenbahn-Bundesamt (EBA) betreut werde.

Programm „Hot Spots Vegetation“ 
Die DB Netz AG habe in dem Programm „Hot Spots Vegetation“ bereits Streckenabschnitte identifiziert, in denen sich Störungen durch Vegetation wie etwa Baumstürze häufen. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse von Klimaprognosen sollen zudem mögliche Veränderungen in Folge des Klimawandels regional differenziert und Maßnahmen zum Vegetationsmanagement gezielter gesteuert sowie Bedarfe besser abgeschätzt werden. Als Ergebnis werde die Erstellung einer Gefahrenhinweiskarte für Deutschland für das Thema sturmbedingter Schäden angestrebt „Ab 2018 wird das Vegetationskonzept der DB AG an die Herausforderungen, die aus den Extremwetterereignissen resultieren, angepasst“, schreibt die Bundesregierung. (red/Hib)

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