Konzernbetriebsrat der DB AG begrüßt „Zukunftsbündnis Schiene“

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Der Konzernbetriebsrat der Deutschen Bahn AG (KBR DB AG) hat das von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in der vergangenen Woche gestartete „Zukunftsbündnis Schiene“ begrüßt. Gleichzeitig fordert das höchste Mitarbeitergremium der DB AG, dass die Belange der Bahn im Vordergrund stehen müssen.

„Das Zukunftsbündnis ist eine große Chance für die Bahn, die Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag endlich umzusetzen. Allerdings gelingt das nur, wenn wirklich alle mit gemeinsamer Stimme für die Schiene sprechen und die eigenen Interessen in den Hintergrund stellen“, sagt der Vorsitzende des Konzernbetriebsrats der DB AG, Jens Schwarz.

Eine erhebliche Schieflage gebe es beispielsweise bei den Forschungsmitteln. Im Zeitraum zwischen 2007 und 2017 erhielten Deutschlands Automobilkonzerne fast 1 Milliarde Euro von unterschiedlichen Bundesministerien für die Entwicklung und Forschung. Schienenfahrzeughersteller und Zulieferbetriebe der Bahn erhielten im selben Zeitraum 16,4 Mio. Euro. „Dieses Missverhältnis muss ausgeglichener gestaltet werden. Wir müssen unter anderem viel mehr erforschen, wie sich der Markt für die Deutsche Bahn verändert, um frühzeitig Trends erkennen und entsprechend reagieren zu können“, erklärt Jens Schwarz. Das gesetzte Ziel der Bundesregierung – eine Verdopplung der Fahrgastzahlen bis 2030 – würde nach heutigem Stand über 2,5 Milliarden Reisende zusätzlich im Jahr bedeuten. Wie dieses Ziel, der Umstieg auf das Verkehrsmittel Schiene, realistisch umzusetzen ist, muss jetzt erforscht werden.

Das Ziel des Zukunftsbündnisses Schiene darf es außerdem nicht sein, die Industrie einseitig zu stärken und zu unterstützen. Der Erhalt und Ausbau der Infrastruktur bleibt, aus Sicht des KBR DB AG, der Dreh- und Angelpunkt. Ob die Einführung eines Deutschlandtakts, Innovationsförderung oder die Halbierung der Trassenpreise, das gemeinsame Interesse müsse es sein, den Verkehrsträger Schiene zu unterstützen und deutlich mehr Güterverkehr von der Straße auf die Gleise zu bringen. „Das hat vor allem mit Investitionen in die Infrastruktur zu tun. Die dafür notwendigen Mittel müssen zügig im Haushaltsplan eingestellt, bewilligt und freigegeben werden“, fordert der Vorsitzende des Konzernbetriebsrats, Jens Schwarz. (red/KBR DB)

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