Mehr als ein Viertel aller Güterzug-Kilometer jetzt „leise“

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Der Anteil von als „leise“ abgerechneten Trassenkilometern von Güterzügen ist 2017 um 4,1 Prozentpunkte gestiegen. Als „leise“ im Sinne des lärmabhängigen Trassenpreissystems (LaTPS) gelten Güterzüge, bei denen mehr als 90 Prozent der Achsen mit Flüsterbremsen ausgestattet sind.

Während der Anteil 2016 noch 23,4 Prozent betrug, waren es 2017 27,5 Prozent, teilte das BMVUI auf Anfrage des Verkehrsbriefs mit. Auffällig ist, das die Entwicklung über die Jahre nicht linear verläuft: Von 2013 bis 2015 betrug die jährliche Steigerung jeweils 4,3 Prozentpunkte (auf dann 16,3 Prozent), aber von 2015 auf 2016 7,1 Prozentpunkte.

In Fachkreisen wird zwar eingeräumt, dass der Zuwachs im Vergleich zu den Vorjahren gering anmutet. Die Entwicklung im vergangenen Jahr sei aber dennoch zufriedenstellend. Der Anteil leiser Züge entwickele sich weiter „dynamisch“, vor allem angesichts der Tatsache, dass derzeit praktisch nur Ganzzüge aus leisen Wagen zusammengestellt werden können.

Ein weiterer Anreiz für das Bilden von Zügen aus überwiegend leisen Wagen kommt zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018: Dann steigt der Trassenpreisvorteil für „leise“ Züge von 4 Prozent auf 5,5 Prozent. (red/roe)

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