Nach Rastatt: Allianz pro Schiene fordert Elektrifizierungsprogramm

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Die Allianz pro Schiene fordert nach dem Rastatt-Desaster ein Konzept, um mit Alternativrouten zu verhindern, dass Güter in großem Stil auf die Straße abwandern. Die Politik müsse mit einem Sofort-Elektrifizierungsprogramm dafür sorgen, dass Oberleitungs-Lücken schnell geschlossen werden.

„Die Strecke der Rheintalbahn bei Rastatt ist eine der Lebensadern des Güterverkehrs in ganz Europa. Dass die Sperrung bis in den Oktober hinein dauern soll, ist nahezu unvorstellbar“, sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege am Montag in Berlin. Bereits jetzt gebe es – mangels ausreichender Alternativstrecken – eine massenhafte Verlagerung von Gütern auf die Straße. Die Folgen für die Wirtschaft seien verheerend, ganz zu schweigen von den Folgen für Umweltbilanz und Verkehrssicherheit.

„Nun rächt es sich, dass der Bund über Jahrzehnte beim Ausbau seines Schienennetzes geknausert hat“, sagte Flege und verwies darauf, dass mögliche Umleitungen zur gesperrten Strecke nicht elektrifiziert sind. „Beim Straßennetz wäre der Fall Rastatt ein Ding der Unmöglichkeit: Strecken ohne Umleitungen gibt es auf der Straße nicht. Beim Schienennetz ist in Deutschland alles auf Kante genäht.“ (red/Allianz pro Schiene; Grafik: Allianz pro Schiene)

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