Neue Bahnanbindung Usedoms muss in den Deutschland-Takt eingebunden werden

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Claudia Müller (MdB) und Matthias Gastel (MdB) besuchen heute die Usedomer Bäderbahn (UBB), um sich über die Entwicklung und Chancen des Schienenverkehrs auf der Insel Usedom zu informieren. Dabei geht es auch um die Perspektive, welche die Reaktivierung der Strecke Ducherow – Usedom – Świnoujście eröffnet.

Dazu erklärt der Sprecher für Bahnpolitik der Grünen-Bundestagsfraktion Matthias Gastel:

„Es ist kein Naturgesetz, dass Usedom alljährlich zur Sommersaison in Blechlawinen zu ersticken droht. Schon heute leistet die UBB einen wichtigen Beitrag für zukunftsfähige und klimafreundliche Mobilität. Jetzt muss es darum gehen, die Anbindung Usedoms an den schnellen Regionalverkehr und Fernverkehr durchgreifend zu verbessern. An erster Stelle steht dabei die Reaktivierung der Strecke über die Karniner Brücke nach Świnoujście. Das ist nicht allein eine Aufgabe des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Für die Finanzierung der Streckenreaktivierung ist vor allem der Bund gefordert. Die Anbindung der Tourismusregion Usedom muss der Bund zudem bei der Planung des Deutschland-Takts berücksichtigen, denn schließlich geht es hier auch um grenzüberschreitenden Fernverkehr. Wir erwarten, dass die Bundesregierung den Ball aufnimmt, den das Land Mecklenburg-Vorpommern mit dem finanziellen Engagement für die Vorplanung angestoßen hat.“

Claudia Müller, Mittelstandsbeauftragte und Sprecherin für maritime Wirtschaft verweist als Bundestagsabgeordnete aus Mecklenburg-Vorpommern auf die besondere Bedeutung gerade für die Tourismusbranche:

„Die von der Landesregierung im Haushaltsentwurf vorgesehenen Mittel für die Vorplanung des Bahnprojekts auf Usedom sind einer ein erster wichtiger Schritt. Für die Tourismuswirtschaft auf der Ferieninsel ist die gute Erreichbarkeit auf der Schiene ein zentraler Faktor, um neue Gästegruppen anzusprechen. Denn nachhaltiger Tourismus beginnt mit der Anreise – die Bahn ist dabei natürlich erste Wahl. Die Verkehrsprobleme auf der Insel Usedom sind nicht mit den verkehrspolitischen Konzepten der Vergangenheit zu lösen. Mehr Straßenbau verlagert nur die Probleme in andere Bereiche der Region. Wir brauchen stattdessen Investitionen in attraktive Alternativen wie die Wiederbelebung der östlichen Bahnanbindung Usedoms. Die auf der reaktivierten Strecke erzielbare Reisezeit von etwa zwei Stunden für die Strecke Berlin – Usedom wird mehr Menschen in die Züge locken und die Straßen entlasten. Für einen zukunftsfähigen Tourismus auf Usedom brauchen wir die Bahnanbindung über die Karniner Brücke.“ (red/Matthias Gastel)

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