Mofair: EuGH kritisiert Rechnungsführung des DB-Konzerns

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Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in einem Urteil deutlich gemacht, dass die vorgegebene Trennung von Rechnungen zwischen den Infrastruktur- und den Verkehrssparten innerhalb der DB-Konzerns deutlich transparenter werden muss.

„Wenn es schon keine vollständige gesellschaftsrechtliche Trennung von Netz und Betrieb gibt, muss wenigstens strikt jeder Anschein von Quersubventionierung ausgeschlossen werden. Das erfordert ein hohes Maß an Transparenz, was offensichtlich heute nicht gegeben ist“, so mofair-Präsident Stephan Krenz zur richterlichen Entscheidung.

Hat die DB Finanzmittel zweckentfremdet?

Die EU-Kommission hat laut dem Branchenverband mehrere Punkte moniert, die aus dem einem Geflecht aus Gewinnabführungsverträgen zwischen den Gesellschaften des DB-Konzerns resultieren – so werde vermutet, dass Gewinne aus Trasseneinnahmen zur Subventionierung von Verkehrsleistungen zweckentfremdet werden. Auch sei gerügt worden, dass öffentliche Mittel, zweckgebunden für den Aufbau und Erhalt der Infrastruktur, ebenfalls zur Finanzierung von Verkehrsleistung verwendet werden.

Entscheidend aber sei, so mofair weiter, dass das Gericht der grundlegenden Rüge stattgegeben habe, dass die Rechnungsführung nicht für ausreichende Transparenz sorg. (red/mofair)

 

Siemens: 500. elektrische Vectron-Lok geht an ELL

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European Locomotive Leasing (ELL) hat bei Siemens acht weitere Vectron-Lokomotiven bestellt – mit dieser Bestellung hat Siemens den 500. elektrischen Vectron verkauft. Insgesamt ist die Vectron-Lok bei 31 Kunden in 14 Ländern im Einsatz.

Der Anbieter von Komplettlösungen für das Leasing von Lokomotiven ELL ist damit derzeit der größte Vectron-Kunde. Die Mehrsystem-Loks haben eine Leistung von maximal 6,4 MW und sind für eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h ausgelegt. ELL vermietet die Lokomotiven an die tschechischen Bahnen České Dráhy für den Einsatz im Personenverkehr auf der Strecke Prag – Berlin. Insgesamt wurden nun 507 Fahrzeuge der Elektrolok bestellt.

 31 Vectron-Kunden in 14 Ländern

„Das Jubiläum steht für die Erfolgsgeschichte und den zuverlässigen Einsatz unserer Vectron-Lokomotiven in ganz Europa. Mit unserer flexiblen Plattform und passgenauen Ausstattungspaketen haben wir bereits 31 Kunden in 14 Ländern überzeugt”, sagt Jochen Eickholt, Chef des Bahngeschäfts von Siemens.

Mit ETCS oder nationalen Lösungen

Die Lokomotiven von Siemens werden sowohl im Güter- als auch im Personenverkehr eingesetzt. Der erste Vectron wurde im Jahr 2012 ausgeliefert. Die Lokomotiven können neben den gewünschten nationalen Zugsicherungssystemen auch mit dem neuesten europäischen Zugsicherungssystem (ETCS) ausgestattet werden. Die Produktion erfolgt bei Siemens in München. (red/Siemens

Grube zum neuen HHL-Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt

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Rüdiger Grube hat gestern offiziell seine neue Tätigkeit bei der HHLA aufgenommen: Der Aufsichtsrat der Hamburger Hafen und Logistik AG hat den Ex-DB-Chef zum neuen Vorsitzenden ernannt – auch für die Aktionäre gab es gute Nachrichten.

Auf seiner konstituierenden Sitzung am 21. Juni hat der Aufsichtsrat der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) Rüdiger Grube zum neuen Vorsitzenden des Gremiums gewählt. Grube folgt damit auf  Peer Witten, der altersbedingt aus dem Aufsichtsrat ausschied. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wählte das Gremium Berthold Bose, Leiter ver.di-Landesbezirk Hamburg.

Von 2009 bis zu seinem durchaus überraschenden Rücktritt im Januar 2017 war Grube Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG.

HHLA schüttet erneut Dividende aus

Die Hauptversammlung der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat heute beschlossen, eine Dividende in Höhe von 59 Cent je börsennotierter A-Aktie zu zahlen. Damit schüttet die HHLA für 2016 erneut wie schon für 2015 41,3 Millionen Euro an die Aktionäre des Teilkonzerns Hafenlogistik aus.

„Die HHLA steht auf einem soliden Fundament und hat sich eine stabile Nachfrage gesichert, die uns für das laufende Geschäftsjahr 2017 Planungssicherheit verschafft“, sagte HHLA- Chefin Angela Titzrath. „Um die Zukunftsfähigkeit der HHLA dauerhaft zu stärken, ist es jetzt das Ziel, strategische Handlungsoptionen für das Geschäft von morgen zu erarbeiten. Dazu gehört auch unser Anspruch, Motor des digitalen Wandels im Hamburger Hafen zu sein.“ (red/HHLA)

ÖPV: BMVI fördert neue digitale Plattform „Mobility inside“

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Die öffentlichen Verkehrsunternehmen und der VDV haben mit „Mobility inside“ eine gemeinsame Plattform geschaffen, die bundesweit unterschiedliche Tarife, Tickets und Fahrplaninfos im ÖPV vernetzt ­– das BMVI fördert das Projekt mit 880.000 Euro.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) unterstützt die digitale Mobilitätsplattform. Bundesminister Alexander Dobrindt (CSU) hat heute drei Förderbescheide mit einem Volumen von insgesamt 880.000 Euro übergeben, teilt das Ministerium mit.

„Bringen die digitale Vernetzung voran“

Verkehrsminister Dobrindt erklärte: „Die Digitalisierung bietet für den Öffentlichen Personenverkehr enorme Chancen, Angebot, Attraktivität und Auslastung weiter zu steigern. Dazu zählen deutschlandweit nutzbare Mobilitätsplattformen, die überregional und länderübergreifend Fahrgastinformationen verknüpfen und die Buchung von eTickets ermöglichen. Mit unserem Förderprogramm bringen wir die digitale Vernetzung im Öffentlichen Personenverkehr voran und vereinfachen Mobilität in Deutschland.“

Plattform bündelt viele hundert Angebote

„Der Zugang zu Bus und Bahn, die in Deutschland von vielen hundert Unternehmen und Verbünde betrieben werden, soll durch diese Plattform signifikant vereinfacht werden. Das ist nicht nur Wille der europäischen und deutschen Gesetzgeber, sondern auch gut für die Fahrgäste und damit für die Branche“, so VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff. (red/VDV/BMVI)

TX Logistik verstärkt Vorstand und Geschäftsbereich IT

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Die TX Logistik AG (TXL) will weiterwachsen und stellt dazu auch personell die Weichen. Albert Bastius (49, im Bild) soll spätestens ab November dieses Jahres als Verantwortlicher für den Bereich Operations (COO) den Vorstand um Mirko Pahl (CEO), Berit Börke (CSO) und Pietro Mancuso (CFO) verstärken. Bereits zum 1. August wird Dominik Fürste (33) als Leiter IT und Business Process Engineering zum Eisenbahnlogistikunternehmen wechseln und dort als Chief Information Officer (CIO) tätig sein.

25 Jahre Erfahrung im Bahnsektor

Albert Bastius, der derzeit die weltweite Lok-Sparte bei Bombardier verantwortet, war zuvor mehr als 25 Jahre in verschiedenen Aufgaben innerhalb des Sektors tätig: darunter bei der DB und Vossloh. „Wir freuen uns, dass wir Albert Bastius für uns gewinnen konnten“, sagt Mirko Pahl, CEO TXL. „Denn in seiner beruflichen Laufbahn hat er eine anerkannte Expertise in den Bereichen des operativen Bahnbetriebs, des Asset-Managements und der Instandhaltung erworben.“

Masterplan für die Digitalisierung

Dominik Fürste kommt von DB Cargo, wo er seit 2011 das Großprojekt KAPA-Xrail leitet. Der Diplom-Kaufmann setzte damit nicht nur umfassende Prozess- und IT-Veränderungen in der Produktion und an der Schnittstelle zum Kunden um, er gestaltete auch den Masterplan zur Weiterentwicklung der IT-Landschaft mit.

„Im Zuge der Digitalisierung spielt der CIO künftig eine tragende Rolle“, betont Pahl. „Mit seiner Expertise in klassischen und agilen Prozess- und IT-Transformationen ist Dominik Fürste für diese neu geschaffene Position die Idealbesetzung.“ (red/TXL)

Goodbye Hellö: ÖBB verkauft Busangebot an Flixbus

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Die ÖBB haben den Verkauf des Fernbus-Startup Hellö an Flixbus beschlossen. Hintergrund: Trotz des erfolgreichen Starts der Fernbusmarke im Juli 2016 und des positiven Kundenfeedbacks sei davon auszugehen, dass die von den ÖBB angestrebten Ticketpreise in diesem Marktumfeld in absehbarer Zeit nicht durchsetzbar sind, teilt das Unternehmen heute mit.

Arbeitsplätze der Hellö-Mitarbeiter gesichert

Der Vertrag zwischen ÖBB und FlixBus soll mit 1.Juni in Kraft treten, die gesamte Transaktion bis August abgeschlossen sein. Über den Kaufpreis wurde gegenseitiges Stillschweigen vereinbart. Die Arbeitsplätze der Lenker und Lenkerinnen von Hellö sind gesichert, sie werden weiterhin bei ÖBB-Postbus tätig sein.

„Mit diesem Zusammenschluss werden unsere Kunden ab Sommer von einem noch größeren Fernbus Angebot profitieren“, so Valerie Hackl, Vorstandsdirektorin der ÖBB Personenverkehr AG. Durch die Zusammenführung von Hellö und Flixbus steht den ÖBB-Kunden künftig der Zugang zu Europas größtem Fernbusnetz mit rund 1000 Zielen in 22 Ländern offen.

Vertriebskooperation startet Anfang Juni

Anfang Juni 2017 startet die gemeinsame Vertriebskooperation von Hellö und Flixbus. Hellö-Tickets sind ab diesem Zeitpunkt auch über Flixbus buchbar. „Damit bieten wir unseren Kunden auch in Zukunft einen direkten Zugang zu Fernbus-Angeboten und setzen die strategische Ausrichtung als Gesamtmobilitätsanbieter konsequent fort“, so Hackl abschließend. (red/ÖBB)

On:Track: Bombardier weitet Kooperation mit Start-ups aus

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Bombardier Transportation (BT) hat heute die Ausweitung seiner Zusammenarbeit mit Start-ups bekanntgegeben. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werden neue Wege zu innovativen Mobilitäts- und Verbindungslösungen entwickelt. Im Zuge der neuen On:Track-Digitalisierungsinitiative des Unternehmens fasst BT eine Reihe von Projekte für mehr neue digitale Geschäftsmodelle zusammen.

Effizienz und Wachstum ermöglichen

Verner Baird, Chief Information Officer bei Bombardier Transportation, sagte: „Die Digitalisierung ist seit Jahren ein wichtiger Bestandteil der DNA von Bombardier, sie ist etwas, das wir mit Leidenschaft verfolgen. Von eher datengestützten Geschäftsmodellen und Industrie 4.0 bis hin zu vernetzter Mobilität und mobilen Anwendungen bietet die Schienenverkehrsbranche jungen Start-up-Unternehmern ein unglaublich großes Potenzial zur Schaffung von Lösungen, die wie niemals zuvor Effizienz steigern, Wachstum ermöglichen und den Kunden Mehrwert bieten.”

Nächste Förderrunde startet im September

Seit Frühjahr ist Bombardier enge Partnerschaften mit Start-ups in den Bereichen Sicherheitslösungen für Industrienetzwerke, technische Überwachung von Schieneninfrastruktur, Big-Data-Analyse oder Mobilitätsanwendungen für offene Plattformen eingegangen. Die nächste Förderrunde soll im September dieses Jahres beginnen. Dabei legt Bombardier den Fokus auf Lösungen für die Industrie 4.0, um die Entwicklung, Herstellung und Wartung von Zügen effizienter, schneller und nachhaltiger zu machen. (red/BT)

GDL-Vorsitz: Weselsky mit 95 Prozent wiedergewählt

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Claus Weselsky heißt der alte und neue Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Er wurde jüngst in Ludwigshafen von 95 Prozent der rund 200 Delegierten in der Generalversammlung unter dem Motto „Mit Tradition in die Zukunft – 150 Jahre GDL“ wiedergewählt. Seine Stellvertreter Norbert Quitter und Lutz Schreiber wurden ebenfalls mit großer Mehrheit in ihrem Amt bestätigt.

Solidarität seit 150 Jahren

Weselsky blickt zurück auf die Geschichte der GDL. „Seit 150 Jahren stehen wir solidarisch zusammen. Von der Gründung der Hilfskasse zur Verbesserung der mangelhaften Altersversorgung der Lokomotivführer, über die Wiedergründung nach dem Verbot durch den Nationalsozialismus, dem Zusammenschluss nach der deutsch-deutschen Wiedervereinigung bis hin zum Flächentarifvertrag für das Zugpersonal in Deutschland gilt: einer für alle, alle für einen!“

Nicht auf Erfolgen ausruhen

„Wir werden uns aber nicht auf den Erfolgen ausruhen, sondern setzen unsere Ziele gewissenhaft um“, so der 58-Jährige. Zum ersten muss die GDL dafür sorgen, dass die Entgelt- und Arbeitsbedingungen des Flächentarifvertrags auch gelebt werden. Zum zweiten müssen diese Standards, die in diesem Jahr bei der Deutschen Bahn eingeführt wurden, auf den gesamten Eisenbahnverkehrsmarkt übertragen werden. Neben dem Entgeltsystem für das Zugpersonalist dies insbesondere eine stabilere Planbarkeit der Schichten. (red/GDL)

Transport Logistic 2017: SBB Cargo zeigt „Güterwagen der Zukunft“

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Hinschauen lohnt sich: Auf der transport logistic in München stellt SBB Cargo die ersten vier umgebauten „Güterwagen der Zukunft“. Die Wagen sind leiser, leichter und laufstärker als zuvor. Nun startet die vierjährige Testphase.  Der 5l-Zug genannte Güterwagen wurde mit dem Technischen Innovationskreis Schienengüterverkehr (TIS), dem Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU) und etlichen Industriepartnern entwickelt – das 5L Kürzel steht für leise, leicht, laufstark, logistikfähig und life-cycle-kostenorientiert.

Deutschland-Premiere in München

Der Güterzug, zur transport logistic erstmals in Deutschland zu sehen, besteht aus insgesamt 16 Containertragwagen. Sie sind mit einer Vielzahl von innovativen Komponenten – wie zum Beispiel radial einstellbaren Radsätzen an den Drehgestellen, Scheibenbremsen, automatischer Kupplung, Telematik, Schalldämpfmaßnahmen und Sensorik – ausgestattet. Das Ziel: Weniger Lärm, Verschleiß und Energieverbrauch.

 Zugleich ist der Güterwagen ein Mosaikstein in der Automatisierungsstrategie von SBB Cargo, die auf der Messe vorgestellt wird. Dazu zählt unter anderem der Einsatz von unterschiedlichen Sensoren für die Transportüberwachung am Wagen oder am Gleis wie auch die Ausrüstung von rund 5000 Wagen mit RFID-Chips bis Ende 2017. (red/SBB Cargo)

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