„Rastatt-Desaster“: Soll Thema im Bundestag werden

in Politik & Recht von

Nach der Vollsperrung in Rastatt mehren sich die kritischen Stimmen in der Branche – hier die Positionen des Netzwerks Europäischer Eisenbahnen (NEE), der Bundestagsfraktion der Linken und des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV).

Angesichts der andauernden Sperrung der Rheintalstrecke bei Rastatt fordert der VDV eine unbürokratische finanzielle Hilfe des Bundes für die betroffenen Eisenbahnunternehmen. „Der Streckenabschnitt ist ein neuralgischer Punkt für das gesamte europäische Eisenbahnnetz. Eine wochenlange Sperrung hat katastrophale Folgen insbesondere für die umfangreich betroffenen Güterbahnen“, sagte VDV-Geschäftsführer Martin Henke.

Hat die DB unsachgemäß gearbeitet?

Sabine Leidig, die verkehrspolitische Sprecherin der Linken erklärte zum „Rastatt-Desaster“: „Offensichtlich hat die Deutsche Bahn AG mit extremem Risiko und unsachgemäß die Tunnelarbeiten vorangetrieben. Dabei hatte sie im Vorfeld dieser Arbeiten betont, dass an dieser Stelle ein ´absolut sicheres´, und zugleich ´neuartiges Tunnelbauverfahren ´– das einer Vereisung des Bodens – zur Anwendung kommt.“

 „Während die Zeit verrinnt und jeden Tag größere betriebs- und volkswirtschaftliche Schäden aufgetürmt werden, tappen die Betroffenen im Dunkeln“, erklärte NEE-Chef Ludolf Kerkeling, Das NEE fordert den Verkehrsausschuss des Bundestages dazu auf, sich in einer Sondersitzung Anfang September mit den Ursachen und Folgen des Unfalls zu befassen. Kerkeling: „Hoffentlich rollt der Verkehr dann wieder“ (red/VDV/Die Linke/NEE)

Keolis: Mehr Komfort für Gäste im Teutoburger Wald-Netz

in Personenverkehr von

Mit der Übernahme des Teutoburger Wald-Netzes (TWN) am 10. Dezember wird Keolis auf der Linie RB 61 zwischen Bielefeld und Hengelo neue Mehrsystem-Elektrotriebzüge vom Typ Flirt einsetzen. Der erste von acht Zügen wurde jüngst in Empfang genommen.

„Wir bieten unseren Fahrgästen und auch unseren Mitarbeitern mit den neuen Fahrzeugen modernste technische Ausstattung und Komfort“, erklärte Thomas Görtzen, Geschäftsführer von Keolis. Finanziert wird das Rollmaterial aus dem Hause Stadler von Alpha Trains. Stadler-Geschäftsführer Ulf Braker sagte zur Zusammenarbeit mit Keolis und dem Leasinggeber:

„Wir freuen uns, der Keolis Flirt-Fahrzeuge der neuesten Generation übergeben zu dürfen.“

Eine hohe Laufruhe sowie eine hohe Energieeffizienz zeichneten – neben der neuesten Sicherheitstechnik – diesen Fahrzeugtyp aus.

Mit ETCS Level 2 und ATB ausgestattet

Die fünfteiligen Züge können bis zu 585 Passagiere befördern, 266 davon auf Sitzplätzen. Im Bereich der ersten Klasse wurde das Platzangebot von 16 auf 24 Sitze erhöht. Zudem ist Platz für 24 Fahrräder pro Zug. Die Flirt verfügen über Multifunktionsabteile in allen Einstiegsbereichen, breite Einstiege und Spaltüberbrückungen. Der Komfort wird durch ein mehrsprachiges Fahrgastinformationssystem, LED-Leuchten im Innenraum und Steckdosen an allen Sitzen ergänzt.

Zum Einsatz kommen die Fahrzeuge im grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Bielefeld und Hengelo (Niederlande). Für Fahrten auf den niederländischen Strecken sind die Flirt zusätzlich mit ETCS Level 2 sowie ATB ausgestattet. (red/Keolis)

310 km/h: Hyperloop One meldet Geschwindigkeitsrekord

in Forschung & Entwicklung von

Manchmal gehen auch spektakulärste News sang und klanglos unter. Jetzt hat es Hyperloop One erwischt! Nach dem erfolgreichen ersten Testlauf hat das Unternehmen – von der Medienöffentlichkeit nahezu unbemerkt – nun einen Temporekord aufgestellt.

Lasse Hinrichs, Redaktion bahn manager Magazin

Wie Hyperloop One Anfang August mitteilte, wurde der Rekord im Testzentrum in Nevada bereits am 29. Juli aufgestellt als der Hyperloop One XP-1 – die erste Generation des Pod-Systems – bei erfolgreich die so genannte „Phase 2“ absolvierte.

Historische Geschwindigkeit erreicht

„Das ist der Beginn einer neuen Ära im Transportwesen“, sagte Shervin Pishevar, Mitgründer von Hyperloop One. „Mit einer Geschwindigkeit von 310 Kilometer pro Stunde haben wir eine historische Marke erreicht.“ Rob Lloyd, CEO von Hyperloop One erklärte: „Wir haben bewiesen, dass unsere Technologie funktioniert und nun sind wir bereit, um Gespräche mit Partner Kunden und Regierungen auf der ganzen Welt zu führen, um über die Kommerzialisierung unserer Hyperloop-Technologie zu führen.“

Beim Hyperloop-Konzept handelt es sich um ein elektrisch angetriebenes Hochgeschwindigkeitstransportsystem, das Passagiere und Güter mit extrem hohen Geschwindigkeiten in fast luftleeren und daher reibungsarmen Röhren befördern will. Die Idee stammt von dem Physiker und Tesla-Erfinder Elon Musk.

Einen Film zum Hyperloop One gibt es hier: youtu.be/jjv7bB9hy0k

Schaltbau

in Märkte & Player von

Der Schaltbau Konzern verzeichnete im ersten Halbjahr mit einem Auftragseingang in Höhe von 124,9 Millionen Euro ein Minus von 7,5 Prozent, auch der Umsatz sank spürbar (um 3,7 Prozent). Die Gründe: eine abgeschwächte Auftragslage bei Industriebremsen und Bahnübergängen sowie auf einigen Auslandsmärkten. Insgesamt habe man das erste Halbjahr damit „moderat unterhalb der Erwartungen abgeschlossen“, teilt der Konzern mit. (red/Schaltbau)

Projekt „Alpha-E“: Lies bringt Akteure wieder an einen Tisch

in Politik & Recht von

Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies hat jetzt mit Vertretern von Kommunen, der Deutschen Bahn und des Projektbeirats Alpha die weitere Umsetzung des Bahnausbaus zwischen Rotenburg (Wümme) und Verden (Aller) erörtert.

Anlass dieses Gesprächs war ein vor den Sommerferien entstandener Konflikt im Rahmen des Runden Tisches der Deutschen Bahn, der zum Abbruch der Mitwirkung der sieben Anrainerkommunen geführt hatte. Die Kommunen hatten die Deutsche Bahn kritisiert und gefordert, die Ergebnisse des vom Land Niedersachsen in 2015 erfolgreich durchgeführten Dialogforums Schiene Nord bei der weiteren Planung einzubeziehen.

Erfolg des Dialogforums nicht gefährden

„Wir haben in einer sehr konstruktiven Gesprächsrunde die bestehenden Probleme ausgiebig erörtert und das weitere Verfahren besprochen. Die gute Botschaft ist: Alle beteiligten Akteure werden dieses überaus wichtige Projekt einschließlich der Forderungen der Region weiterhin gemeinsam begleiten und voranbringen“, erklärte Minister Lies. „Dazu wird es im Oktober einen weiteren Runden Tisch zum Ausbau der Bahnstrecke zwischen Rotenburg und Verden geben. Dann wird auch ein entsprechender Fahrplan über die weiteren Schritte vorgestellt und beraten “

Der Erfolg des Dialogforums Schiene Nord dürfe laut Lies nicht gefährdet werden. „An den Zusagen von Bahn und Bund zum Abschluss des Dialogforums hat sich nichts geändert.“ (red/ MW)

Locomore: Leo Express und Flixbus retten insolventes Privat-EVU

in Märkte & Player von

Die Züge des DB-Konkurrenten können ab dem 24. August wieder zwischen Berlin und Stuttgart rollen. Das insolvente Fernverkehrs-Start-up wird von dem tschechischen Verkehrsunternehmen Leo Express und dem deutschen Fernbusbetreiber Flixbus unterstützt.

Von Hermann Schmidtendorf, Redaktion Berlin/Europa

Locomore-Gründer Derek Ladewig hat Grund, im Gespräch mit dem bahn manager Magazin entspannt zu sein: „Ich freue mich, dass mit dieser Lösung die Locomore-Züge schon bald wieder fahren werden.“ Zwischen dem 14. Dezember 2016 und dem 12. Mai 2017 hatten die unter dem Motto „More Rail“ firmierenden acht orangefarbenen Reisezugwagen etwa 70.000 Fahrgäste befördert. Die Insolvenz entstand, weil das durch Crowdfunding eingesammelte Kapital zur Neige ging und nicht rechtzeitig die Gewinnzone erreicht wurde. Allianz pro Schiene-Vorstand Karl-Peter Naumann zeigte sich erfreut darüber über die „zweite Chance“ für diese Züge: „Auch auf der Schiene gilt der Grundsatz, dass Konkurrenz das Geschäft belebt. Die Fahrgäste werden von neuen Anbietern und frischen Ideen im Fernverkehr profitieren.”

Gründung der Blitz B17-550 GmbH in Berlin

Für die Kooperation mit Locomore bildete der tschechische private Betreiber von Zug- und Busverkehren Leo Express aus der Vorratsgesellschaft Blitz B17-550 GmbH in Berlin die Leo Express GmbH. Sie wird bald an die bisherige Firmenadresse von Locomore umziehen. Im Wege des Asset Deal übernahm Leo Express einzelne Bestandteile von Locomore, ohne eine Übernahme durchzuführen. Die bisherige Locomore GmbH besteht somit getrennt fort. Für den Zugverkehr verfügt Leo Express über die Marke Locomore, die auch zunächst weiter an den Zügen firmieren wird. Locomore-Gründer Derek Ladewig wird keine Geschäftsführerfunktion mehr ausüben, sich aber weiterhin mit der Geschäftsentwicklung befassen. Das neue Geschäftsmodell der Locomore-Züge, so Ladewig zum Bahnmanager-Magazin, lautet kurz gefasst: „Leo Express ist der Betreiber, Flixbus macht den Vertrieb.“

Die bisherigen Themen-Abteile – Treffmöglichkeiten für Freunde spezieller Themen wie Englisch, Literatur, Sport – werden wohl nicht fortgeführt. Die Reisezugwagen werden derzeit im zum italienischen Staatsbahn-Konzern FS gehörenden Werk Netinera Neustrelitz aufgefrischt.

Flixbus freut sich einfach „meeega“

In jugendlicher Sprachel stellte heute der Busbetreiber Flixbus auf seine Webseite: „Wir freuen uns meeega über den Zuwachs auf der Schiene und legen noch einen drauf!” 9.999 Aktionstickets für 9,90 Euro sollen die Lust der Busreisenden am Bahnerlebnis befeuern. Eine DB-Fahrkarte für den ICE mit mehrfachem Umsteigen kostet derzeit im Sparpreis zumeist 115,90 Euro. Bei Flixbus wird es die Fahrkarte Göttingen-Kassel bereits ab drei Euro geben.

Flixbus-Geschäftsführer André Schwämmlein gegenüber dem bahn manager Magazin: „Die Entwicklung des Locomore-Zugverkehrs Berlin-Stuttgart war beeindruckend. Es gibt hier einen deutlichen Bedarf an günstigen Reise-Alternativen. Deshalb wollen wir dem Locomore-Produkt über unsere internationale Plattform und Integration in unser Fernbusnetz die entsprechende Zahl und Kunden verschaffen. Eine tolle Ergänzung zu unserem bestehenden Angebot – so schnell wie mit einem Zug können wir mit einem Fernbus nicht sein.“ Auch Leo-Express-CEO Peter Köhler sieht sinnvolle Synergien:

„Gemeinsam mit Flixbus wollen wir zwei nachhaltige, ökologische Verkehrsmittel multimodal verbinden.“

Zur Bündelung der Bahnaktivitäten – bislang sind in Österreich Busverkehre mit der privaten Westbahn und in Deutschland mit dem Kölner Nahverkehr KVB verknüpft – gründete Flixbus die Flixtrain GmbH. Geschäftszweck ist laut Handelsregister unter anderem „Planung, Konzessionsbeantragung, Vermarktung, Vertrieb und Betrieb beziehungsweise Organisation des Betriebs von Eisenbahnverkehrsdiensten im Güter-oder/und Personenverkehr”. Geschäftsführer ist auch bei Flixtrain André Schwämmlein, der gegenüber Bahnmanager Magazin erklärt: “Jetzt wollen wir gemeinsam mit LEO Express das Projekt Locomore zum dauerhaften Erfolg führen. Wenn es gut läuft und wir eine Perspektive sehen, kann es sein, dass wir den Schienenverkehr ausbauen.“ Dann ist auch ein Namenswechsel für die Locomore-Züge nicht ausgeschlossen.

Am 24. August um 14:19 geht es los

Die Zugleistung der Locomore-Züge wird nach Informationen des bahn manager Magazins wie bisher von Hector Rail erbracht. Diese setzte bislang Elektrolokomotiven vom Typ Siemens ES64U2 (Taurus) ein. Seit dem 8. August sucht Leo Express per Online-Anzeige im Portal Bahnberufe.de „Zugführer m/w im Fernverkehr“ für Berlin und Heidelberg, weil in diesen Städten die Dienstschichten beginnen oder enden. Gefahren wird über Hannover und Frankfurt.

Der erste Zug soll am 24. August um 14:19 ab Berlin-Lichtenberg starten und mit minimaler Veränderung gegenüber den bisherigen Locomore-Fahrplänen um 21:20 Stuttgart Hbf erreichen. Der Zug soll fünfmal in der Woche in beiden Richtungen verkehren. (hfs)

K+S verzeichnet Umsatz- und Ergebnissteigerung im 2. Quartal

in Märkte & Player von

Die K+S Gruppe verbucht im zweiten Quartal eine Steigerung beim Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies lag maßgeblich an einer deutlich verbesserten Gewinnentwicklung im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte.

„Wir bleiben für den weiteren Jahresverlauf zuversichtlich und bestätigen unsere Prognose, dass das Ergebnis spürbar steigen wird. Dennoch bleibt 2017 ein Übergangsjahr“, sagt Dr. Burkhard Lohr, Vorstandsvorsitzender von K+S.

29 Millionen Euro – EBIT verdoppelt

Stillstandstage am Werk Werra können für das zweite Halbjahr nicht vollständig ausgeschlossen werden. Mit der Inbetriebnahme der neuen KKF-Anlage Anfang des nächsten Jahres wird das Salzwasseraufkommen weiter deutlich reduziert. „Auch der erfolgreiche Start der Produktion in unserem neuen Kaliwerk Bethune in Kanada lässt uns optimistisch in die Zukunft blicken“, so Lohr weiter. Ab Ende 2017 soll die angestrebte jährliche Kapazität von zwei Millionen Tonnen erreicht werden.

Der Umsatz der K+S Gruppe stieg im zweiten Quartal um 1,4 Prozent auf 742 Millionen Euro leicht an. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, EBITDA, erhöhte sich im zweiten Quartal auf 102 Millionen Euro und das operative Ergebnis EBIT I verdoppelte sich nahezu auf 29 Millionen Euro. (red/K+S)

Gleisdelle bei Rastatt: 12 Millionen Euro Umsatzausfall pro Woche

in Industrie & Infrastruktur von

Die DB AG stellt Zugverkehr auf der Rheintalbahn wegen einer technischen Störung bis August ein. Das NEE fordert: Der Güterverkehr auf der Nord-Süd-Achse muss schnell wieder laufen – denn die Gleisdelle verursache 12 Millionen Euro Umsatzausfall pro Woche.

Nach einer Sichtung der Lage sei davon auszugehen, dass die aufgrund abgesenkert Gleise vorgenommene Sperrung der Strecke zwischen Rastatt und Baden-Baden sich mindestens über ein bis zwei Wochen erstrecken wird, teilt die DB mit.

Dramatische Auswirkungen auf SPV und SGV

Das nun „alle Signale auf Halt“ für mitteleuropäischen Nord-Süd-Schienengüterverkehr stünden, sei der traurige Höhepunkt eines Missmanagements von Politik und DB, teilen die NEE mit. Und: „Eine einzige kollabierte Bahntunnel-Baustelle bei Rastatt hat die wichtigste Schlagader des transeuropäischen Schie­nengüterverkehrs unterbrochen und bremst die Industrie nördlich und südlich der Alpen aus. Das behindert nicht nur viele Tausende Bahnreisende, die 20 Kilometer per Bus reisen müssen. Dramatisch sind auch die Auswirkungen auf den Güterverkehr.“

Normalerweise sind auf der Strecke täglich rund 200 Güterzüge unterwegs. DAS Netzwerk Europäischer Eisenbahnen schätzt, dass die Umsatzausfälle alleine für die Güterbahnen bei zwölf Millionen Euro pro Woche liegen. Dabei sind weder die Schäden bei den Versendern/Empfängern der Güter noch bei der Infrastruktur berücksichtigt. (red/DB/NEE)

HHLA mit mehr Umsatz und starkem Ergebnis

in Märkte & Player von

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) verzeichnete im ersten Halbjahr 2017 in den wesentlichen Kennziffern starke Zuwächse gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Konzernumsätze stiegen um knapp neun Prozent auf 622,8 Millionen Euro.

Während das Betriebsergebnis (EBIT) des Konzerns um etwa 48 Prozent auf 98,8 Millionen Euro zulegte, stieg das EBIT des Teilkonzerns Hafenlogistik um gut 54 Prozent auf 90,6 Millionen Euro. Verantwortlich dafür sind im Wesentlichen eine mengenbedingte Ergebnisverbesserung im Segment Container sowie die erfolgreich abgeschlossene Restrukturierung im Segment Logistik, die im Vorjahreszeitraum noch zu Einmalaufwendungen führte. An den HHLA-Containerterminals wurden 3,6 Millionen Standardcontainer (TEU) umgeschlagen, etwa 12 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auch die Intermodaltöchter steigerten ihre Mengen um etwa sieben Prozent auf mehr als 744.000 TEU.

HHLAKonjunkturentwicklung weiterhin positiv

Angela Titzrath, die Vorstandsvorsitzende der HHLA, sagt zum positiven Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr „Nach der Neuordnung der Reederallianzen hat die HHLA ihre starke Position in umkämpften Marktumfeldern behauptet. Wir profitieren dabei nicht nur von der anhaltend positiven Konjunkturentwicklung in der Welt und in Deutschland, sondern ebenso von unserer eigenen Leistungsfähigkeit. Durch gezielte Investitionen in unsere Anlagen hat sich die HHLA für diesen Aufschwung rechtzeitig aufgestellt. Wir können unseren Kunden daher ein Angebot an Leistungen unterbreiten, das in Qualität und Zuverlässigkeit überzeugt, und so mit ihnen Wachstum im Hamburger Hafen generieren.“ (red/HHLA)

Feldversuch: Siemens baut ersten eHighway für Lkw in Deutschland

in Industrie & Infrastruktur von

Erstmals Infrastruktur für elektrische Lkw auf einer deutschen Autobahn: Siemens wurde vom Land Hessen mit dem Bau einer Oberleitungsanlage für elektrifizierten Straßengüterverkehr auf einer zehn Kilometer langen Strecke beauftragt.

Über die Oberleitung wird der elektrische Antrieb eines Hybrid-Lkw mit Strom versorgt. Siemens hatte die Innovation “eHighway” 2012 erstmals vorgestellt. Das System soll auf der Bundesautobahn A5 zwischen den Anschlussstellen Zeppelinheim/Cargo City Süd des Frankfurter Flughafens und Darmstadt/Weiterstadt gebaut werden.

Planung, Bau – optional Instandhaltung

Mit diesem Feldversuch wird der eHighway erstmals auf einer öffentlichen Straße in Deutschland erprobt. Siemens übernimmt die Planung, den Bau und optional die Instandhaltung der Anlage. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen des von Hessen Mobil geleiteten Verbundprojekts “Elektrifizierter, innovativer Schwerlastverkehr auf Autobahnen” (ELISA), das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert wird. Hessen Mobil ist zuständig für Planung, Bau, Betrieb und das Management des hessischen Verkehrswegenetzes.

“Mit der Errichtung der Anlage soll der praktische Nachweis der Integrationsfähigkeit von Oberleitungssystemen im Straßenraum erbracht werden. Die Anlage soll in reale Transportketten eingebunden und die Machbarkeit der klimaneutralen Güterlieferung im urbanen Raum Frankfurt nachgewiesen werden”, sagt Gerd Riegelhuth, Abteilungsleiter Verkehr bei Hessen Mobil. (red/Siemens)

nach oben gehen