Knorr-Bremse: Veränderung im Vorstand

in Personal & Management von

Ralph Heuwing war von Mai 2007 bis Mai 2017 Finanzvorstand (CFO) des Technologieunternehmens Dürr AG und verantwortete die kaufmännischen Bereiche des Konzerns, außerdem die Informations-technologie und das Global Sourcing sowie zwei der fünf Unternehmensbereiche von Dürr. 

Für seine Leistungen dort erhielt er 2016 die Auszeichnung „CFO des Jahres“. Hans-Georg Härter, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Knorr-Bremse AG: „Wir freuen uns sehr, mit Ralph Heuwing einen so erfahrenen, erfolgreichen und versierten CFO für Knorr-Bremse gewonnen zu haben. Wir setzen auf sein straffes Finanzmanagement und seinen strategischen Weitblick, um gemeinsam den dezidierten Wachstumskurs von Knorr-Bremse weiter voranzutreiben.“ Ralph Heuwing startete nach einem Maschinenbaustudium an der RWTH Aachen und am MIT in Cambridge (USA) sowie einem MBA-Studium am INSEAD in Frankreich seine Karriere bei der Boston Consulting Group (BCG) als Berater in den Büros in München und Frankfurt. Im Jahr 1996 wechselte er nach Indien, um dort das Beratungsgeschäft aufzu-bauen, bevor er 2001 als Geschäftsführer und Partner nach Deutschland zurückkehrte. Schwerpunkte seiner langjährigen Tätigkeit bei BCG für internationale Unternehmen der Industriegüter- und Finanzdienstleisterbranche waren Strategieentwicklung, Organisation, Performancesteigerung und Unternehmensfinanzierung. Ralph Heuwing wird am 1. November in die Knorr-Bremse AG eintreten und am 1. Januar 2018 das Ressort von Dr. Lorenz Zwingmann übernehmen.

 Dr. Zwingmann wird die Übergabe des Ressorts an seinen Nachfolger vorbereiten und begleiten, bevor er aus dem Unternehmen ausscheidet. Zum 1. Januar 2018 wechselt er in den Vorstand der Marquard & Bahls AG. Er wird dort nach einer Übergangsphase das Finanzressort von dem scheidenden CFO Claus-Georg Nette übernehmen. Zwingmann gehört dem Vorstand der Knorr-Bremse AG seit Ende 2008 an, von 2011 bis Mitte 2013 war er zusätzlich Sprecher des Vorstands. „Der Aufsichtsrat dankt Dr. Lorenz Zwingmann für sein außerordentliches Engagement für die Knorr-Bremse AG. Seit seinem Eintritt 2008 hat er einen entscheidenden Beitrag zur erfolgreichen Wachstumsstrategie des Unternehmens geleistet. Zwingmann hat effiziente Prozesse eingeführt, die Systeme im Finanzwesen, Risikomanagement und in der IT laufend optimiert und zukunftssicher aufgestellt.

Antritt zum 1. November 2017. (red/Knorr-Bremse)

Kombinierter Verkehr: H.Essers ordert 210 Kögel-Auflieger

in Industrie & Infrastruktur von

Der Logistikanbieter H.Essers mit Hauptsitz im belgischen Genk hat jüngst 210 neue Kögel Cargo Rail mit RoRo-Ausstattung bestellt. Die neuen, nach DIN RN 12642 Code XL zertifizierten Auflieger in Rail-Ausführung sollen die Ökobilanz stärken.

Koegel_Essers

 Mit 950.000 Quafdratmeter Lagerfläche, einer Flotte von 1460 Lkw und 3050 Trailern ist H.Essers einer der größten Logistikdienstleister in Europa. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 5400 Mitarbeiter an 67 Standorten in 15 Ländern West- und Osteuropas. H.Essers hat sich für den Transport und die Logistik von Chemikalien, pharmazeutischen Erzeugnissen, Produkten des Gesundheitswesens und für andere hochwertige Waren spezialisiert.

 Zudem bietet H.Essers Transporte per Bahn und Schiff, um die CO2-Bilanz so gering wie möglich zu halten. Dazu tragen künftig auch die neuen Kögel Auflieger bei.

 Auflieger bis Züge bis 140 km/h zugelassen

Die 210 für den multimodalen Verkehr bestimmten Auflieger verfügen über einen verstärkten Fahrgestellrahmen. Dank der im Rahmen integrierten Greiferkanten, einem Greiferzangen-Planenschutz und der speziellen Achsen in Rail-Ausführung sind die Cargo Rail Auflieger bahnverladbar. Dabei sind die neuen Trailer für die flexible Verladung auf die gängigsten Bahn-Taschenwagen c, d, e, f, g und h ausgelegt.

 Die Auflieger sind nach DIN EN 12642 Code XL zertifiziert und damit für den Transport auf Schnellgüterzügen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 140 km/h zugelassen. (red Kögel Trailer)

 

Alles auf grün: DB investiert in vernetzte Ampelsteuerung

in Märkte & Player von

Nie mehr an roten Ampeln warten: Die Deutsche Bahn Digital Ventures, die den Start-up-Fonds des DB-Konzerns verwaltet, beteiligt sich an Connected Signals Inc. Die DB erhofft sich davon einen Entwicklungsschub für die vernetzte Verkehrssteuerung in Smart Cities.

 Das US-Start-up aus Oregon beobachtet und analysiert die Rot- und Grünphasen von Ampeln und ist dank der intelligenten Verarbeitung dieser Informationen in der Lage, Verkehre optimal zu steuern.

Shuttles sollen die Bahn in der Stadt ergänzen

„Das Unternehmen nutzt Echtzeit-Verkehrsdaten und Künstliche Intelligenz, um Fahrzeuge und städtische Infrastruktur zu vernetzen“, sagt Boris Kühn, CEO der DB Digital Ventures. „Beeindruckend sind die Prognose-Qualität und die Anwendungsmöglichkeiten für autonome Shuttles, die wir als DB bereits erfolgreich testen und unseren Kunden in Ergänzung zur Bahn in den Städten der Zukunft anbieten wollen“, ergänzt Manuel Gerres, CEO und Leiter Neue digitale Geschäftsmodelle.

Sicherer Verkehrsfluss für autonome Fahrzeuge

Die von Connected Signals aufbereiteten Daten werden bereits von Automobilherstellern genutzt, um in aktuellen Fahrzeugmodellen die Dauer der jeweiligen Ampelphasen anzuzeigen. Dies ermöglicht eine vorausschauende Fahrweise entlang der „Grüne Welle“. Wartezeiten an roten Ampeln werden reduziert und dadurch Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß gesenkt. (red/DB)

Brenstoffzellenantrieb: NOW mit Förderaufruf für Züge und Schiffe

in Politik & Recht von

Das Bundesverkehrsministerium (BMVI) fördert im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie Phase 2 (NIP) die Wettbewerbsfähigkeit technisch ausgereifter Produkte. Das teilt das NOW mit.

Im Fokus des aktuellen Aufrufs steht die Förderung von Zügen und Schiffen mit Brennstoffzellenantrieb sowie der zu deren Betrieb gegebenenfalls notwendigen Betankungsinfrastruktur. Die Antragsfrist zur Förderung im Rahmen dieses Aufrufs endet am 31. Dezember.

Anträge im Easyonline-Portale einreichen

Die Anträge sind über das Easyonline-Portal einzureichen. Das Förderprogramm des BMVI sowie der entsprechenden Förderschwerpunkt ist im easyonline Portal unter folgenden Bezeichnungen zu finden: Fördermaßnahme: Nationales Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie – Phase 2.

250 Millionen Euro sind im Fördertopf

Für das NIP 2 stellt das BMVI im Zeitraum 2017 bis 2019 rund 250 Millionen Euro bereit. Die NOW (Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie) koordiniert das Programm im Auftrag des Bundes. (red/SBB)

Weitere Informationen über das NIP 2 sowie Ansprechpartner auf der NOW-Webseite: www.now-gmbh.de/de/nationales-innovationsprogramm/foerderprogramm.

VTG kauft NACCO-Gruppe – Flotte wächst um 14.000 Güterwagen

in Märkte & Player von

Die VTG übernimmt die CIT Rail Holdings (Europe) SAS und mit der dazugehörigen NACCO-Gruppe den viertgrößten privaten Vermieter von Güterwagen in Europa. Das teilt das Unternehmen heute mit. Der Kaufpreis soll rund 780.000 Millionen Euro betragen.

„Mit der Übernahme der CIT Rail Holdings SAS verbessern wir unsere Marktposition in Europa nachhaltig“, erläutert Heiko Fischer, Vorsitzender des Vorstands der VTG Aktiengesellschaft. „Durch die Akquisition der NACCO-Flotte bieten wir unseren Kunden ein noch größeres und differenzierteres Wagenportfolio und gleichzeitig eine noch stärkere Präsenz in Europa. Wir positionieren uns damit als leistungsfähiger, zukunftsorientierter Partner auf der Schiene.“

VTG baut Marktposition weiter aus

Mit der Akquisition baut die VTG ihre Marktposition als einer der größten privaten Waggonvermieter Europas mit einer Flotte von dann mehr als 94.000 Waggons weiter aus.

Die erworbene CIT Rail Holdings (Europe) SAS mit Sitz in Paris ist eine 100-prozentige Tochter der CIT Group Inc. und verfügt derzeit mit der NACCO-Gruppe über rund 14.000 Eisenbahngüterwagen in Europa. Die Hauptmärkte liegen in Frankreich, Deutschland, Österreich und Osteuropa.

VTG geht von einem Kaufpreis von rund 780 Millionen Euro zuzüglich der zwischen dem 1. Januar und dem Closing getätigten Investition der NACCO-Gruppe in Güterwagen von bis zu 140 Millionen Euro aus. (red/VTG)

Railrunner: Verbindung Bratislava-Braunschweig startet am 31. Juli

in Transport & Logistik von

Der für den 18. April geplante Start musste kurz vor Verkehrsaufnahme verschoben werden. Grund: nicht genügend Mega-Trailer. Jetzt geht RailRunner Europe mit der „Connection No. 1“ den ersten operativen Schritt für seine neue bimodale Technologie in Europa.

Die angekündigte Ganzzugverbindung startet verspätet (bahn manager Magazin berichtete) ab dem 31. Juli, verkehrt werktäglich und wird zunächst mit Taschenwagen und konventionellen kranbaren (Mega-)Trailern, Wechselbehältern, und Containern durchgeführt. Die Traktion erbringt das tschechische Unternehmen CD Cargo, das auf der deutschen Strecke mit dem Unternehmen EGP kooperiert.

„Wir haben nunmehr selbst kranbare Mega-Trailer angemietet und unterstützen damit interessierte Kunden bei der Nutzung unseres Beförderungsangebotes. Somit wird auch das Vorhalterisiko beim Umsteigen auf den Kombinierten Verkehr für unsere Kunden reduziert“, sagt Gerhard Oswald, CEO von RailRunner Europe.

Ab 2019 mit Railrunner-Technologie

Voraussichtlich 2019 – nach der Zulassung der bimodalen RailRunner-Technologie – soll die herkömmliche Technologie durch das RailRunner spezifische Equipment ausgetauscht werden. Die Züge verlassen werktäglich von Montag bis Freitag jeweils die Terminals in Bratislava und Braunschweig um 19 Uhr und erreichen das Zielterminal am kommenden Tag gegen Mittag. (red/Railrunner Europe)

ÖBB steigert Kapazitäten der Rollenden Landstraße

in Bahnmarkt Europa von

Ab diesem Montag, 3. Juli, wird Rail Cargo Operator der Österreichischen Bundesbahnen ÖBB die Relation Wörgl – Brennersee mit der Rollenden Landstraße (RoLa) pro Tag mit 18 anstatt bisher 16 Zugpaaren bedienen. Dadurch wird der Brennershuttle zukünftig Platz für 648 Lkw bieten – ein Plus von 12,5 Prozent beziehungsweise 72 Lkw täglich. Seit Anfang Mai 2017 greift das sektorale Fahrverbot des Bundeslands Tirol, welches den Transport bestimmter Güter durch Schwerfahrzeuge auf einem Teilabschnitt der Tiroler Inntal-Autobahn verbietet. Die Auslastung des ÖBB-Brennershuttles stieg von zuvor 81,8 auf 93 Prozent. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres verzeichnete die RoLa der Rail Cargo Group einen Anstieg der Auslastung um 70,6 Prozent.

 Kunden der RoLa überbrücken Fahrerruhezeiten im Begleitwagen der Züge, der zusätzlich zu den Liegeabteilen einen Aufenthaltsbereich mit Küche sowie Verpflegung anbietet. Rail Cargo Operator hält als Koordinator aller beteiligten Bereiche Niederflurgüterwagen für den Transport von LKW verschiedener Typen vor.

 Hermann Schmidtendorf, Fachjournalist, Berlin

Bombardier streicht bis zu 2200 Stellen – aber erhält die Standorte

in Personal & Management von

Schlechte Nachrichten für die Belegschaft: Bombardier Transportation wird in den nächsten Jahren in Deutschland bis zu 2200 seiner insgesamt 8500 Arbeitsplätze abbauen. Betriebsbedingte Kündigungen soll es laut dem Zughersteller nicht geben.

Alle sieben Produktionsstandorte sollen erhalten bleiben. Der Personalabbau verteile sich über alle Werke. Mehrheitlich seien jedoch Görlitz in Sachsen und Hennigsdorf (im Bild) in Brandenburg betroffen, heißt es laut Medienberichten.

Fohrer: „Wir müssen uns neu aufstellen“

Geplant sei der Stellenabbau bis 2020. Die genaue Zahl hänge von der Marktentwicklung und dem Auftragseingang ab, hieß es. Unter den bis zu betroffenen 2200 Arbeitsplätzen seien etwa 700 Leiharbeiter.

„Wir müssen uns neu aufstellen”, sagte Deutschlandchef Michael Fohrer. “Mit dieser Aufstellung werden wir Innovationen fördern und uns fit für die Zukunft machen.” Ziel sei es, die Standorte stärker zu spezialisieren. Aufsichtsratschef Wolfgang Tölsner betonte, die Eckpunkte für den Umbau seien in dem Kontrollgremium einvernehmlich beschlossen worden. (red/Spiegel/FAZ/dpa)

Mofair: EuGH kritisiert Rechnungsführung des DB-Konzerns

in Politik & Recht von

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in einem Urteil deutlich gemacht, dass die vorgegebene Trennung von Rechnungen zwischen den Infrastruktur- und den Verkehrssparten innerhalb der DB-Konzerns deutlich transparenter werden muss.

„Wenn es schon keine vollständige gesellschaftsrechtliche Trennung von Netz und Betrieb gibt, muss wenigstens strikt jeder Anschein von Quersubventionierung ausgeschlossen werden. Das erfordert ein hohes Maß an Transparenz, was offensichtlich heute nicht gegeben ist“, so mofair-Präsident Stephan Krenz zur richterlichen Entscheidung.

Hat die DB Finanzmittel zweckentfremdet?

Die EU-Kommission hat laut dem Branchenverband mehrere Punkte moniert, die aus dem einem Geflecht aus Gewinnabführungsverträgen zwischen den Gesellschaften des DB-Konzerns resultieren – so werde vermutet, dass Gewinne aus Trasseneinnahmen zur Subventionierung von Verkehrsleistungen zweckentfremdet werden. Auch sei gerügt worden, dass öffentliche Mittel, zweckgebunden für den Aufbau und Erhalt der Infrastruktur, ebenfalls zur Finanzierung von Verkehrsleistung verwendet werden.

Entscheidend aber sei, so mofair weiter, dass das Gericht der grundlegenden Rüge stattgegeben habe, dass die Rechnungsführung nicht für ausreichende Transparenz sorg. (red/mofair)

 

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