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    Hochsensible Sensoren und Kameras erheben während der Durchfahrt der Güterzüge automatisch Informationen über die technischen Zustände u. a. von Rädern, Bremsen und Radläufen Foto: Railwatch
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    Das Modul zur Radlauferkennung. Die Sensoren registrieren Fehlstellungen der Räder im Drehgestell. Foto: RailWatch
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    Das Foto zeigt die Module Radscan (ganz links über Schienen hinweg) und Radlauferkennung. Der Radscan ermittelt u. a. Höhe, Breite und Flankenmaß des Spurkranzes, Raddurchmesser, Hohllauf sowie die äquivalente Konizität und errechnet aus Mehrfachmessungen den voraussichtlichen Verschleißzeitpunkt. Foto: Railwatch

Railwatch startet Livebetrieb für Wayside-Güterwagen-Monitoring

in Werkstatt & Service von

Mit Beginn des neuen Jahres hat das Bonner Startup-Unternehmen Railwatch gemeinsam mit dem Bremer Senat und dem Partner VTG in Bremerhaven die erste Multi-Messstation seines Wayside-Monitoring-Systems für Güterzüge in Betrieb genommen. Das teilt das Unternehmen heute mit.

Die Anlage wurde in der Einfahrt zum Hafenterminal installiert und liefert seit dem 3. Januar Daten. Partner VTG unterstützt – gemeinsam mit einem Kunden – den Livebetrieb und validiert die Messergebnisse durch Mehrfachmessungen und Werkstattprüfungen.

“Ein historischer Schritt”
Michael Breuer, geschäftsführender Gesellschafter von Railwatch, sieht in dem Roll-out einen wichtigen Meilenstein: „Seit der Aufnahme unserer Geschäftsstätigkeit im September 2015 und nach Monaten der Planung, Installation, Kalibrierung und Zertifizierung unserer Messsysteme liefern wir nun erstmals Live-Daten an unsere Kunden. Das ist ein historischer Schritt für Railwatch. In nicht allzu ferner Zukunft werden die Fahrzeuge mit Hilfe unserer Verschleißanalysen und Instandhaltungsempfehlungen in der Lage sein, selbstständig mit den Instandhaltungsbetrieben zu kommunizieren und automatisch zur Inspektion, Wartung oder Reparatur einzuchecken, so wie Lkw dies heute bereits tun. Das wird den Schienengüterverkehr planbarer, zuverlässiger und effizienter machen“, so Breuer weiter.

Erster Kunde und Partner beim Go-Live der Messstation ist die VTG. Mit über 64.000 Eisenbahngüterwagen verfügt die Unternehmensgruppe über die größte private Waggonflotte Europas. Die Prüfung, Wartung und Instandhaltung ihrer Fahrzeugflotte ist für das Unternehmen von zentraler Bedeutung.

Standort Bremerhaven
Der Standort für die erste Messstation ist nicht zufällig gewählt: Die Bremer Häfen sind der viertgrößte Containerhafen und größter Automobil-Umschlagplatz Europas. Der überwiegende Teil des Güterverkehrs zum und aus dem Hinterland läuft über das 183 km lange Schienennetz der Bremischen Hafeneisenbahn. Woche für Woche rollen hier derzeit rund 600 Züge über die Gleise, wovon rund 55 Prozent mit Containern und rund 40 Prozent mit Automobilen beladen sind.

Der zuständige Bremer Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, Martin Günthner, unterstützt die Einrichtung der ersten Railwatch-Messstation in Bremerhaven.

Das Railwatch-System
Hochsensible Sensoren und Kameras erheben während der Durchfahrt der Güterzüge automatisch und Rad-genau Informationen über die technischen Zustände von Rädern, Bremsen und Radläufen, identifizieren schadhafte Achslager und Flachstellen, registrieren die Radlasten und dokumentieren den optischen Zustand jedes einzelnen Fahrzeugs. Die Messergebnisse werden über einen Server in einer Cloud zusammengeführt, von der RailWatch-Software ausgewertet und über ein Internetportal an die beauftragenden Unternehmen bereitgestellt. (red/Railwatch)

 

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