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Das Wirtschaftsmagazin für den Schienensektor

VTG kauft NACCO-Gruppe – Flotte wächst um 14.000 Güterwagen

in Märkte & Player von

Die VTG übernimmt die CIT Rail Holdings (Europe) SAS und mit der dazugehörigen NACCO-Gruppe den viertgrößten privaten Vermieter von Güterwagen in Europa. Das teilt das Unternehmen heute mit. Der Kaufpreis soll rund 780.000 Millionen Euro betragen.

„Mit der Übernahme der CIT Rail Holdings SAS verbessern wir unsere Marktposition in Europa nachhaltig“, erläutert Heiko Fischer, Vorsitzender des Vorstands der VTG Aktiengesellschaft. „Durch die Akquisition der NACCO-Flotte bieten wir unseren Kunden ein noch größeres und differenzierteres Wagenportfolio und gleichzeitig eine noch stärkere Präsenz in Europa. Wir positionieren uns damit als leistungsfähiger, zukunftsorientierter Partner auf der Schiene.“

VTG baut Marktposition weiter aus

Mit der Akquisition baut die VTG ihre Marktposition als einer der größten privaten Waggonvermieter Europas mit einer Flotte von dann mehr als 94.000 Waggons weiter aus.

Die erworbene CIT Rail Holdings (Europe) SAS mit Sitz in Paris ist eine 100-prozentige Tochter der CIT Group Inc. und verfügt derzeit mit der NACCO-Gruppe über rund 14.000 Eisenbahngüterwagen in Europa. Die Hauptmärkte liegen in Frankreich, Deutschland, Österreich und Osteuropa.

VTG geht von einem Kaufpreis von rund 780 Millionen Euro zuzüglich der zwischen dem 1. Januar und dem Closing getätigten Investition der NACCO-Gruppe in Güterwagen von bis zu 140 Millionen Euro aus. (red/VTG)

Railrunner: Verbindung Bratislava-Braunschweig startet am 31. Juli

in Transport & Logistik von

Der für den 18. April geplante Start musste kurz vor Verkehrsaufnahme verschoben werden. Grund: nicht genügend Mega-Trailer. Jetzt geht RailRunner Europe mit der „Connection No. 1“ den ersten operativen Schritt für seine neue bimodale Technologie in Europa.

Die angekündigte Ganzzugverbindung startet verspätet (bahn manager Magazin berichtete) ab dem 31. Juli, verkehrt werktäglich und wird zunächst mit Taschenwagen und konventionellen kranbaren (Mega-)Trailern, Wechselbehältern, und Containern durchgeführt. Die Traktion erbringt das tschechische Unternehmen CD Cargo, das auf der deutschen Strecke mit dem Unternehmen EGP kooperiert.

„Wir haben nunmehr selbst kranbare Mega-Trailer angemietet und unterstützen damit interessierte Kunden bei der Nutzung unseres Beförderungsangebotes. Somit wird auch das Vorhalterisiko beim Umsteigen auf den Kombinierten Verkehr für unsere Kunden reduziert“, sagt Gerhard Oswald, CEO von RailRunner Europe.

Ab 2019 mit Railrunner-Technologie

Voraussichtlich 2019 – nach der Zulassung der bimodalen RailRunner-Technologie – soll die herkömmliche Technologie durch das RailRunner spezifische Equipment ausgetauscht werden. Die Züge verlassen werktäglich von Montag bis Freitag jeweils die Terminals in Bratislava und Braunschweig um 19 Uhr und erreichen das Zielterminal am kommenden Tag gegen Mittag. (red/Railrunner Europe)

ÖBB steigert Kapazitäten der Rollenden Landstraße

in Bahnmarkt Europa von

Ab diesem Montag, 3. Juli, wird Rail Cargo Operator der Österreichischen Bundesbahnen ÖBB die Relation Wörgl – Brennersee mit der Rollenden Landstraße (RoLa) pro Tag mit 18 anstatt bisher 16 Zugpaaren bedienen. Dadurch wird der Brennershuttle zukünftig Platz für 648 Lkw bieten – ein Plus von 12,5 Prozent beziehungsweise 72 Lkw täglich. Seit Anfang Mai 2017 greift das sektorale Fahrverbot des Bundeslands Tirol, welches den Transport bestimmter Güter durch Schwerfahrzeuge auf einem Teilabschnitt der Tiroler Inntal-Autobahn verbietet. Die Auslastung des ÖBB-Brennershuttles stieg von zuvor 81,8 auf 93 Prozent. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres verzeichnete die RoLa der Rail Cargo Group einen Anstieg der Auslastung um 70,6 Prozent.

 Kunden der RoLa überbrücken Fahrerruhezeiten im Begleitwagen der Züge, der zusätzlich zu den Liegeabteilen einen Aufenthaltsbereich mit Küche sowie Verpflegung anbietet. Rail Cargo Operator hält als Koordinator aller beteiligten Bereiche Niederflurgüterwagen für den Transport von LKW verschiedener Typen vor.

 Hermann Schmidtendorf, Fachjournalist, Berlin

Bombardier streicht bis zu 2200 Stellen – aber erhält die Standorte

in Personal & Management von

Schlechte Nachrichten für die Belegschaft: Bombardier Transportation wird in den nächsten Jahren in Deutschland bis zu 2200 seiner insgesamt 8500 Arbeitsplätze abbauen. Betriebsbedingte Kündigungen soll es laut dem Zughersteller nicht geben.

Alle sieben Produktionsstandorte sollen erhalten bleiben. Der Personalabbau verteile sich über alle Werke. Mehrheitlich seien jedoch Görlitz in Sachsen und Hennigsdorf (im Bild) in Brandenburg betroffen, heißt es laut Medienberichten.

Fohrer: „Wir müssen uns neu aufstellen“

Geplant sei der Stellenabbau bis 2020. Die genaue Zahl hänge von der Marktentwicklung und dem Auftragseingang ab, hieß es. Unter den bis zu betroffenen 2200 Arbeitsplätzen seien etwa 700 Leiharbeiter.

„Wir müssen uns neu aufstellen”, sagte Deutschlandchef Michael Fohrer. “Mit dieser Aufstellung werden wir Innovationen fördern und uns fit für die Zukunft machen.” Ziel sei es, die Standorte stärker zu spezialisieren. Aufsichtsratschef Wolfgang Tölsner betonte, die Eckpunkte für den Umbau seien in dem Kontrollgremium einvernehmlich beschlossen worden. (red/Spiegel/FAZ/dpa)

Mofair: EuGH kritisiert Rechnungsführung des DB-Konzerns

in Politik & Recht von

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in einem Urteil deutlich gemacht, dass die vorgegebene Trennung von Rechnungen zwischen den Infrastruktur- und den Verkehrssparten innerhalb der DB-Konzerns deutlich transparenter werden muss.

„Wenn es schon keine vollständige gesellschaftsrechtliche Trennung von Netz und Betrieb gibt, muss wenigstens strikt jeder Anschein von Quersubventionierung ausgeschlossen werden. Das erfordert ein hohes Maß an Transparenz, was offensichtlich heute nicht gegeben ist“, so mofair-Präsident Stephan Krenz zur richterlichen Entscheidung.

Hat die DB Finanzmittel zweckentfremdet?

Die EU-Kommission hat laut dem Branchenverband mehrere Punkte moniert, die aus dem einem Geflecht aus Gewinnabführungsverträgen zwischen den Gesellschaften des DB-Konzerns resultieren – so werde vermutet, dass Gewinne aus Trasseneinnahmen zur Subventionierung von Verkehrsleistungen zweckentfremdet werden. Auch sei gerügt worden, dass öffentliche Mittel, zweckgebunden für den Aufbau und Erhalt der Infrastruktur, ebenfalls zur Finanzierung von Verkehrsleistung verwendet werden.

Entscheidend aber sei, so mofair weiter, dass das Gericht der grundlegenden Rüge stattgegeben habe, dass die Rechnungsführung nicht für ausreichende Transparenz sorg. (red/mofair)

 

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