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Goodbye Hellö: ÖBB verkauft Busangebot an Flixbus

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Die ÖBB haben den Verkauf des Fernbus-Startup Hellö an Flixbus beschlossen. Hintergrund: Trotz des erfolgreichen Starts der Fernbusmarke im Juli 2016 und des positiven Kundenfeedbacks sei davon auszugehen, dass die von den ÖBB angestrebten Ticketpreise in diesem Marktumfeld in absehbarer Zeit nicht durchsetzbar sind, teilt das Unternehmen heute mit.

Arbeitsplätze der Hellö-Mitarbeiter gesichert

Der Vertrag zwischen ÖBB und FlixBus soll mit 1.Juni in Kraft treten, die gesamte Transaktion bis August abgeschlossen sein. Über den Kaufpreis wurde gegenseitiges Stillschweigen vereinbart. Die Arbeitsplätze der Lenker und Lenkerinnen von Hellö sind gesichert, sie werden weiterhin bei ÖBB-Postbus tätig sein.

„Mit diesem Zusammenschluss werden unsere Kunden ab Sommer von einem noch größeren Fernbus Angebot profitieren“, so Valerie Hackl, Vorstandsdirektorin der ÖBB Personenverkehr AG. Durch die Zusammenführung von Hellö und Flixbus steht den ÖBB-Kunden künftig der Zugang zu Europas größtem Fernbusnetz mit rund 1000 Zielen in 22 Ländern offen.

Vertriebskooperation startet Anfang Juni

Anfang Juni 2017 startet die gemeinsame Vertriebskooperation von Hellö und Flixbus. Hellö-Tickets sind ab diesem Zeitpunkt auch über Flixbus buchbar. „Damit bieten wir unseren Kunden auch in Zukunft einen direkten Zugang zu Fernbus-Angeboten und setzen die strategische Ausrichtung als Gesamtmobilitätsanbieter konsequent fort“, so Hackl abschließend. (red/ÖBB)

On:Track: Bombardier weitet Kooperation mit Start-ups aus

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Bombardier Transportation (BT) hat heute die Ausweitung seiner Zusammenarbeit mit Start-ups bekanntgegeben. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werden neue Wege zu innovativen Mobilitäts- und Verbindungslösungen entwickelt. Im Zuge der neuen On:Track-Digitalisierungsinitiative des Unternehmens fasst BT eine Reihe von Projekte für mehr neue digitale Geschäftsmodelle zusammen.

Effizienz und Wachstum ermöglichen

Verner Baird, Chief Information Officer bei Bombardier Transportation, sagte: „Die Digitalisierung ist seit Jahren ein wichtiger Bestandteil der DNA von Bombardier, sie ist etwas, das wir mit Leidenschaft verfolgen. Von eher datengestützten Geschäftsmodellen und Industrie 4.0 bis hin zu vernetzter Mobilität und mobilen Anwendungen bietet die Schienenverkehrsbranche jungen Start-up-Unternehmern ein unglaublich großes Potenzial zur Schaffung von Lösungen, die wie niemals zuvor Effizienz steigern, Wachstum ermöglichen und den Kunden Mehrwert bieten.”

Nächste Förderrunde startet im September

Seit Frühjahr ist Bombardier enge Partnerschaften mit Start-ups in den Bereichen Sicherheitslösungen für Industrienetzwerke, technische Überwachung von Schieneninfrastruktur, Big-Data-Analyse oder Mobilitätsanwendungen für offene Plattformen eingegangen. Die nächste Förderrunde soll im September dieses Jahres beginnen. Dabei legt Bombardier den Fokus auf Lösungen für die Industrie 4.0, um die Entwicklung, Herstellung und Wartung von Zügen effizienter, schneller und nachhaltiger zu machen. (red/BT)

GDL-Vorsitz: Weselsky mit 95 Prozent wiedergewählt

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Claus Weselsky heißt der alte und neue Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Er wurde jüngst in Ludwigshafen von 95 Prozent der rund 200 Delegierten in der Generalversammlung unter dem Motto „Mit Tradition in die Zukunft – 150 Jahre GDL“ wiedergewählt. Seine Stellvertreter Norbert Quitter und Lutz Schreiber wurden ebenfalls mit großer Mehrheit in ihrem Amt bestätigt.

Solidarität seit 150 Jahren

Weselsky blickt zurück auf die Geschichte der GDL. „Seit 150 Jahren stehen wir solidarisch zusammen. Von der Gründung der Hilfskasse zur Verbesserung der mangelhaften Altersversorgung der Lokomotivführer, über die Wiedergründung nach dem Verbot durch den Nationalsozialismus, dem Zusammenschluss nach der deutsch-deutschen Wiedervereinigung bis hin zum Flächentarifvertrag für das Zugpersonal in Deutschland gilt: einer für alle, alle für einen!“

Nicht auf Erfolgen ausruhen

„Wir werden uns aber nicht auf den Erfolgen ausruhen, sondern setzen unsere Ziele gewissenhaft um“, so der 58-Jährige. Zum ersten muss die GDL dafür sorgen, dass die Entgelt- und Arbeitsbedingungen des Flächentarifvertrags auch gelebt werden. Zum zweiten müssen diese Standards, die in diesem Jahr bei der Deutschen Bahn eingeführt wurden, auf den gesamten Eisenbahnverkehrsmarkt übertragen werden. Neben dem Entgeltsystem für das Zugpersonalist dies insbesondere eine stabilere Planbarkeit der Schichten. (red/GDL)

Transport Logistic 2017: SBB Cargo zeigt „Güterwagen der Zukunft“

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Hinschauen lohnt sich: Auf der transport logistic in München stellt SBB Cargo die ersten vier umgebauten „Güterwagen der Zukunft“. Die Wagen sind leiser, leichter und laufstärker als zuvor. Nun startet die vierjährige Testphase.  Der 5l-Zug genannte Güterwagen wurde mit dem Technischen Innovationskreis Schienengüterverkehr (TIS), dem Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU) und etlichen Industriepartnern entwickelt – das 5L Kürzel steht für leise, leicht, laufstark, logistikfähig und life-cycle-kostenorientiert.

Deutschland-Premiere in München

Der Güterzug, zur transport logistic erstmals in Deutschland zu sehen, besteht aus insgesamt 16 Containertragwagen. Sie sind mit einer Vielzahl von innovativen Komponenten – wie zum Beispiel radial einstellbaren Radsätzen an den Drehgestellen, Scheibenbremsen, automatischer Kupplung, Telematik, Schalldämpfmaßnahmen und Sensorik – ausgestattet. Das Ziel: Weniger Lärm, Verschleiß und Energieverbrauch.

 Zugleich ist der Güterwagen ein Mosaikstein in der Automatisierungsstrategie von SBB Cargo, die auf der Messe vorgestellt wird. Dazu zählt unter anderem der Einsatz von unterschiedlichen Sensoren für die Transportüberwachung am Wagen oder am Gleis wie auch die Ausrüstung von rund 5000 Wagen mit RFID-Chips bis Ende 2017. (red/SBB Cargo)

Box2rail: DB launcht neues Portal für Containertransporte

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„box2rail“ heißt die neue Online-Buchungsplattform für Containertransporte per Bahn, die gezielt auf die Bedürfnisse von kleinen und mittelständischen Unternehmen zugeschnitten ist. Mit nur wenigen Klicks werden Containerbuchungen „port to door“ auf der Schiene – sicher, schnell und umweltfreundlich – von den deutschen Seehäfen direkt zum Empfänger in das Hinterland und vom Verlader zu den deutschen Seehäfen ermöglicht.

Nur drei Klicks und vier Infos

Die Buchungsplattform hat die TFG Transfracht entwickelt, ein Unternehmen der Deutschen Bahn. Mit drei Klicks – Transportanfrage, Angebot und Buchung – gelangt der Container auf die Schiene. Eine Buchungsanfrage erfordert lediglich vier Angaben: Seehafen, Bestimmungsort, Versanddatum und Containerart. Im direkten Anschluss erfolgt eine sofortige Preisauskunft – ganz ohne Registrierung.

Schlanke Prozesse und Transparenz

box2rail-Kunden profitieren von einem verschlankten Buchungsprozess, intuitiver Bedienbarkeit, Kostentransparenz, Echtzeit-Service sowie Support per Chat und Live-Bonitätsprüfung für sofortige Buchung. „Unser Ziel mit box2rail ist es, mehr Kunden für die Schiene zu begeistern, zu zeigen, dass Bahntransporte einfach sind, und gleichzeitig einen weiteren Beitrag zum Umweltschutz zu leisten“, so Kerstin Corvers, Chefin von TFG Transfracht (red/DB).

Mehr Infos auf: www.box2rail.com.

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