Rheintal-Strecke: DB und SBB rücken (noch) enger zusammen

in Bahnmarkt Europa von

Richard Lutz, CEO der Deutschen Bahn (DB), und Andreas Meyer, CEO SBB, haben sich am Montag im SBB-Hauptsitz Bern-Wankdorf getroffen. Das Treffen stand im Zeichen der Sperre der deutschen Rheintalstrecke, teilt die SBB mit.

Das Ziel: Die beiden CEO wollen den europäischen Bahnsektor besser auf solche Ereignisse vorbereiten. Daneben haben sie am Gespräch weitere Angebotsverbesserungen beschlossen.

Meyer und Lutz bekräftigten, das am 25. August mit SNCF und ÖBB beschlossene Maßnahmenpaket voranzutreiben. Weiteres Lokpersonal für den Einsatz auf den Ausweichrouten soll ausgebildet und entsandt werden. Um die Abfertigung in Singen zu verbessern, wurde zudem ein Projektbüro im Grenzort eingerichtet. Die Zahl der Zugfahrten wurde so auf rund 60 pro Tag gesteigert. Mittlerweile wird rund 30 Prozent der Güterverkehrs-Nachfrage über die Schiene umgesetzt. Sie soll in den nächsten Wochen auf 50 bis 60 Prozent steigen, heißt es.

Die Bahnchefs sind sich einig, dass die europäischen Bahnen die Lehren aus dem Ereignis ziehen müssen. Zur Bewältigung von künftigen Ereignissen sollen schneller Ausweichrouten definiert sowie der flexible Einsatz von Personal und der Datenaustausch verbessert werden. Zudem sollen die Baustellen- und Trassenplanungen besser abgestimmt und Restriktionen beseitigt werden.

Nicht zuletzt wurde bei dem Treffen auch der Ausbau der Infrastruktur auf dem Rhein-Alpen-Korridor besprochen. Nach SBB-Angaben erachten Lutz und Meyer einen Ausbau auf eine Zugslänge von 750 Metern als zwingend erforderlich. (red/SBB)

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