SBB Cargo International: RASTATTless!

in Bahnmarkt Europa von

Seit gestern Nacht 00:08 Uhr ist die Strecke nach sieben Wochen wieder offen: SBB Cargo International ist mit einem 3100 Tonnen schweren Ölzug als erstes von Norden nach Süden über die neu erstellten Gleise gefahren. 

Nun gilt es, die Lehren aus diesem Streckenunterbruch zu ziehen: Nie wieder Rastatt, lautet die Devise. Das zeigt SBB Cargo International, das Tochterunternehmen von SBB Cargo, jetzt mit einer gezielt für das Szenario Rastatt beklebten Lok. Um eine Streckensperrung dieses Ausmasses künftig zu vermeiden, sind die Güterverkehrsunternehmen in den nächsten Monaten gefordert, ein abgestimmtes Betriebs- und Sicherheitskonzept zu erarbeiten. Dies, damit die integrierte Bahn europaweit Wirklichkeit wird.

Auch für die international tätige SBB Cargo International werden die Auswirkungen des mehrmonatigen Unterbruchs in Rastatt spürbar bleiben. Zwar können die für Güterkunden wesentlich teureren Verkehre über die Umleitungsrouten wieder aufgehoben werden, dennoch wird der Schienengüterverkehr noch lange Zeit benötigen, um sich von den Folgen des Streckenunterbruchs zu erholen. Die SBB setzt sich deshalb ein für ein international und europäisch abgestimmtes Betriebs- und Sicherheitskonzept für die Schiene aus einer Hand. Die Stärken der integrierten Bahn müssen künftig rascher und effektiver eingesetzt werden können. So müssen schneller Ausweichrouten definiert und der Einsatz von Personal und der Datenaustausch verbessert werden. Zudem müssen die Baustellen- und Trassenplanungen international besser koordiniert werden, so die Überzeugung der SBB. (red/SBB Cargo Int.)

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