Schaltbau Holding AG: Umsatzzuwachs und Prognosen bestätigt

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Der Schaltbau-Konzern, ein international führender Anbieter von zukunftsweisender Verkehrstechnik, ist im dritten Quartal 2017 um 8,3 Prozent gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahrs auf einen Umsatz von 128,1 Millionen Euro gewachsen. Nach neun Monaten summierte sich der Konzernumsatz auf 363,0 Millionen Euro (Vorjahr 362,2 Millionen Euro).

In den Zahlen des Berichtsjahrs ist der Umsatzbeitrag der hundertprozentigen Konzerntochter Albatros S. L. U. („Schaltbau Sepsa“), die einen Jahresumsatz von 35-40 Millionen Euro erwirtschaftet, noch enthalten; diese Gesellschaft wurde am 15. November des Jahres zum Verkauf gestellt.

Das operative EBIT (ohne einen nicht-operativen Einmaleffekt in Höhe von -12,0 Millionen Euro aus der Neubewertung von Schaltbau Sepsa) war im dritten Quartal mit -0,7 Millionen Euro nahezu ausgeglichen (Vorjahr 2,5 Millionen Euro). Im Neunmonatsvergleich ging das ausgewiesene EBIT wegen des schwachen ersten Quartals sowie wegen des Einmaleffekts aus der Neubewertung von Schaltbau Sepsa auf -17,4 Millionen Euro (Vorjahr: 12,1 Millionen Euro) zurück. Das Konzernperiodenergebnis lag nach neun Monaten bei -33,1 Millionen Euro (Vorjahr 8,8 Millionen Euro), was einem Ergebnis je Aktie von -5,37 Euro (Vorjahr 0,87 Euro) entspricht.

Die positive Umsatzentwicklung des Schaltbau-Konzerns im laufenden Geschäftsjahr ist maßgeblich durch das Segment Mobile Verkehrstechnik getrieben, in dem die Umsatzerlöse im Neunmonatszeitraum um 24,5 Prozent auf 190,6 Millionen Euro stiegen. Darin sind auch Umsatzbeiträge aus den im Vorjahreszeitraum noch nicht vollkonsolidierten Schaltbau Sepsa Gesellschaften berücksichtigt. Die EBIT-Marge des Segments Mobile Verkehrstechnik von -2,2 Prozent (ohne Einmaleffekt aus der Neubewertung von Schaltbau Sepsa) spiegelt auch den negativen operativen Beitrag von Auslandsgesellschaften wider.

Das Segment Stationäre Verkehrstechnik musste auch im dritten Quartal 2017 einen Umsatzrückgang hinnehmen, der sowohl auf die Bahninfrastrukturtechnik als auch auf Bremssysteme zurückzuführen war. Auf Neunmonatssicht verringerte sich der Segmentumsatz um 23,4 Prozent auf 77,5 Millionen Euro. Aus dem Umsatzrückgang resultierte eine EBIT-Marge von -10,3 Prozent.

Im Segment Komponenten lag der Umsatz mit 95,8 Millionen Euro um 12,1 Prozent unter dem Neunmonatswert des Vorjahres. Dabei wirkten sich u. a. Projektverzögerungen in Italien und ein verändertes Nachfrageverhalten im chinesischen Rolling-Stock-Markt aus. Im dritten Quartal konnte jedoch wieder ein deutliches Umsatzplus erzielt werden. Die EBIT-Marge von 16,6 Prozent nach neun Monaten entsprach dem sehr guten Vorjahreswert (16,5 Prozent).

Der operative Cashflow fiel im dritten Quartal 2017 mit 6,8 Millionen Euro deutlich positiv und im Neunmonatszeitraum mit -1,0 Million Euro nahezu ausgeglichen aus. Den liquiditätsseitigen Herausforderungen begegnete das Management insbesondere mit Working-Capital-Optimierungen.

Der Schaltbau-Konzern erwartet für das vierte Quartal 2017 deutlich positive Umsatz- und Ergebniseffekte, u. a. aus dem Abschluss von Großprojekten, und bestätigt daher seine operative Guidance für das Gesamtjahr 2017. Dabei werden die Umsatzerlöse des Konzerns in der gegenwärtigen Struktur im Bereich des unteren Endes der Guidance (520-540 Millionen Euro) erwartet. Beim EBIT erwartet der Schaltbau-Konzern weiterhin ein operatives Ergebnis in Höhe von mindestens 2 Millionen Euro. In dieser operativen Guidance sind die nicht-operativen Einmaleffekte aus der Neubewertung von Schaltbau Sepsa in Höhe von ca. 28 Millionen Euro (davon 12 Millionen Euro im dritten Quartal) nicht enthalten.

„Die sich zuletzt abzeichnende positive Entwicklung in Teilen unseres Geschäfts stimmen meine Kollegen und mich sehr zuversichtlich für das nachhaltige operative Potenzial der Schaltbau. Wir haben jedoch mit Blick auf die notwendige Restrukturierung des Unternehmens immer noch umfassende Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt“, sagt Dr. Bertram Stausberg, Sprecher des Vorstands der Schaltbau Holding AG. (red/Schaltbau)

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