Schienengüterverkehr: VDV stellt neuen Maßnahmenkatalog vor

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Zum achten Mal seit 2002 hat der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) eine Liste veröffentlicht, die aufzeigt, wo Probleme im deutschen Schienennetz existieren und welche Lösungen es dafür gibt. Dazu hatte der VDV die EVU und mit Unterstützung der Bundesgemeinschaft der Aufgabenträger im SPNV die Verbünde und Aufgabenträger nach Maßnahmen zur Verbesserung des deutschen Schienennetzes befragt. Die aktuelle Liste enthält nun 455 Einzelvorschläge, die von insgesamt 73 Unternehmen eingebracht worden sind. „Diese Liste hat schon in den vorigen Fassungen wesentlich dazu beigetragen, dass nicht nur Großprojekte in der Infrastrukturplanung berücksichtigt werden, sondern auch die Wirksamkeit kleinerer Maßnahmen im deutschen Schienennetz betrachtet wird“, sagt Martin Henke, VDV-Geschäftsführer Eisenbahnverkehr.

Nötig sind 50 bis 100 Millionen mehr pro Jahr

Die VDV-Maßnahmenliste verdeutlicht vor allem, wo akuter investiver Handlungs- und Finanzierungsbedarf für den weiteren Ausbau des Schienennetzes besteht. Zwar hat die DB Netz AG, die gemeinsam mit dem VDV die Maßnahmenvorschläge prüft und abarbeitet, einen Finanzierungsfonds aus Eigenmitteln für kleinere Maßnahmen, dennoch können zahlreiche Projekte nicht darüber finanziert werden. „Eine zusätzliche Unterstützung vom Bund in Höhe von 50 bis 100 Millionen Euro pro Jahr ist notwendig, um viele dieser wirkungsvollen Maßnahmen finanzieren und schnell umsetzen zu können“, erklärt Henke. (red/VDV)

 Die aktuelle VDV-Maßnahmenliste steht auf der Internetseite www.vdv.de im Bereich „Positionen“ zum Download bereit.

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