Schweiz: Der Schienengüterverkehr erholt sich

in Bahnmarkt Europa von

Das Quartalsreporting Bahn für das letzte Quartal 2017 zeigt ein eher ungewöhnliches Bild: Die Verkehrsleistung im Güterverkehr ist vergleichsweise stark gewachsen, während die Nachfrage im Personenverkehr stagniert. Zurückzuführen ist das Wachstum im Schienengüterverkehr auf den Unterbruch der Rheintallinie im Vorquartal.

Der Güterverkehr hat sich im vierten Quartal 2017 vom Streckenunterbruch bei Rastatt erholt: Im Vorquartal verzeichnete der Schienengüterverkehr noch einen deutlichen Rückgang von 6.4 Prozent. Ende 2017 stieg die Verkehrsleistung hingegen um 3.7% auf 3.11 Milliarden Nettotonnenkilometer. Die starke Zunahme dürfte auch auf einen Nachholeffekt nach dem Unterbruch der Rheintallinie zurückzuführen sein.

Im Personenverkehr zeigt sich ein anderes Bild: Wie bereits im Vorquartal sank die Verkehrsleistung: Die Personenkilometer gingen leicht zurück von 5.26 auf 5.25 Milliarden Personenkilometer (-0.2 Prozent). Das wirkt sich im Total auch auf die Trassenkilometer aus, da der Personenverkehr der Grossteil der Trassen beansprucht (-0.2 Prozent, 49.6 Millionen Trassenkilometer).

Im Mehrjahresvergleich wird der Aufholeffekt im Schienengüterverkehr nach der Wiederöffnung der Rheintalstrecke deutlich: Die Verkehrsleistung des Güterverkehrs im vierten Quartal 2017 weist, verglichen mit dem gleichen Zeitraum in den vergangenen vier Jahren, den höchsten Wert aus.

Trotz leichten Rückgangs ist die Verkehrsleistung im Personenverkehr im vierten Quartal wiederum höher als die Verkehrsleistungen der vorhergehenden Quartale des Jahres 2017. Der Saisoneffekt 2017 ist im Vergleich zu den Vorjahren aber abgeschwächt.

Quartalsreporting Bahn 4/2017 hier zum Download!

zur Startseite