SENSORENHERSTELLER ASC UND ALTHEN SCHMIEDEN DISTRIBUTIONSVERTRAG

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“German Sensor Engineering” prangt stolz auf den Produkten der Firma ASC, jetzt macht sie mit Althen gemeinsame Sache

von Hermann Schmidtendorf, Chefredakteur bahn manager

Der Sensorenhersteller ASC GmbH aus Pfaffenhofen ist einer der führenden Hersteller von Sensoren für anspruchsvolle Test- und Messanwendungen. Das Traditionsunternehmen Althen GmbH aus Kelkheim steht seit 1978 für fortschrittliche, kundenspezifische Lösungen in der Messtechnik und Sensorik. Auf der Nürnberger Messe Sensor & Test schlossen jetzt beide Unternehmen einen Distributionsvertrag.

Beide Firmen verbinden höchste Qualitätsansprüche sowie eine hohe Kundenorientierung und der Fokus auf Speziallösungen. Den Kooperationsvertrag schlossen Dr. Timo Hartmann (links im Bild), Geschäftsführer Althen GmbH, und Thijs Haselhoff, Managing Director Althen bv, mit Renate Bay, Geschäftsführende Gesellschafterin ASC GmbH. Die Zusammenarbeit eröffnet ASC einen größeren Vertriebskanal in Deutschland für das komplette Produktportfolio bestehend aus hochpräzisen Beschleunigungs-, Drehraten- und Neigungssensoren sowie Inertial Measurement Units (IMUs). Zum Portfolio zählen Standard-Ausführungen ebenso wie maßgeschneiderte Sensorlösungen. Den bestehenden Kundenstamm wird ASC weiterhin betreuen, erläuterten die Firmenrepräsentanten auf der Messe. Althen, spezialisiert auf Sensoren und Messsysteme für OEM, Test & Measurement und industrielle IoT-Anwendungen, übernimmt die Akquise und Betreuung neuer Kunden.

Passend zur Nürnberger Messe stellte ASC eine neue kompakte Einheit mit großer Leistungsstärke und zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten vor. Die neue Inertial Measurement Unit IMU8 von ASC wurde speziell für hochgenaue Positionsbestimmungen entwickelt. Mit einer Bias-Stabilität von 0.12°/hr und einem exzellenten Angular Random Walk von 0,017°/ ist die IMU8 prädestiniert für den Einsatz in der Navigation von Drohnen, Schiffen, Robotern und fahrerlosen Transportsystemen sowie in der Gleislagedatenüberwachung. Darüber hinaus, so ASC, stellt sie ein ideales Hilfsmittel für die Plattformstabilisierung und die Erstellung von Kartenmaterial dar (mobiles Mapping).

Die Grundlage der IMU8 bilden hochgenaue Inertialsensoren wie ein triaxialer Beschleunigungssensor und ein triaxiales Gyroskop. Dank ihrer hervorragenden Langzeitstabilität und ihres niedrigen Rauschverhaltens lassen sich Positionsänderungen in allen 6 Freiheitsgraden zuverlässig und mit hoher Wiederholgenauigkeit erfassen. Der kapazitive MEMS-Beschleunigungssensor der IMU ist mit Messbereichen von ±2g bis ±30g erhältlich, bietet eine Amplitudenabweichung von <0,5% FSO und ein Signalrauschen von 7µg/√Hz im Messbereich von ± 2g. Das Gyroskop zeichnet sich ebenfalls durch eine geringe Bias-Instabilität und einen exzellenten Angular-Random Walk mit geringem Rauschen aus. Ein geringer In-Run-Bias und ein geringes Rauschen ermöglichen zudem ein genaues Arbeiten mit dem Drehratensensor. Die MEMS-Vibrationsring-Kreisel sind mit den Messbereichen ±100°/s und 200°/s erhältlich. Nicht-Fachleuten sagen diese Angaben gewiss wenig – doch es ist eine neue Qualität in der Positionsbestimmung, auch im Bahn- und Transportwesen.

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