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NEE

Wettbewerber fordern klares Bekenntnis zur Schiene

in Politik & Recht von

33 Prozent der Zugkilometer im Schienenpersonennahverkehr, 41 Prozent der Verkehrsleistung im Schienengüterverkehr und 72 Prozent Marktanteil auf dem deutschen Waggon-Vermietmarkt: Die Wettbewerber im Schienenverkehr sind weiter auf Wachstumskurs. Das zeigt der heute in Berlin vor Politik, Verbänden und Bahnwirtschaft vorgestellten 5. Wettbewerber-Reports. Lediglich dem Fernverkehr fehlen mit 99 Marktanteil der DB AG weiterhin positive Impulse. Mehr Lesen

Rheintalbahn: DB gibt die Strecke bereits ab 2. Oktober frei

in Industrie & Infrastruktur von

Mal eine gute Nachricht für die Schiene: Fünf Tage früher als geplant soll der Verkehr auf der Rheintalbahn wieder Fahrt aufnehmen – bereits am 2. Oktober, teilt die Deutsche Bahn AG mit. Das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE)  hat die Nachricht als „kleinen Lichtblick“ bezeichnet. Mehr Lesen

„Rastatt-Desaster“: Soll Thema im Bundestag werden

in Politik & Recht von

Nach der Vollsperrung in Rastatt mehren sich die kritischen Stimmen in der Branche – hier die Positionen des Netzwerks Europäischer Eisenbahnen (NEE), der Bundestagsfraktion der Linken und des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV).

Angesichts der andauernden Sperrung der Rheintalstrecke bei Rastatt fordert der VDV eine unbürokratische finanzielle Hilfe des Bundes für die betroffenen Eisenbahnunternehmen. „Der Streckenabschnitt ist ein neuralgischer Punkt für das gesamte europäische Eisenbahnnetz. Eine wochenlange Sperrung hat katastrophale Folgen insbesondere für die umfangreich betroffenen Güterbahnen“, sagte VDV-Geschäftsführer Martin Henke.

Hat die DB unsachgemäß gearbeitet?

Sabine Leidig, die verkehrspolitische Sprecherin der Linken erklärte zum „Rastatt-Desaster“: „Offensichtlich hat die Deutsche Bahn AG mit extremem Risiko und unsachgemäß die Tunnelarbeiten vorangetrieben. Dabei hatte sie im Vorfeld dieser Arbeiten betont, dass an dieser Stelle ein ´absolut sicheres´, und zugleich ´neuartiges Tunnelbauverfahren ´– das einer Vereisung des Bodens – zur Anwendung kommt.“

 „Während die Zeit verrinnt und jeden Tag größere betriebs- und volkswirtschaftliche Schäden aufgetürmt werden, tappen die Betroffenen im Dunkeln“, erklärte NEE-Chef Ludolf Kerkeling, Das NEE fordert den Verkehrsausschuss des Bundestages dazu auf, sich in einer Sondersitzung Anfang September mit den Ursachen und Folgen des Unfalls zu befassen. Kerkeling: „Hoffentlich rollt der Verkehr dann wieder“ (red/VDV/Die Linke/NEE)

Gleisdelle bei Rastatt: 12 Millionen Euro Umsatzausfall pro Woche

in Industrie & Infrastruktur von

Die DB AG stellt Zugverkehr auf der Rheintalbahn wegen einer technischen Störung bis August ein. Das NEE fordert: Der Güterverkehr auf der Nord-Süd-Achse muss schnell wieder laufen – denn die Gleisdelle verursache 12 Millionen Euro Umsatzausfall pro Woche.

Nach einer Sichtung der Lage sei davon auszugehen, dass die aufgrund abgesenkert Gleise vorgenommene Sperrung der Strecke zwischen Rastatt und Baden-Baden sich mindestens über ein bis zwei Wochen erstrecken wird, teilt die DB mit.

Dramatische Auswirkungen auf SPV und SGV

Das nun „alle Signale auf Halt“ für mitteleuropäischen Nord-Süd-Schienengüterverkehr stünden, sei der traurige Höhepunkt eines Missmanagements von Politik und DB, teilen die NEE mit. Und: „Eine einzige kollabierte Bahntunnel-Baustelle bei Rastatt hat die wichtigste Schlagader des transeuropäischen Schie­nengüterverkehrs unterbrochen und bremst die Industrie nördlich und südlich der Alpen aus. Das behindert nicht nur viele Tausende Bahnreisende, die 20 Kilometer per Bus reisen müssen. Dramatisch sind auch die Auswirkungen auf den Güterverkehr.“

Normalerweise sind auf der Strecke täglich rund 200 Güterzüge unterwegs. DAS Netzwerk Europäischer Eisenbahnen schätzt, dass die Umsatzausfälle alleine für die Güterbahnen bei zwölf Millionen Euro pro Woche liegen. Dabei sind weder die Schäden bei den Versendern/Empfängern der Güter noch bei der Infrastruktur berücksichtigt. (red/DB/NEE)

„Armutszeugnis“: Sondergutachten attestiert zu wenig Wettbewerb

in Märkte & Player von

Der Wettbewerb auf den deutschen Bahnmärkten ist laut neuem Sondergutachten der Monopolkommission noch immer zureichend. Das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) sieht in dem Papier, das heute der in Berlin übergeben wurde, ein „Armutszeugnis“.

Das Sondergutachten „Bahn 2017: Wettbewerbspolitische Baustellen“ zeigt, dass das Eisenbahnregulierungsgesetz zum Nutzen der Bahnkunden nachgebessert werden sollte. Es sei nötig, eine transparente Kosten-Nutzen-Bilanz für die Bahn und die mit ihr konkurrierenden Verkehrsträger zu erstellen, damit öffentliche Mittel wirklich dort eingesetzt werden, wo sie den besten Ertrag bringen.

NEE: Drei große Baustellen für die Politik

Der Wettbewerb zwischen der Bahn und anderen Verkehrsträgern wird maßgeblich durch staatliche Finanzierungsmaßnahmen bestimmt. „Derzeit fehlen jedoch Erkenntnisse darüber, wie sich beispielsweise die Zuwendungen für den Straßen- und Schienenbau, die Kfz-Steuer oder eine Bus-Maut, auf diesen Wettbewerb auswirken“, so der Vorsitzende der Monopolkommission, Achim Wambach.

Für Regierung sei das Sondergutachten ein „Armutszeugnis“ und – mit Blick auf die Bundestagswahl – ein „unüberhörbarer Weckruf“. Der NEE-Vorsitzende Ludolf Kerkeling sagte: „Drei Problemfelder müssen sich die Politiker jetzt vornehmen! Erstens: Das nach jahrelangem Zaudern im letzten Jahr beschlossene Eisenbahnregulierungsgesetz greift nicht und muss noch einmal angepackt werden. Zweitens: Die Sonderrolle des bundeseigenen DB-Konzerns hemmt die Entwicklung der Schiene als Ganzes auch weiterhin. Drittens: Den Regeln für Steuern und Nutzerabgaben fehlt der volkswirtschaftliche Kompass!“ (red/NEE/Monopolkommission)

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