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Rheintalstrecke

Rastatt: Infrastrukturbetreiber müssen internationaler arbeiten

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Die siebenwöchige Unterbrechung der Rheintalstrecke aufgrund des DB Netz-Zwischenfalls in Rastatt hat das Jahr 2017 operativ und finanziell zu einem schwarzen Jahr für den europäischen Schienengüterverkehr werden lassen. Das Fehlen von Notfallplänen und unrealistische, minderwertige Umleitungsoptionen verursachten enormen Schaden für die Wertschöpfungskette des Schienengüterverkehrs sowie für die Verlader, die ihre Güter dem umweltfreundlichen Bahnsystem anvertraut haben.  Mehr Lesen

„Rastatt-Desaster“: Soll Thema im Bundestag werden

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Nach der Vollsperrung in Rastatt mehren sich die kritischen Stimmen in der Branche – hier die Positionen des Netzwerks Europäischer Eisenbahnen (NEE), der Bundestagsfraktion der Linken und des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV).

Angesichts der andauernden Sperrung der Rheintalstrecke bei Rastatt fordert der VDV eine unbürokratische finanzielle Hilfe des Bundes für die betroffenen Eisenbahnunternehmen. „Der Streckenabschnitt ist ein neuralgischer Punkt für das gesamte europäische Eisenbahnnetz. Eine wochenlange Sperrung hat katastrophale Folgen insbesondere für die umfangreich betroffenen Güterbahnen“, sagte VDV-Geschäftsführer Martin Henke.

Hat die DB unsachgemäß gearbeitet?

Sabine Leidig, die verkehrspolitische Sprecherin der Linken erklärte zum „Rastatt-Desaster“: „Offensichtlich hat die Deutsche Bahn AG mit extremem Risiko und unsachgemäß die Tunnelarbeiten vorangetrieben. Dabei hatte sie im Vorfeld dieser Arbeiten betont, dass an dieser Stelle ein ´absolut sicheres´, und zugleich ´neuartiges Tunnelbauverfahren ´– das einer Vereisung des Bodens – zur Anwendung kommt.“

 „Während die Zeit verrinnt und jeden Tag größere betriebs- und volkswirtschaftliche Schäden aufgetürmt werden, tappen die Betroffenen im Dunkeln“, erklärte NEE-Chef Ludolf Kerkeling, Das NEE fordert den Verkehrsausschuss des Bundestages dazu auf, sich in einer Sondersitzung Anfang September mit den Ursachen und Folgen des Unfalls zu befassen. Kerkeling: „Hoffentlich rollt der Verkehr dann wieder“ (red/VDV/Die Linke/NEE)

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