Trako 2017: Polens Bahnmesse bleibt auf Wachstumskurs

in Bahnmarkt Europa von

Wo zeigt sich ein veritabler katholischer Erzbischof inmitten von Bahnfahrzeugen? Natürlich in Polen. Zur Eröffnung der 12. Internationalen Bahnmesse Trako war am Dienstag unter den Ehrengästen auch das Danziger Kirchenoberhaupt Sławoj Leszek Głódź.

Von Hermann Schmidtendorf

Mit 700 Ausstellern aus 25 Ländern, 30.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche und 1000 Metern Ausstellungsgleisen setzt die diesjährige 12. Trako den Wachstumskurs fort. „Ein neuer Rekord!“ freute sich Trako-Projekt-Direktorin Dorota Daszkowska-Kosewska gegenüber dem bahn manager Magazin. Der Vorstandsvorsitzende der Messegesellschaft Andrzej Kasprzak ergänzte: „Wir freuen uns über das immer professionellere Rahmenprogramm.“

Der Entwicklung des polnischen Transportsektors widmete sich auf der zweitgrößten Bahnmesse Europas eine Paneldebatte. Transporte machen in Polen über 13 Prozent der Luftverunreinigungen aus. Daher komme der Eisenbahn eine Schlüsselrolle für die ausgeglichene Entwicklung des Landes zu, unterstrich Professorin Halina Brdulak von der Hochschule für Handel in Warschau. DB Cargo Polska stellte erstmals eine eigene Umweltanalyse vor. Die zusammen mit Deloitte Advisory erarbeitete Studie hilft, „unsere Rolle im Kontext einer verantwortlichen Geschäftsführung besser zu verstehen“, erklärte Marek Staszek, Vorstandsvorsitzender der polnischen DB-Tochter. Zu den positiven Einflüssen auf die ökonomische Entwicklung Polens zähle ein „bedeutender Impuls für die Wirtschaft“ durch Bestellungen von Waren und Dienstleistungen sowie solide Bezahlung der Beschäftigten des Konzerns.

Auf der Trako 2017 stellen Hersteller wie Pesa, Newag, Stadler und Plasser & Theurer ihre neuesten Schienenfahrzeuge vor. Erstmals wird am Freitag der „Tag der Karriere“ stattfinden, an dem Branchenvertreter Arbeitsstellen und Betriebspraktiken anbieten.

Bild: Die Trako 2017 öffnete am Dienstag (26. September) in Danzig ihre Tore

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