TRANSPORT LOGISTIK 2019: FULMINANTES WACHSTUM UM 10 PROZENT

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2.374 Aussteller aus 63 Ländern, ein Plus von 10 Prozent, bei den Besuchern mit rund 64.000 ein Plus von 5 Prozent – die transport logistic München 2019 war für Besucher wie Veranstalter ein einzigartiges Erlebnis.

Von Hermann Schmidtendorf, Redaktion bahn manager

„Die transport logistic hat ihre Rolle als weltweit größter, intermodaler Logistik-Hub bestätigt!” freute sich Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München. “Die Messe ist um eine auf zehn Hallen gewachsen, und sie ist noch einmal deutlich internationaler geworden, bei den Austellern um 3 Prozentpunkte auf 56 Prozent, bei den Besuchern ebenfalls um 3 Prozentpunkte auf 47 Prozent.” Entsprechend der wachsenden Bedeutung der Neuen Seidenstraße stieg die Zahl der Aussteller um 30 auf 64. Wichtige Themen waren nach Einschätzung der Messeleitung Künstliche Intelligenz und Fahrermangel. Die Top-Ten-Ausstellerländer nach Deutschland waren: Niederlande, Italien, Belgien, Frankreich, Polen, China, Österreich, Spanien, Großbritannien sowie die Tschechische Republik.

Gut aufgestellt war auf der Messe die SBB Cargo, die im Mai 2019 als erste europäische Güterbahn die automatische Kupplung im Netzverkehr eingeführt hatte. Zusammen mit der automatischen Bremsprobe und dem Kollisionswarnsystem auf der Rangierlok wird so ein Ein-Personen-Betrieb möglich – kostensparend und zugleich sicher. Das Schweizer Bundesamt für Verkehr unterstützt das Projekt mit etwa 9 Millionen Franken. Die ÖBB Rail Cargo Group präsentierte ihre Logistikketten im Bereich Steel / Energy / Automotive, Mineral Oil / Agriculture / Chemicals / Environmental, Wood / Paper / Building Materials / Consumer Goods und Intermodal.

Um die Klimaschutzziele einzuhalten, muss der Anteil der Schiene im europäischen Güterverkehrsmarkt bis 2030 von heute 18 auf 30 Prozent anwachsen. Was dazu nötig ist, debattierten auf der transport logistik die CEO der Koalition “Rail Freight Forward” Nicolas Perrin von SBB Cargo, Roland Bosch von DB Cargo, Sylvie Charles von SNCF Fret, Clemens Först von der Rail Cargo Austria, Geert Pauwels von Lineas, und Dirk Stahl von der BLS. Präsent auf der Messe waren auch der CEO SBB Andreas Meyer und CEO ÖBB Andreas Matthä. Frachtverkehrs-Koalitionär Geert Pauwels brachte es auf den Punkt: «Interoperabilität geht weiter als eine gemeinsame Sprache. Wir brauchen geeignete Softwares und Kooperationen bei den Infrastrukturen. Einen Zug durch Europa zu fahren muss so einfach sein, wie mit einem LKW durch Europa zu fahren.» Optischer Blickfang wurde die Bekräftigung der Koalitionsziele auf einem der bemalten Container des sogenannten «Noah’s Train», der seit Jahresbeginn auf die Kampagne aufmerksam macht.

Noch eine Allianz war in München in ähnlicher Konstellation aktiv. Das Netzwerk Xrail besteht aus sieben Mitgliedern und verbindet 13 europäische Wagenladungsnetze. Zu CFL Cargo, DB Cargo, Green Cargo, Lineas, Rail Cargo Austria und SBB Cargo stieß kürzlich SNCF Fret. Hier stehen zuverlässige und umweltfreundliche Transporte von Einzelwagen und Wagengruppen durch ganz Europa im Fokus. Propagiert wurde unter anderem die neue gemeinsame IT-Lösung «Xrail Capacity Booking» (XCB) im Mittelpunkt. Diese ermöglicht den Kunden eine nahtlose internationale Buchung – ein wichtiger Schritt für den europäischen Wagenladungsverkehr.

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