Unerlaubte Preisabsprachen: DB klagt gegen Lkw-Kartell

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Die Deutsche Bahn hat heute zusammen mit der Bundeswehr und 40 anderen Unternehmen beim Landgericht München Klage gegen die am Lkw-Kartell beteiligten Unternehmensgruppen DAF, Daimler, Iveco, MAN und Volvo/Renault eingereicht. Es geht um Schadenersatz wegen unerlaubter Preisabsprachen.

Mit der heute in München eingereichten Klage macht die DB gebündelt Schadensersatzansprüche für unerlaubte Preisabsprachen bei rund 35.000 vom Kartell betroffenen Lkw mit einem Einkaufsvolumen von deutlich über zwei Milliarden Euro geltend. Allein DB Schenker – größter Landspediteur Europas – ist mit mehreren Tausend Lkw betroffen. Die Höhe des Schadens wird von renommierten Wettbewerbsökonomen ermittelt.

Die EU-Kommission hatte 2016 und 2017 festgestellt, dass die am Kartell beteiligten Lkw-Hersteller zwischen 1997 und 2011 verbotene Absprachen zu Brutto-Listenpreisen getroffen haben. Absprachen hatte es auch darüber gegeben, neue Technologien zur Emissionsabsenkung erst später einzuführen und die Kosten dafür an die Kunden weiterzureichen. Gegen das Kartell ergingen Rekordgeldbußen von insgesamt 3,8 Milliarden Euro. (red/DB)

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