Verkehrsminister Hermann will breites Bündnis für die Bahn

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Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Herrmann MdL hat sich beim DVF-Lenkungskreis Bahntechnologie für ein breites strategisches Bündnis für die Eisenbahn in Deutschland stark gemacht.

“Die Mobilität steht vor enormen Transformationsprozessen. Für erfolgreiche Weichenstellungen im Schienenverkehr müssen Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft, Politik, Hersteller und Betreiber gemeinsam eine Strategie erarbeiten, wie wir das System Eisenbahn in die Zukunft führen und deren Umsetzung begleiten”, so der Minister vor dem Fachausschuss des Deutschen Verkehrsforums. Hermann betonte, dass Baden-Württemberg seinen Teil dazu bereits erbringe: “Mit den Ausschreibungen im Regionalverkehr haben wir mehr Wettbewerb und damit bessere Angebote geschaffen. Wir engagieren uns bei der Digitalisierung des Bahnhofs Stuttgart, um stabilere Fahrpläne im S-Bahn- und Regionalverkehr zu ermöglichen. Damit es funktioniert, müssen jedoch alle mitwirken und jeden Schritt durchdenken.” Für ein zuverlässigeres Bahnsystem seien alle Strecken und Fahrzeuge mit dem europäischen Zugleit- und Sicherungssystem und digitalen Stellwerken auszurüsten.

Der Lenkungskreisvorsitzende Michael Peter, CEO Siemens Mobility GmbH, unterstützte den Minister bei der Forderung, die Digitalisierung und Modernisierung der Schieneninfrastruktur und Züge voranzutreiben. “Digitale Stellwerke und moderne Leit- und Sicherungstechnik ermöglichen Kapazitätssteigerungen durch einen stabileren Fahrplan. Das verbessert den Gesamtbetrieb, ermöglicht neue Services, die die Wettbewerbsfähigkeit der Schiene erhöhen und die Instandhaltung durch den Technologiesprung kostengünstiger machen.” Die Machbarkeitsstudie des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur habe die Vorteile herausgearbeitet und die Kosten beschrieben. Damit liege die Entscheidungsgrundlage vor. “Um rasch eine bessere Bahn und rechtzeitig wichtige Klimaziele zu erreichen, muss schon heute in das System Schiene investiert werden”, so Peter weiter. (red/DVF)

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