Vossloh: Geschäftsbereich Transportation wird als ‘nicht fortgeführte Aktivitäten’ ausgewiesen

in Märkte & Player von

Aufgrund fortgeschrittener Verkaufsgespräche des in Kiel ansässigen Lokomotivengeschäfts, des letztverbleibenden Geschäftsfelds des Ge-schäftsbereichs Transportation, hat der Vorstand der Vossloh AG heute beschlossen, den Geschäftsbereich Transportation zum 31. Dezember 2017 als nicht fortgeführte Aktivitäten auszuweisen.

Auf Basis des aktuellen Stands der laufenden Gespräche wurde eine Wertminderung auf den Buchwert gemäß IFRS 5 vorgenommen. Vossloh erwartet aus dem Verkauf aus heutiger Sicht einen positiven Nettomittelzufluss.

Durch den Ausweis von Transportation als nicht fortgeführte Aktivitäten ergeben sich für das Geschäftsjahr 2017 folgende vorläufige, noch nicht testierte Umsatz- und EBIT-Zahlen (die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst). Im Geschäftsjahr 2017 stiegen die Erlöse der fortgeführten Aktivitäten von Vossloh gegenüber dem Vorjahr deutlich an. Der Konzernumsatz aus fortgeführten Aktivitäten erhöhte sich von 822,5 Millionen Euro auf 918,3 Millionen Euro. Mit einem über den ursprünglichen Erwartungen liegenden EBIT von 70,3 Millionen Euro lag die EBIT-Marge des Konzerns im Jahr 2017 bei 7,7 Prozent. Im Geschäftsjahr 2016 betrugen die vergleichbaren Werte 57,5 Millionen Euro und 7,0 Prozent. Trotz dieser erfreulichen Entwicklung im Kerngeschäft schließt Vossloh das Geschäftsjahr 2017 mit einem negativen auf die Anteilseigner der Vossloh AG entfallenden Konzernergebnis ab. Grund hierfür ist das infolge der vorgenommenen Wertminderung sowie der im Geschäftsbereich Transportation angefallenen Verluste deutlich negative Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten.

Für 2018 erwartet der Vossloh-Konzern Umsätze auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2017. Das EBIT und damit die EBIT-Marge werden unter den Werten von 2017 erwartet. Ausschlaggebender Grund dafür sind insbesondere voraussichtlich geringere Umsatz- und Ergebnisbeiträge aus dem Verkauf von Befestigungssystemen in China. Wenngleich der Ausbau des dortigen Hochgeschwindigkeitsnetzes mit hoher Geschwindigkeit weiter vorangetrieben wird und die Marktposition von Vossloh unverändert stark ist, führen projektbedingte Schwankungen zu einer temporär schwächeren Geschäftsentwicklung. Diese Entwicklung wird aus heutiger Sicht trotz erwarteter stei-gender Ergebnisse in den anderen Geschäftsbereichen des Konzerns nicht vollständig kompensiert werden können. (red/Vossloh)

zur Startseite
nach oben gehen