Vossloh startet erfolgreich ins Geschäftsjahr 2020

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Die Vossloh AG hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs 2020 eine erfreuliche Entwicklung insbesondere beim EBIT und Auftragseingang genommen. So legte der Auftragseingang im Quartalsvergleich auf 291,9 Mio.€ (Vorjahr ohne veräußerte US-Aktivitäten: 252,5 Mio.€) zu.

Auch beim Umsatz war insgesamt eine positive Entwicklung zu verzeichnen. Nach Bereinigung der fehlenden Umsätze aufgrund der Veräußerung von Aktivitäten in den USA im Vorjahr lag der Umsatz mit 182,9 Mio.€ trotz vereinzelter COVID-19-Effekte rund 3 % über dem vergleichbaren Vorjahreswert von 177,5 Mio.€ (berichtet: 190,0 Mio.€). Das Verhältnis neuer Aufträge zum Umsatz (Book-to-Bill) stieg im Berichtsquartal auf 1,6. Das EBIT verbesserte sich signifikant auf 16,5 Mio.€, nachdem im Vorjahresquartal noch ein negatives EBIT in Höhe von 0,6 Mio.€ angefallen war. Dieses außergewöhnlich hohe EBIT geht neben operativen Verbesserungen maßgeblich auf eine erfolgswirksame Buchwertanpassung in Höhe von 15,6 Mio.€ im Rahmen der Übergangskonsolidierung eines im Vorjahr gegründeten Joint Ventures in China im Geschäftsfeld Fastening Systems zurück (unter Herausrechnung dieses Effekts lag das EBIT bei 0,9 Mio.€). Die EBIT-Marge stieg dadurch auf 9,0 % (Vorjahr: -0,3 %). Entsprechend stieg auch das EBITDA deutlich auf 28,8 Mio.€ (Vorjahr: 12,2 Mio.€) an. Die EBITDA-Marge lag mit 15,7 % deutlich über dem Vorjahreswert von 6,4 %. Das Konzernergebnis war aufgrund der Belastungen aus nicht fortgeführten Aktivitäten noch leicht negativ, verbesserte sich aber ebenfalls deutlich auf -2,6 Mio.€ (Vorjahr: -22,5 Mio.€). 

Auswirkungen der COVID-19-Pandemie

Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das Geschäft von Vossloh sind bezogen auf das erste Quartal 2020 verhältnismäßig gering. Insbesondere das China-Geschäft des Geschäftsbereichs Core Components zeigt bisher keinerlei Beeinträchtigung und übertraf im ersten Quartal sogar die Erwartungen. Negative Umsatz- und Ergebniseffekte waren vor allem im Geschäftsbereich Customized Modules zu verzeichnen. Darüber hinaus gehende Umsatz- und Ergebnisbelastungen im Vossloh-Konzern sind im weiteren Jahresverlauf infolge temporärer bzw. weiterhin bestehender Produktionsstilllegungen und anderer Folgewirkungen der Pandemie nicht auszuschließen. Aufgrund der bestehenden Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren Geschäftsentwicklung hatten Vorstand und Aufsichtsrat am 16. April beschlossen, der Hauptversammlung der Vossloh AG die Aussetzung der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2019 vorzuschlagen. Diese Maßnahme trägt maßgeblich zur Stärkung der Bilanz von Vossloh bei.

Ausblick 2020

Auf Basis der heutigen Erkenntnisse und einer sorgfältigen Risikoeinschätzung sowie unter Hinweis auf die offensichtlichen Unwägbarkeiten über die weiteren Auswirkungen der COVID-19-Pandemie rechnet der Vorstand der Vossloh AG für das Geschäftsjahr 2020 weiterhin mit Umsätzen zwischen 900 Mio.€ bis 1 Mrd.€ sowie, begünstigt durch den beschriebenen Effekt im Zusammenhang mit der erstmaligen Vollkonsolidierung eines chinesischen Joint Ventures, einer EBITMarge zwischen 7 % und 8 %. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 12 % bis 13 %. (red/Vossloh)

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