Wege und Lösungen für den Verkehr

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Anfang Oktober treffen sich internationale Experten zu Themen rund um Verkehr auf der ETC in Barcelona. Auch die PTV Group ist mit wichtigen Projekten und Beiträgen vertreten, dem Bundesverkehrswegeplan 2030, dem Forschungsprojekt FLOW und mit dem EU-Verkehrsmodell TRIMODE.

45. European Transport Conference (ETC) vom 4. bis 8. Oktober 2017 in Barcelona.

Am ersten Konferenztag, dem 4.10. in Session 1 „Application of Cost Benefit Analysis” werden Prof. Dr. Christoph Walther, Dr.-Ing. Alexander Dahl und Dr.-Ing. Volker Waßmuth von der PTV Group am Beispiel der Methodik des Bundesverkehrswegeplans 2030 (BVWP) einen Beitrag zur europäischen Diskussion der Projektbewertung bieten. Wichtige Weiterentwicklungen in den Bereichen „Zuverlässigkeit“ und „Induzierter Verkehr“ (also zusätzlicher Verkehr, der zum Beispiel auf den Ausbau von Verkehrswegen oder sonstige Verbesserungen des Verkehrsangebots zurückzuführen ist) werden an einem Beispielprojekt erläutert. Prof. Dr. Christoph Walther, Head of Global Research bei PTV, der im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur die Erarbeitung des BVWP als Fachkoordinator sechs Jahre lang begleitet hat, sieht den BVWP als eine solide Prognose der verkehrlichen Entwicklung, der sehr gut begründete Annahmen zu Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung zugrunde liegen. Darauf kann die Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung, die er wiederum als einer von drei Koordinatoren begleitet, aufbauen.

Am 5. Oktober präsentieren Prof. Dr. Christoph Walther und Nora Szabo von der PTV Group gemeinsam mit Pedro Homem de Gouveia, Camara Municipal de Lisboa, in Session 1 „Modelling Transport“ ihr Paper zum Thema Staureduzierung durch aktive Transportmodi am Beispiel Lissabon. Das EU-Forschungsprojekt FLOW (Furthering Less Congestion by Creating Opportunities for more Walking and Cycling) untersucht, wie Fuß- und Radverkehr zur Stauvermeidung in Städten beiträgt. In der ersten Phase des Projekts wurden die Staubewertungsmethodologie und die Tools entwickelt. In der zweiten Phase wurden die Anwendungen an die Anforderungen der Partnerstädte angepasst, genauer gesagt an ihre Fuß- und Radverkehrsmittel. Die Partnerstädte sind Budapest, Dublin, Gdynia, Lissabon, München und Sofia. Parallel dazu stehen die Entwicklungen auch anderen Städten, Beratungsunternehmen und Entscheidungsträgern zur Verfügung. Damit sind sie in der Lage, die Effekte des Fuß- und Radverkehrs auf die Performanz des städtischen Transportnetzwerks zu evaluieren.

Am dritten Tag der Konferenz werden in Session 1, bei der es um „Big Models“, also große Verkehrsmodelle geht, Dr. Klaus Nökel von PTV sowie Davie Fiorello und Angelo Martino von TRT Trasporti E Territorio über TRIMODE sprechen. Im Projekt TRIMODE, dem multimodalen Verkehrsmodell, das den gesamten Güter- und Personenverkehr in Europa abbilden soll, wurde im Sommer ein wichtiger Meilenstein erreicht. Ende Juli hat die Arbeitsgemeinschaft TRIMODE, der die PTV Group angehört, den ersten Bauabschnitt an die Europäische Kommission übergeben. Anschließend trainierten Dr. Klaus Nökel und Arnd Vogel, PTV Group, die Anwender bei DG MOVE (European Commission’s Directorate-General for Mobility and Transport) im Umgang mit dem neuen Modell. (red/PTV Group)

 

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