Zusätzliche Fahrzeuge ermöglichen größere Kapazitäten bei der Mittelrheinbahn

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Auf dem stark frequentierten Streckenabschnitt der Mittelrheinbahn (RB 26) zwischen Köln und Remagen können ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2020 längere Züge eingesetzt werden.

Dies wird möglich, da sich die zuständigen Aufgabenträger Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR), Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) und Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (SPNV Süd) mit dem Leasingunternehmen Alpha Trains und dem Eisenbahnverkehrsunternehmen TransRegio Deutsche Regionalbahn (TransRegio) darauf verständigt haben, dass die Bestandsflotte um sechs Neufahrzeuge vom Typ Mireo des Herstellers Siemens Mobility erweitert wird. 

Bereits seit Dezember 2008 setzt TransRegio, ein Tochterunternehmen der Transdev- Gruppe, Züge von Alpha Trains für die Mittelrheinbahn ein. Derzeit sind auf der Strecke Köln Messe/Deutz – Koblenz – Mainz insgesamt 17 Triebzüge des Typs Desiro Mainline unterwegs. Die neuen Mireo-Triebzüge werden zukünftig überwiegend auf dem Streckenabschnitt der RB 26 zwischen Mainz und Bingen eingesetzt. „Dadurch werden Bestandsfahrzeuge frei und wir können den von den Fahrgästen stark nachgefragten Streckenabschnitt zwischen Köln und Remagen zukünftig mit Triebzügen des Desiro Mainline in Dreifachtraktion bedienen“, so NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek. „Dies entspricht einer Kapazitätserhöhung auf diesem Streckenabschnitt um 50 Prozent und wird eine enorme Verbesserung für unsere Fahrgäste bringen. “ 

„Der Erfolg der Mittelrheinbahn spornt uns an. Den gestiegenen Kapazitätsanforderungen begegnen wir flexibel mit zusätzlichen Fahrzeugen – und das im laufenden Verkehrsvertrag und ohne Garantien der öffentlichen Hand“,

so Thomas Schmidt, Managing Director der Alpha Trains Passenger Division. 

„Wir realisieren für unsere Kunden ein Fahrzeug in Rekordzeit. Möglich wird dies durch die hohe Flexibilität der Mireo-Plattform. Als skalierbarer Gliederzug in Kombination mit innengelagerten Drehgestellen ist der Mireo besonders energieeffizient. Dies schafft nachhaltige Wertschöpfung über den gesamten Lebenszyklus hinweg“,

sagte Sabrina Soussan, CEO Siemens Mobility. 

Der Mireo ist ein Regionalzug der neuesten Generation: Er ist energiesparend und umweltfreundlich konzipiert. Grundlage hierfür bildet die selbsttragende, geschweißte Leichtbaustruktur in Aluminium-Integralbauweise. Auch die verbesserte Aerodynamik, die Energieeffizienz der Komponenten und das intelligente Bordnetzmanagement tragen zur Reduzierung von Ressourcen, Emissionen und Lärm bei. Aufgrund der verwendeten Materialien kommt der Mireo auf eine Recycling-Quote von 95 Prozent am Ende der Lebensdauer. Mit dem Bau der neuen Züge im Werk von Siemens Mobility in Krefeld soll Ende 2019 begonnen werden. 

Für den Komfort der Fahrgäste sorgen großzügige Sitzabstände und ergonomisch geformte Fahrgastsitze. Die Frischluftzufuhr wird entsprechend des Fahrgastaufkommens in jedem Wagen automatisch über eine Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlage (HKL) mit CO2-Sensoren reguliert. Separate Mehrzweckbereiche ermöglichen großzügige Abstellflächen z.B. zur Mitnahme von Fahrrädern. Für aktuelle Fahrgastinformationen stehen große Displays zur Verfügung, zudem gibt es Internet an Bord sowie ein Sicherheitsüberwachungssystem (CCTV). Es besteht barrierefreier Zugang zum Universal-WC. Zur Erleichterung des Einsteigens erhalten alle Einstiege zwei übereinanderliegende Schiebetritte, die jeweils in Abhängigkeit von der Bahnsteighöhe ausgefahren werden können. (red/Alpha Trains/Siemens Mobility)

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