Tagesarchiv

Montag, 14. August, 2017

Gleisdelle bei Rastatt: 12 Millionen Euro Umsatzausfall pro Woche

in Industrie & Infrastruktur von

Die DB AG stellt Zugverkehr auf der Rheintalbahn wegen einer technischen Störung bis August ein. Das NEE fordert: Der Güterverkehr auf der Nord-Süd-Achse muss schnell wieder laufen – denn die Gleisdelle verursache 12 Millionen Euro Umsatzausfall pro Woche.

Nach einer Sichtung der Lage sei davon auszugehen, dass die aufgrund abgesenkert Gleise vorgenommene Sperrung der Strecke zwischen Rastatt und Baden-Baden sich mindestens über ein bis zwei Wochen erstrecken wird, teilt die DB mit.

Dramatische Auswirkungen auf SPV und SGV

Das nun „alle Signale auf Halt“ für mitteleuropäischen Nord-Süd-Schienengüterverkehr stünden, sei der traurige Höhepunkt eines Missmanagements von Politik und DB, teilen die NEE mit. Und: „Eine einzige kollabierte Bahntunnel-Baustelle bei Rastatt hat die wichtigste Schlagader des transeuropäischen Schie­nengüterverkehrs unterbrochen und bremst die Industrie nördlich und südlich der Alpen aus. Das behindert nicht nur viele Tausende Bahnreisende, die 20 Kilometer per Bus reisen müssen. Dramatisch sind auch die Auswirkungen auf den Güterverkehr.“

Normalerweise sind auf der Strecke täglich rund 200 Güterzüge unterwegs. DAS Netzwerk Europäischer Eisenbahnen schätzt, dass die Umsatzausfälle alleine für die Güterbahnen bei zwölf Millionen Euro pro Woche liegen. Dabei sind weder die Schäden bei den Versendern/Empfängern der Güter noch bei der Infrastruktur berücksichtigt. (red/DB/NEE)

HHLA mit mehr Umsatz und starkem Ergebnis

in Märkte & Player von

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) verzeichnete im ersten Halbjahr 2017 in den wesentlichen Kennziffern starke Zuwächse gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Konzernumsätze stiegen um knapp neun Prozent auf 622,8 Millionen Euro.

Während das Betriebsergebnis (EBIT) des Konzerns um etwa 48 Prozent auf 98,8 Millionen Euro zulegte, stieg das EBIT des Teilkonzerns Hafenlogistik um gut 54 Prozent auf 90,6 Millionen Euro. Verantwortlich dafür sind im Wesentlichen eine mengenbedingte Ergebnisverbesserung im Segment Container sowie die erfolgreich abgeschlossene Restrukturierung im Segment Logistik, die im Vorjahreszeitraum noch zu Einmalaufwendungen führte. An den HHLA-Containerterminals wurden 3,6 Millionen Standardcontainer (TEU) umgeschlagen, etwa 12 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auch die Intermodaltöchter steigerten ihre Mengen um etwa sieben Prozent auf mehr als 744.000 TEU.

HHLAKonjunkturentwicklung weiterhin positiv

Angela Titzrath, die Vorstandsvorsitzende der HHLA, sagt zum positiven Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr „Nach der Neuordnung der Reederallianzen hat die HHLA ihre starke Position in umkämpften Marktumfeldern behauptet. Wir profitieren dabei nicht nur von der anhaltend positiven Konjunkturentwicklung in der Welt und in Deutschland, sondern ebenso von unserer eigenen Leistungsfähigkeit. Durch gezielte Investitionen in unsere Anlagen hat sich die HHLA für diesen Aufschwung rechtzeitig aufgestellt. Wir können unseren Kunden daher ein Angebot an Leistungen unterbreiten, das in Qualität und Zuverlässigkeit überzeugt, und so mit ihnen Wachstum im Hamburger Hafen generieren.“ (red/HHLA)

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