Monatsarchiv

August 2017 -> Seite 4

DB Schenker: Preise steigen zum Oktober um sechs Prozent

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Steigende Kosten, die auch durch bereits getroffene Maßnahmen der Effizienzsteigerung nicht mehr kompensiert werden können – mit diesen Worten begründet DB Schenker Deutschland eine Preiserhöhung im Landverkehr.

 Wie der Konzern heute mitteilt, sollen die Preise zum 1. Oktober im Schnitt um sechs Prozent steigen. Davon betroffen seien sowohl die Stückgut- als auch die Ladungsverkehre. Die größten Kostentreiber im Landverkehr sind den Angaben zufolge:

  • steigender Fachkräfte- und Fahrermangel vor allem im Nahverkehr
  • steigendes Verkehrsaufkommen was zu höheren Kosten in der Produktion führt
  • wachsende Märkte in Europa bedingen notwendige Investitionen in unser pan-europäisches Netzwerk
  • höhere Personalkosten durch die neuen Bestimmungen zu den regelmäßigen wöchentlichen Ruhezeiten sowie steigende Löhne

Anpassung an die Marktgegebenheiten

Weitere Gründe für die höheren Kosten sind Investitionen in die Digitalisierung, die volatile Entwicklung der Märkte sowie externe Faktoren wie Grenzkontrollen, die innerhalb des Schengen-Raums wieder aufgenommen wurden. „Durch die Anpassung der Preise an die Marktgegebenheiten sichern wir die hohen Qualitätsstandards unseres Landverkehrs“, erklärt Marcel Vogler, Vorstand Landverkehre der Schenker Deutschland AG.“ (red/DB)

Raststatt: Hupac mit Alternativen für 50 Prozent der Ausfallzüge

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Am Samstag, den 12. August, wurde die Rheintalbahn in Rastatt bei Karlsruhe gesperrt. Grund: das Absinken der Gleise um einen halben Meter, als Folge von technischen Problemen im Tunnelbau – Hupac legt ab heute geltende Alternativen für den Engpass vor.

Auf dem Güterverkehrskorridor Rotterdam-Genua sind täglich Hunderte von Güterverkehrszügen unterwegs. Das Netzwerk der Hupac ist mit rund 155 Zugspaaren pro Woche direkt betroffen. Es handelt es sich um die Relationen Benelux-Italien, Deutschland-Italien und Skandinavien-Italien, sowie Verbindungen des Import/Export Schweiz. Wegen des italienischen Feiertags „Ferragosto“ am 15. August ist der Impact gegenwärtig noch nicht so stark ausgeprägt.

Dringendster Bedarf kann gedeckt werden

Für die heute startende Kalenderwoche 34 (21. bis 27. August) hat Hupac Umleitungen und Alternativen für 50 Prozent der ausgefallenen Züge geplant. In Anbetracht der urlaubsbedingt noch geringen Marktnachfrage kann dies voraussichtlich den dringendsten Bedarf decken.

Doch es werden weitere Anstrengungen nötig sein, um die gravierenden Folgen eines Streckenunterbruchs an zentraler Stelle des Güterverkehrskorridors Rotterdam-Genua zu kompensieren. Der Güteraustausch zwischen Deutschland und der Lombardei, Mittel- und Süditalien wird heute zu etwa 50 Prozent im Kombinierten Verkehr abgewickelt. (red/Hupac)

Dr. Jutta Christine Marx / TOP 100 Frauen

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Promotion 1996 in Informationswissenschaft Qualitätsmanagerin ISO 9001 und interne IRIS-Auditorin 1989 bis 2003 Wissenschaftliche Mitarbeit an der Universität Regensburg und dem Informationszentrum Sozialwissenschaften, Fachgebiet Information Retrieval und Mensch-Maschine-Interaktion 2003 bis 2008 IT-Consulting für Forschungsinstitute und Behörden 2007 Wechsel zur Fa. DILAX und Eintritt in die Geschäftsführung 2010 Seit 2015 alleinverantwortlich für die DILAX Gruppe

Kroatien: DB Arriva übernimmt Mehrheit bei Autotrans

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DB Arriva setzt ihren Wachstumskurs in Ost- und Südosteuropa fort: Um dortige Wettbewerbsposition zu stärken, hat die DB-Tochter für den Personenverkehr im Ausland 78,34 Prozent an der kroatischen Autotrans-Gruppe (ATG) übernommen.

 Mit über 1100 Mitarbeitern und 448 Fahrzeugen ist die ATG ist größte private Busbetreiber des Landes. Der Umsatz lag im Jahr 2016 bei 49,4 Millionen Euro. Die Zahl der DB Arriva-Mitarbeiter in Kroatien steigt mit der Neuerwerbung auf rund 1400, die der Busse auf etwa 600 und die der Fahrgäste auf jährlich 11,5 Millionen.

„Ost- und Südosteuropa sind für uns klare Wachstumsmärkte. Der Kauf von Autotrans ist eine weitere wichtige Wegmarke in dieser langfristigen Strategie“, sagte Manfred Rudhart, CEO von DB Arriva.

In ganz Ost- und Südosteuropa vertreten

DB Arriva ist seit 2013 im kroatischen Markt vertreten und bietet neben regionalen und nationalen Verkehren auch internationale Verbindungen an. Dazu gehören Arriva Express-Busse von Zagreb nach München und von Zagreb nach Mailand.

Außer in Kroatien ist DB Arriva in Ost- und Südosteuropa auch in Polen, Serbien, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn aktiv. Zuletzt hat das Unternehmen 2016 einen Acht-Jahres-Vertrag für Busverkehre in Warschau gewonnen und ist so zum zweitgrößten Busbetreiber in Polen geworden. (red/DB)

„Rastatt-Desaster“: Soll Thema im Bundestag werden

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Nach der Vollsperrung in Rastatt mehren sich die kritischen Stimmen in der Branche – hier die Positionen des Netzwerks Europäischer Eisenbahnen (NEE), der Bundestagsfraktion der Linken und des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV).

Angesichts der andauernden Sperrung der Rheintalstrecke bei Rastatt fordert der VDV eine unbürokratische finanzielle Hilfe des Bundes für die betroffenen Eisenbahnunternehmen. „Der Streckenabschnitt ist ein neuralgischer Punkt für das gesamte europäische Eisenbahnnetz. Eine wochenlange Sperrung hat katastrophale Folgen insbesondere für die umfangreich betroffenen Güterbahnen“, sagte VDV-Geschäftsführer Martin Henke.

Hat die DB unsachgemäß gearbeitet?

Sabine Leidig, die verkehrspolitische Sprecherin der Linken erklärte zum „Rastatt-Desaster“: „Offensichtlich hat die Deutsche Bahn AG mit extremem Risiko und unsachgemäß die Tunnelarbeiten vorangetrieben. Dabei hatte sie im Vorfeld dieser Arbeiten betont, dass an dieser Stelle ein ´absolut sicheres´, und zugleich ´neuartiges Tunnelbauverfahren ´– das einer Vereisung des Bodens – zur Anwendung kommt.“

 „Während die Zeit verrinnt und jeden Tag größere betriebs- und volkswirtschaftliche Schäden aufgetürmt werden, tappen die Betroffenen im Dunkeln“, erklärte NEE-Chef Ludolf Kerkeling, Das NEE fordert den Verkehrsausschuss des Bundestages dazu auf, sich in einer Sondersitzung Anfang September mit den Ursachen und Folgen des Unfalls zu befassen. Kerkeling: „Hoffentlich rollt der Verkehr dann wieder“ (red/VDV/Die Linke/NEE)

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