BASF setzt Logistik-Konzept um

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BASF hat am 31. Oktober das neue Tankcontainerlager am Standort Ludwigshafen in Betrieb genommen. Dieses Lager ist Teil eines integrierten Lager- und Transportkonzepts, mit dem BASF den Kundenservice verbessern und gleichzeitig Logistikkosten deutlich reduzieren will. Zur Eröffnung kam auch Dr. Volker Wissing (Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz) nach Ludwigshafen.

„Das vollautomatische Tankcontainerlager und das autonome Transportfahrzeug zeigen den hohen Innovationsgrad der Automobil- und Logistikbranche. Automatisierung und Digitalisierung sind keine Zukunftsmusik, sondern eröffnen ganz konkret neue Chancen und Möglichkeiten. Für unsere international agierenden Unternehmen ist die Weiterentwicklung der Logistik eine zentrale Aufgabe, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Die BASF ist offen für innovative Technologien. Ich möchte, dass das in Rheinland-Pfalz Schule macht und wir uns als Standort etablieren, an dem neue Fahrzeuge oder Antriebe entwickelt, erprobt, produziert und eingesetzt werden“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing.

Michael Heinz, Vorstandsmitglied und Standortleiter der BASF SE, und Werksleiter Uwe Liebelt hoben anlässlich der Inbetriebnahme die Bedeutung der Logistik für Chemiestandorte hervor. „Eine gut vernetzte, leistungsfähige Infrastruktur ist von zentraler Bedeutung für unsere Wettbewerbsfähigkeit. Sie unterstützt unser Wachstum und wirkt sich somit auch auf Arbeitsplätze aus. Das gilt natürlich nicht nur für BASF, sondern für alle Unternehmen, vor allem die produzierenden“, so Michael Heinz.

Flexibilität in der Belieferung von Kunden und Logistikkosten werden maßgeblich durch die internen Transportwege am Standort Ludwigshafen beeinflusst. Mit der Inbetriebnahme des Tankcontainerlagers hat BASF jetzt das letzte Element des integrierten Lager- und Transportkonzepts umgesetzt.

„Dank dieser Kombination werden wir im Kundenservice per Bahn in Zukunft flexibler und deutlich wettbewerbsfähiger. Wir machen am Standort in der Logistik einen Innovationssprung und sind Vorbild für die gesamte Industrie“, so Dr. Uwe Liebelt.

Logistik-Konzept besteht aus Tankcontainerlager, autonom fahrenden Transportfahrzeugen und BASF-Tankcontainern
Die drei Komponenten des integrierten Logistik-Konzepts sind vollautomatische Förderfahrzeuge (Automated Guided Vehicles, AGV), neue, bahnoptimierte Tankcontainer, durch die klassische Bahnkesselwagen ersetzt werden können sowie das Tankcontainerlager.

Die AGV transportieren dabei neue 45- und 52-Fuß-Tankcontainer, die BASF zusammen mit dem belgischen Tankcontainerhersteller van Hool nach dem Vorbild der 20- und 30-Fuß-Tankcontainer entwickelt hat. Die sogenannten B-TC (BASF Class Tank Container) erlauben eine Zuladung von maximal 66 Tonnen und können sowohl per Bahn über Schiene, als auch per AGV im Werk über Straße gefahren werden. Durch den Einsatz der AGV reduziert sich die Zeit für die Anlieferung eines Kesselwagens vom Bahnhof der BASF zu einer der über 150 Ladestellen am Standort von rund 22 Stunden heute auf etwa eine Stunde in Zukunft.

Bei dem neuen Tankcontainerlager handelt es sich um ein vollautomatisches Freilager für Tankcontainer zur Lagerung von flüssigen Stoffen und flüssigen Abfällen. Es ist auf eine Kapazität von 2.000 Standardcontainern ausgelegt und verfügt über zwei Kräne mit einer Ladekapazität von je 75 Tonnen. Der Warenumschlag kann über AGV, Lkw und Bahn erfolgen. (red/BASF)

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