AVG baut Cargo-Sparte weiter aus

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Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) baut ihre Cargo-Sparte weiter aus. Mit der Investition von 2,83 Millionen Euro in eine neue DE18-Güterlok aus dem Hause Vossloh vergrößert das in Karlsruhe ansässige Verkehrsunternehmen seine Kapazitäten für den Schienen-Güterverkehr am Oberrhein.

Damit stehen der AVG nun sechs Loks für ihr leistungsstarkes Dienstleistungs-Angebot zur Verfügung. „Wir wollen in den kommenden Jahren im Cargo-Geschäft weiter wachsen. Mit der neuen Lok erhöhen wir unsere Transportkapazitäten deutlich und können noch flexibler auf Kundenwünsche reagieren“, erklärt Ralf Bolsinger, der das Gütergeschäft bei der AVG leitet. „Zudem verfolgt die AVG mit der Investition in die neue Lok konsequent ihre Strategie, auf effiziente, leistungsstarke und umweltschonende Fahrzeuge zu setzen.“ 

Die neue vierachsige Lok mit einem Gewicht von mehr als 80 Tonnen wurde bei Vossloh Locomotives in Kiel gefertigt und bringt bis zu 2.400 PS auf die Schiene. Das Fahrzeug verfügt über einen dieselelektrischen Antrieb, das heißt, der Dieselmotor treibt die vier elektrischen Fahrmotoren direkt an den Achsen an. Die Lok verbraucht rund 15 Prozent weniger Energie als herkömmliche Dieselloks, ist aber deutlich leistungsstärker als Fahrzeuge der vergleichbaren Leistungsklasse. Ein spezieller Partikelfilter sorgt dafür, dass die Abgasemission weiter reduziert wird. 

Die Vorzüge dieses nachhaltigen Transport-Angebots auf der Schiene hat man auch bei der DB Cargo Logistics GmbH erkannt. Für das Tochterunternehmen der DB Cargo, das sich auf Logistiklösungen für Kunden der Automobil- und Holzindustrie spezialisiert hat, übernimmt die AVG im Raum Karlsruhe einen Teil der Lieferketten für deren Kunden. „Wir wissen die AVG als zuverlässigen Partner zu schätzen und freuen uns, dass wir ihre Traktionsleistung in unser Logistikkonzept integrieren können“, sagt Kai Birnstein, Branchenleiter Komponen-tenverkehre bei DB Cargo Logistics.

Der Gütertransport auf der Schiene bietet sowohl unter ökonomischen als auch ökologischen Aspekten viele Vorteile gegenüber dem Transport mit LKWs auf der Straße. „Der Transport auf der Schiene ist unabhängiger von Staus und anderen Verkehrsproblemen auf der Straße und somit verlässlicher“, argumentiert AVG-Cargo-Chef Bolsinger. „Zudem entlasten wir den Verkehr auf den Straßen und in den Städten und können im Vergleich zum Transport mit LKWs massiv CO2-Emissionen einsparen. Schon heute ist die Schiene der umweltfreund-lichste Verkehrsträger. Im Vergleich zum Transport auf der Straße werden beim Schienen-güterverkehr 75 Prozent weniger CO2-Emmisionen freigesetzt“, rechnet Bolsinger vor. (red/AVG)

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